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Facebook-Nutzer können künftig Selbstmordabsichten ihrer Freunde melden

Facebook-Nutzer können künftig Selbstmordabsichten ihrer Freunde melden

Selbstmordprävention durch Facebook? Wer sich dies nicht wirklich vorstellen konnte, wird nun wohl eines besseren belehrt. In Zukunft soll auf dem sozialen Netzwerk Facebook ein speziell entwickeltes System zu finden sein, welches möglicherweise den ein oder anderen Fall von Suizid verhindern soll. Nachdem das System ausreichend getestet wurde und online geht, können sich sämtliche  Facebook-Nutzer an die Moderatoren wenden, falls Bedenken bestehen, dass sich einer deren Freunde etwas antun könnte. Zur Entwicklung und Betreibung dieses nützlichen Tools haben sich die Facebook-Entwickler wertvolle Hilfe von den Samaritern geholt. Auf deren Website ist bereits ein Bericht über die Testphase dieses System zu finden, wo erklärt wurde, dass bereits zahlreiche Personen diesen Dienst in Anspruch genommen haben.

Im Detail sieht dies so aus, dass auf der Facebook Seite zukünftig ein spezielles Formular ausfüllen kann, in dem er sämtliche Informationen und Details rund um die betreffende Person preisgibt. Anschließend wird das ausgefüllte Dokument an die Moderatoren weitergeleitet.  Einige werden wohl nicht ganz verstehen, weshalb das soziale Netzwerk so einen Service einrichtet. Vor allem in den letzten Monaten ist es immer häufiger zu Zwischenfällen gekommen, wo Facebook-Nutzer über die Plattform ihre Freunde über ihre Absichten informiert hatten. In ein paar Fällen soll es sogar zum traurigen Vollzug der Ankündigung gekommen sein.   Sorgen über zu viele Spaß Meldungen hat das Unternehmen allerdings nicht. Facebook-Entwickler und Samariter Mitarbeiter gehen davon aus, dass sich kaum jemand aus Langeweile die Mühe machen wird, einen ganzen Bericht auszufüllen. Dabei muss unter anderem die genaue Adresse des betroffenen Nutzers, dessen Namen und noch einige weitere Informationen angegeben werden. 

Zwar steht das Facebook neben den Samaritern auch direkt mit der Polizei in Verbindung, allerdings  wird jedem Hinweis genauestens nachgegangen und anschließend entschieden, wie weiter vorgegangen wird. Dabei wird ein eigenes Team an Facebook-Mitarbeitern ausgewählt, welches sich künftig hauptsächlich um solche Hinweise kümmern wird. Wie Nicola Peckett – Verantwortlicher der Samariter – in einem Interview mitteilte, wird es dann ganz in den Händen der Betreuer liegen, ob die Meldung über einen geplanten Selbstmord zunächst an die Samariter oder direkt an die Polizei weitergeleitet wird. Durch die Einführung dieses Systems stärkt Facebook weiter seine eigene Unternehmensphilosophie, die besagt, dass sofort die Polizei hinzugezogen wird, sobald das Leben eines Nutzers in Gefahr ist. Inzwischen durchlief das System auch einer umfangreichen Testphase, von der die breite Masse zunächst ausgeschlossen wurde.

Dennoch gab es bereits in dieser Phase ein paar ausführliche Berichte, die von den Samaritern auf jeden Fall weiter verfolgt werden. Laut den Samaritern sei man sich hierbei sicher, dass es sich um keine Falschmeldungen handelt. Neben all den positiven Resonanzen weckt der neue Melde-Mechanismus aber auch traurige Erinnerungen an Simone Back. Wie Millionen anderer Menschen war auch diese Dame auf dem sozialen Netzwerk registriert, eines Tages postete die Engländerin dann auf ihrem Profil, dass sie sich demnächst das Leben nehmen wird. Trotz einiger Reaktionen auf diese Ankündigung fand es kein User der Mühe wert, Hilfe zu suchen. An Weihnachten 2010 machte Back dann leider ernst und nahm sich durch eine erhöhte Dosis Drogen das Leben.  Dennoch betonten die Verantwortlichen, dass das Facebook nicht spezifisch wegen des einen Todesfalles eingerichtet wird. Vielmehr soll das System dafür sorgen, dass zahlreichen Menschen wieder ins Bewusstsein gerufen wird, dass man am besten professionelle Hilfe anfordert, falls jemand im eigenen Umkreis derartige Probleme hat.  
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16. Mär 2011, 14:06

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