
ARM erwägt künftig 64-Bit-Erweiterungen für seine CPUs auf den Markt zu bringen. Laut den Aussagen von Warren East, ein Verantwortlicher des Unternehmens, würde das derzeitige Fehlen dieser Technologie die Chancen ARMs auf dem Markt nicht wesentlich beeinflussen.
Es ist zwar nicht zu leugnen, dass einige Server-Anwendungen tatsächlich von neuen 64-Bit-Prozessoren profitieren würden, dennoch wird ein großer Teil des Marktes bereits jetzt durch die derzeitigen 32-Bit-Ausführungen gut abgedeckt. Dies verkündete East neulich in einer Telefonkonferenz, die dazu angesetzt war, um über die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens zu sprechen.
Zurzeit sei es laut Aussagen des Verantwortlichen einfach noch nicht notwendig, auf 64-Bit umzustellen, da ein 32-Bit-Prozessor im Moment noch vollkommen ausreiche, um typische Server-Anwendungen ausreichend zu versorgen. Bei den kommenden Chips handelt es sich um die 32-Bit Cortex-A15, die bei Belieben auf bis zu 40 Bit erweitert werden kann. Möglicherweise wird es anschließend aus dem Hause ARM aber neue 64-Bit-Prozessoren geben.
East macht kein Geheimnis daraus, dass es einfach irgendwann an der Zeit sein wird, dass die ARM-Architektur einen Schritt in genau diese Richtung machen wird. Auch im Bezug auf die Marktanteile in den kommenden Jahren könnte die Entwicklung der 64-Bit-Server-Chips eine besondere Bedeutung haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich eine große Anzahl von Servern mit begrenzten Datenmengen und 32-Bit-Adressierung zufrieden geben. Durch die Umstellung auf eine 64-Bit-Adressierung könnte ARM seine Chance nutzen und schlankere High-End-Server bieten, die sämtliche Aufgaben deutlich schneller erledigen können.
Die Herstellung von 64-Bit-Server-Chips könnte für ARM auf jeden Fall lukrativ sein, da diese in der Regel in höheren Preisregionen angesiedelt sind, als Smartphone Prozessoren. Aus diesem Grund wird es wichtig sein, dass ARM die 64-Bit-Chips eher früher als später entwickelt. Denn nur so scheint es möglich zu sein, auf den Server-Markt eindringen zu können.


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