
Das die Chinesen in Sachen IT und Computer ja wahre Freaks sind, ist schon seit längerer Zeit kein Geheimnis mehr. Mit dem kommenden Projekten wird der asiatische Staat aber noch einmal alle bisherigen Grenzen sprengen. Inmitten des Landes soll in den kommenden Jahren eine ganze Stadt entstehen, die eigens zu Zwecken des Cloud Computing errichtet wird.
Unter anderem wird dort ein Mega-Rechenzentrum entstehen, welches wohl das größte der Welt sein wird. Alleine die Umsetzung dieses Rechenzentrums sorgt dafür, dass Chinas Ausgaben im IT-Bereich im zweistelligen Prozentbereich anwachsen werden.
Der gesamte Komplex, der auch ein Bürokomplex umfassen wird, erstreckt sich über sagenhafte 575998.848 m2. Dies geht aus einer aktuellen Aussendung von IBM hervor, die dieses Projekt gemeinsam mit einem chinesischen Unternehmen umsetzen werden.
Um sich die ungefähre Größe des Gebietes einen Überblick zu verschaffen, kann man sich ungefähr am Pentagon orientieren, welches nur unwesentlich größer ist. Allerdings wird es im Falle Chinas mehrere Gebäude geben, die ähnlich einem Büropark verteilt sein werden. Möglicherweise werden durch das Projekt auch kleinere Wohngebiete realisiert, um den Arbeitern einen Job dort interessant zu machen. Dennoch muss man sagen, dass es sich hierbei um eine einzigartige Sache handeln würde, da nirgendwo sonst Rechenzentren und Entwickler direkt miteinander vereint werden.
Auf jeden Fall ist China mit der Umsetzung dieses Projektes garantiert, dass die Aufmerksamkeit – zumindest für eine gewisse Zeit – in den fernen Osten gelenkt wird. Auch wenn in den USA etwa fünfmal so viel Geld für den IT-Bereich ausgegeben wird.
Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts IDC werden sich die Ausgaben Chinas im IT-Bereich im Jahr 2011 auf ungefähr 82 Milliarden geschätzt.
Diese Summe umfasst Ausgaben für Hardware, Standardsoftware und Dienstleistungen. Zum Vergleich, im Jahr 2010 waren die Ausgaben in diesem Bereich mit rund 71 Milliarden um 15,6% geringer. Zwar sind die Ausgaben der USA im IT-Bereich mit 415 Milliarden noch deutlich höher. Allerdings wird in diesem Jahr vermutlich „nur“ 5,9% mehr Geld für IT ausgegeben, als dies im Jahr 2010 der Fall war.
Auch wenn die IT-Branche in China noch nicht so gewaltig groß ist, setzen verschiedene Experten großes Vertrauen in die chinesischen Unternehmen. Dieser Ansicht ist auch Dale Sartor – Ingenieur bei US Department of Energy's Lawrence Berkeley National Laboratory – der im vergangenen Jahr bereits acht chinesische Rechenzentren begutachtet hat.
Das chinesische Unternehmen wird das das geplante Projekte gemeinsam mit IBM in der Provinz Hebei umsetzen. Dass China solch enorme Summen in den IT-Bereich investiert, hat natürlich auch für das Unternehmen IBM seine Vorteile. Laut aktuellen Prognosen könnte der Umsatz im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um über 25% gesteigert werden.
In der ersten Bauphase sollen in der Provinz Hebei insgesamt sieben tiefliegende Rechenzentren entstehen. Durch spätere Baumaßnahmen wird jedoch davon ausgegangen, dass die Größe auf insgesamt mehr als eine Million Quadratmeter anwachsen wird. Nach der Fertigstellung der ersten Bauphase sollen weitere sechs Rechenzentren – drei auf jeder Seite – gebaut werden, falls diese denn tatsächlich benötigt werden. Laut den aktuellen Plänen von IBM könnte die Cloud Computing Stadt in China im Jahre 2016 komplett aufgebaut sein.
Was die Größe dieses geplanten Rechenzentrums betrifft, wird dies weltweit auf jeden Fall die Nummer Eins werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch jenes der Firma Digital Realty Trust, welches sich in Chicago befindet, der absolute Spitzenreiter.


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