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O2 erzielte im Jahre 2010 einen erheblichen Kunden- und Umsatzwachstum

O2 erzielte im Jahre 2010 einen erheblichen Kunden- und Umsatzwachstum

Wie fast alle namhaften Unternehmen aus der Welt der Telekommunikationsbranche hat auch O2 vor kurzem ein Resümee über das vergangenen Jahr gezogen und dieses in einem Geschäftsbericht verpackt. Aus diesem Bericht können unter anderem die Umsätze, Kundenzahlen und operative Ergebnisse von Telefónica o2 Germany herausgelesen werden. In allen Bereichen darf sich das Unternehmen über ein deutliches Plus freuen. Besonders was die Mobilfunk-Kunden betrifft, konnteO2 im Vergleich zum Jahr 2009 deutlich zulegen.

Waren es Ende 2009 „nur“ rund 17 Millionen Anschlüsse, so beläuft sich diese Zahl mittlerweile schon auf über 23 Millionen. Ziemlich erfreulich erscheint da vor allem auch das vierte Quartal des letzten Jahres, in dem über 630.000 neue Anschlüsse registriert wurden. Der Großteil dieser Neukunden entfällt dabei vor allem auf den Mobilfunkbereich. 421.000 der insgesamt 630.000 Kunden stammen aus diesem Bereich und sorgten so dafür, dass O2 erstmals über 17 Millionen Mobilfunkkunden besitzt. Aktuell gehören etwas weniger als die Hälfte der Anschlüsse zu Vertragskunden.

Genauer gesagt beläuft sich diese Zahl mit 31. Dezember 2010 auf etwa 8,25 Millionen Verträge. Trotz des enormen Plus bei den Mobilfunk-Kunden war das Wachstum im Vergleich zu den anderen großen Unternehmen dieser Branche nicht wirklich größer. Die E-Plus Gruppe konnte im letzten Quartal 2010 sogar um 100.000 Neukunden mehr lukrieren als O2. Trotzdem muss das Unternehmen mit den Verläufen in diesen Bereich mehr als zufrieden sein, denn auch was die DSL-Anschlüsse betrifft, konnte ein starker Kundenzuwachs erzielt werden. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres entschieden sich 84.000 Neukunden für O2. Dadurch beträgt der Gesamtkundenbestand in diesem Segment rund 2,52 Millionen.

Eine deutliche Steigerung gab es für das Unternehmen aber auch im Bereich der Festnetzkunden. Ein Kundenzuwachs von 6 Prozent bedeutet aktuell einen Kundenstamm von 1,91 Millionen Festnetzkunden. Im Jahr 2011 wird damit höchstwahrscheinlich erstmals die zwei Millionen Schallmauer in diesem Segment fallen. Noch nicht wirklich durchsetzen konnten sich hingegen Alice Home TV. Zwar entschieden sich 9.000 Kunden für dieses Abo, dennoch beträgt die Zahl insgesamt erst 77.000.

Dennoch setzt das Unternehmen weiter große Hoffnungen in Alice Home TV, da nach Meinungen der Führungsetage das Potential in diesem Bereich noch lange nicht ausgeschöpft sein soll.  Da in allen Bereich deutliche Zuwächse bei den Kundenzahlen verzeichnet wurden, sieht es auch finanziell derzeit ziemlich gut für das Unternehmen aus. o2 Germany durfte sich im vergangen Jahr über Einnahmen in Höhe von über 4,80 Milliarden Euro freuen. Zum Vergleich:  Das Geschäftsjahr 2009 konnte das Unternehmen „nur“ mit einem Umsatz in Höhe von rund 3,48 Millionen Euro abschließen. Das erfolgreichste Quartal war dabei auf jeden Fall das vierte und letzte, hier erreichte der Umsatz sagenhafte 1,31 Milliarden Euro.

Logischerweise hat man als Mobilfunkunternehmen auch zahlreiche Ausgaben und Kosten, die von dem erzielten Umsatz abgezogen werden müssen. Dennoch braucht sich o2 Germany auf keinen Fall Sorgen über ihre Zukunft machen. Alleine aus dem Geschäftsjahr 2010 blieb ein Gewinn von über 1,1 Milliarden Euro übrig. Allerdings ist das große Plus gegenüber dem Vorjahr nicht alleine den Neukunden zu verdanken, einen großen Anteil  an dem erfolgreichen Jahr 2010 hatte auch die Übernahme des Hamburger DSL-Anbieters Hansenet. Doch auch wenn der Kauf des anderen Unternehmens nicht miteinbezogen wird, kommt man bei o2 Germany auf ein Gewinnwachstum von über 10 Prozent. Falls man unbedingt einen Punkt finden möchte, der für die Firma im vergangenen Jahr negativ verlaufen ist, dann wäre dies der durchschnittliche Umsatz pro Kunde.

Haben die Mobilfunkkunden im Jahr 2009 noch 15,60 Euro pro Monat ausgegeben, so waren es im vergangenen Jahr nur mehr 14,80 Euro.Geht es nach den Verantwortlichen des Unternehmens, müssen sich die Konkurrenten in Deutschland bald Sorgen um ihre Marktanteile machen müssen. In den nächsten Monaten soll nämlich das Surfen in LTE-Netzen möglich sein, wodurch Datenübertragungsraten erzielt werden können, die es in dieser Form noch nie gab. Ein Ansuchen – diesen Tarif auch in Großstädten anbieten zu dürfen – wurde bereits bei der Bundesnetzagentur eingereicht, ein Ergebnis wird für die kommenden Wochen erwartet. Laut Experten stehen die Chancen für o2 aber gar nicht so schlecht, dass diesem Antrag stattgegeben wird.  
o2
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28. Feb 2011, 01:00

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