
Der Großteil der Asus-Computer auf dem Markt ist mit einem Betriebssystem des Computergiganten Microsoft ausgestattet. In früheren Zeiten versuchte das taiwanesische Unternehmen mit Xandros Linux auch den Linux-Markt zu erobern. Entgegen aller Hoffnungen brachte dies aber nicht den gewünschten Erfolg. Nun will der Computerhersteller einen weiteren Versuch starten. Zu diesem Zweck wird Asus in einigen Netbooks die beliebte Linux Variante Ubuntu vorab installieren. Dies wurde vor wenigen Tagen nun auch von Canonical – den Entwicklern des Linux-Betriebssystems – offiziell bestätigt. Neben Asus gibt es mit Dell nur einen anderen großen Hardware Produzenten, der ebenfalls Netbooks mit dem Betriebssystem Ubuntu zum Kauf anbietet.
Nach Angaben eines Canonical Verantwortlichen wurde auf den drei Eee Modellen 1001PXD, 1011PX und 1015PX – die seit dem 01. Juni 2011 ausgeliefert werden – die Version 10.10 von Ubuntu vorinstalliert. Das Betriebssystem wurde derweilen so konfiguriert, dass alles optimal mit dem Prozessor und der restlichen Hardware des Netbooks zusammenarbeiten kann. Vor einigen Jahren war das taiwanesische Unternehmen noch einer der ersten PC-Hersteller, die ihre Netbooks mit unterschiedlichen Versionen des Linux Betriebssystems anboten. Diese Ära ging aber dann mit dem Beginn des Jahres 2008 zu Ende. Fortan setzte Asus ausschließlich auf Windows XP Starter – eine abgespeckte Version von Windows XP. Auch im heurigen Jahr soll weiterhin auf den meisten Netbooks das Microsoft Betriebssystem zu finden sein.
Allerdings möchte das Unternehmen nun für einen längeren Zeitraum zumindest eine Minderheit an Ubuntu Netbooks auf den Markt bringen. Von der Version 10.10 des Linux-Betriebssystems – welches auch unter dem Codenamen Maverick Meerkat bekannt ist – gibt es spezielle Editionen für PCs sowie für Netbooks. Bisher wurde noch nicht veröffentlicht, welche dieser beiden Ausgaben auf den Eee-PCs zum Einsatz kommen werden. Das besondere an der Netbook Variante ist, dass diese eine spezialisierte Benutzeroberfläche für kleinere Bildschirme besitzt. Fest steht hingegen, dass das Betriebssystem – unabhängig von der Edition – mit einem kompletten Office-Suite sowie einer Unterstützung für Adobe Flash erhältlich sein wird. In den nächsten Monaten möchte der taiwanesische Hersteller Asus definitiv weitere Netbook Modelle mit dem Betriebssystem Ubuntu in den Handel bringen.


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