
Da der Computer zu den elektronischen Geräten im Haushalt zählt, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn dieser nach einigen Jahren kaputt geht. Allerdings wird der Defekt dieser Geräte in vielen Fällen unwissentlich auch von den Besitzern ausgelöst. Oft spielen in einem solchen Fall falsche Gerüchte eine trügerische Rolle, die schon seit Jahren im Internet kursieren. Zum Beispiel ist relativ häufig davon zu lesen, dass der Computer Probleme machen könnte, wenn sich im Inneren zu viel Schmutz angesammelt hat. Zwar ist gegen eine oberflächliche Reinigung des Innenlebens nichts einzuwenden, allerdings sollte man damit auch nicht übertreiben. Speziell von einer ausgiebigen Reinigung mit Wasser Seife oder gar mit dem Staubsauger ist dringend abzuraten. Damit werden die kleinsten Komponenten im Computer mehr zerstört - als ihnen durch diese Reinigung geholfen wird. Nachfolgend gibt es eine Auflistung jener Anwenderfehler, die am häufigsten von den Computer-Nutzern begangen werden.
Zur „Abkühlung“ des Computers das Gehäuse öffnen
Der Grundgedanke mag in diesem Fall ja gar nicht so falsch sein. Die Menschen sind es gewohnt, dass sämtliche Türen und Fenster geöffnet werden, sobald sich die Temperatur in einem sehr hohen Rahmen bewegt. Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch der Computer im Sommer unter der starken Hitze leidet. Dennoch sollte das Gehäuse selbst dann nicht geöffnet werden, wenn die Oberfläche des Gehäuses schon relativ warm ist. Anstatt einer Abkühlung – die von den Computer-Nutzern durch das Öffnen erreicht werden möchte – können schlimme Schäden entstehen. Die Computer-Entwickler haben die Kühlungssysteme nämlich genau so im Inneren angeordnet, dass bei geschlossenem Gehäuse eine optimale Kühlung gegeben ist. Ansonsten kommt es zu Komplikationen mit der gewöhnlichen Luftzufuhr und das Gerät neigt rasch zum Überhitzen. Wer also zu lange mit einem offenen Gehäuse arbeitet, der riskiert die Zerstörung sämtlicher Komponenten im Inneren des Computers. Sollte man sich also tatsächlich Sorgen bezüglich der Temperatur des Rechners machen, wäre es wesentlich sinnvoller, diesen für eine Weile auszuschalten und nachher einen zusätzlichen Kühler fachmännisch zu integrieren oder den bisherigen auszutauschen.
Notebooks vor der ersten Warnung an den Strom anschließen
Speziell bei Personen, die mehrere Stunden ohne Unterbrechung den Computer nutzen, ist dieses Phänomen zu beobachten. Anstatt das Gerät nach dem vollständigen Aufladen des Akkus wieder vom Strom zu trennen, bleibt dieser oftmals angeschlossen, bis der Computer wieder in den Offline-Modus versetzt wird. Viele Nutzer sind sich dabei gar nicht bewusst, dass ein solches Szenario für den Akku nicht wirklich gut ist. Sobald der Akku mit genügend Strom versorgt wurde, sollte dieser auch umgehend wieder vom Stromnetz getrennt werden. Für viele Computer-Nutzer stellt sich nun die Frage, wann das Gerät denn anschließend wieder an den Strom angeschlossen werden soll. Im Normalfall wäre es für die Batterie am besten, wenn diese eine komplette Entladung erlebt. Vor allem bei Business-Nutzern gestaltet sich dies aber ziemlich schwierig, da kaum jemand mitten beim arbeiten von einer entleerten Batterie gestoppt werden möchte. Dennoch empfiehlt es sich, mindestens bis zur ersten Warnung zu warten. Hält man sich konsequent daran, wird die Lebensdauer des Akkus deutlich länger halten, als wenn der Computer praktisch andauernd mit dem Strom verbunden ist.
Gerät im Auto lassen
Im Prinzip ist es nichts Verwerfliches, wenn man einmal versehentlich einen Gegenstand (sofern es nicht gerade der Autoschlüssel ist) im Wagen liegen lässt. Allerdings sollte speziell in den Sommermonaten darauf geachtet werden, dass nach Möglichkeit kein tragbarer Computer vergessen vergessen wird. Speziell wenn das Auto in der prallen Sonne geparkt ist, werden im Inneren oftmals Temperaturen weit über der 50 Grad Marke erreicht ( Ein römisches Dampfbad erreicht idR 45°C). Damit befinden wir uns dann bereits in einem Bereich, der für das Netbook und/oder das Notebook schädlich ist. Vom leichten ausbleichen des Gehäuses bis hin zu schweren Elektronikschäden könnte unter Umständen alles passieren.
Computer im kalten Zustand einschalten
Ähnlich wie bei zu starker Hitze, drohen auch bei eisiger Kälte durchaus Gefahren für das tragbare Gerät. Auch hier ist das Auto wieder ein sehr beliebter Ort, wo das Teil gerne einmal vergessen wird. Vor allem für den Akku des Gerätes sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oftmals schon ein Todesurteil. Aber auch abgesehen vom Akku, können beim Computer noch weitere Komponenten durch die Kälte zerstört werden. Aus diesem Grund sollte man – nachdem der Computer aus dem Auto geholt wurde – einige Zeit verstreichen lassen, bis auf den Power-Knopf gedrückt wird. Sofern zwischen der Raumtemperatur und der Temperatur des Notebooks mehr als 15 Grad Unterschied liegen, ist die Gefahr eines Kurzschlusses sehr hoch. Bei einem Kurschluss können sämtliche Bauteile im Inneren des Computers zerstört werden.
Computer-Nutzung im Bett
Viele der Netbook- oder Notebook-Besitzer wissen bestimmt, dass speziell in den Abendstunden eine Nutzung des Gerätes im kuscheligen Bett sehr angenehm sein kann. Was dabei zumeist außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass auch im eigenen Schlafgemach durchaus Gefahren lauern können. Aus diesem Grund sollte der Computer nicht auf einem Kissen oder einer Decke abgestellt werden, da ansonsten die warme Luft vom Lüfter nicht nach außen geblasen werden kann. Laptop Kühler wären da die professionelle Lösung.


Kommentare
"Im Normalfall wäre es für die Batterie am besten, wenn diese eine komplette Entladung erlebt."
-> Sagt mal, in welchem Jahrhundert lebt ihr denn? Das galt früher bei den alten Nickel-Kadmium-Akkus. Bei Lizium-Ionen-Akkus, wie sie heute fast ausschließlich verwendet werden, ist das genaue Gegenteil der Fall: Die Akkus sollten möglichst immer in einem mittleren Ladungszustand sein. Ein Komplettentladung kann einen solchen Akku sogar zerstören (habe ich selbst schon erlebt).
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