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Panasonic

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"Ein Unternehmen ist eine öffentliche Einheit der Gesellschaft. Die Mission eines Unternehmers ist es, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Es muss im Einklang mit der Gemeinschaft und der Umwelt existieren." Diese Unternehmensphilosophie formulierte Konosuke Matsushita. Er ist der Unternehmensgründer der heutigen Panasonic Corporation, die noch bis 2008 Matsushita Electric Industrial Co Ltd. hieß.

Einen kleinen Familienbetrieb, in dem Glühlampenfassungen erzeugt wurden, gründete Matsushita im Jahr 1918. Er hatte sich unter schwierigen Bedingungen ein erstes technisches Wissen angeeignet und war begeistert von der Elektrizität und den Möglichkeiten, die sie bot. Mit jedem Jahr erweiterte er die Produktpalette, stellte Arbeiter ein, baute eine Fabrik. Seine Glühlampen für Fahrräder vertrieb der Unternehmer seit 1927 unter der Marke "National" — vermutlich die erste japanische Elektronikmarke.

Heute werden Haushaltsgeräte auf dem japanischen und chinesischen Markt unter diesem Namen vertrieben. Schon wenige Jahre später ließ er Radioempfänger und Elektromotoren bauen, erprobte bereits 1939 Fernsehübertragungen. Nach 1945 begannMatsushita Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Mikrowellen zu bauen, aber auch Fernsehgeräte und Fahrräder gehörten zur Produktpalette.

Es ist bekannt, dass er als kleiner Junge bereits bei einem Fahrradhändler arbeiten musste, um seine verarmte Familie zu unterstützen. Das war schwierig für ihn, weil ihn immer das Heimweh nach seinen Eltern quälte. Dennoch soll er wegen seines Eifers oft von den Kunden gelobt worden sein. Sicher hatte die Aufnahme der Fahrradproduktion nicht nur einen nostalgischen Aspekt. Die hochwertigen Fahrräder wurden erfolgreich in die USA exportiert. Ende der 80 er Jahre wurde dieser Produktionszweig eingestellt.

Seit 1955 gibt es die Marke "PanaSonic", unter der Matsushita zunächst Lampen und Lautsprecher ins Ausland exportierte. Als weitere Marke kam 1965 "Technics" für einen weiteren Produktionszweig hinzu. Zahlreiche Entwicklungen im Bereich der Audio- und Videotechnik stärkten den Ruf als innovatives Unternehmen, Beispiele dafür sind: der Direktantrieb für Plattenspieler, der Videostandard VHS, der DVD- Standard und der Plasmabildschirm in HD- Qualität.

!989 starb der Firmengründer Matsushita, sein Unternehmen besteht fort und entwickelt sich erfolgreich weiter zu einem der ganz großen Hersteller von elektrischen Geräten und Unterhaltungselektronik. Mehr als 300.000 Mitarbeiter in der ganzen Welt tragen zu dem guten Ruf bei. Der Jahresumsatz betrug wird für das Jahr 2007 mit 86 Milliarden US Dollar angegeben. Heute gehören 540 Unternehmen zum Konzern.

Im Jahr 2008 wurde die Umbenennung des Unternehmens in "Panasonic" beschlossen. Diese Umbenennung sollte als Demonstration des Willens zu Modernisierung und Umstrukturierung verstanden werden. Im gleichen Jahr gelang Panasonic die Übernahme des japanischen Konkurrenten Sanyo. Ziel war zum einen die Erschließung neuer Geschäftsfelder für die nahe Zukunft, da sich die Nachfrage nach Plasmafernsehern rückläufig entwickelte. Als Produzent von Solarzellen und weltgrößter Hersteller von Lithium- Ionen- Batterien für Laptops und Mobiltelefone war Sanyo für Panasonic sehr interessant. Zum anderen stieg Panasonic gleichzeitig zum größten japanischen Elektronikhersteller auf. Diese Stellung hatte bis dahin Hitachi inne.

Mit der Umbenennung änderte ich auch das Börsenkürzel an der New Yorker NYSE in "PC", bis dahin war das Unternehmen international unter "MC" gelistet. Seit 1962 ist die Firma in Deutschland aktiv. In Hamburg wurde ein Vertriebsbüro für Europa etabliert, das sich sehr gut entwickelte. Hier wurde schon seit 1984 der Name Panasonic im Firmennamen geführt. Weitere Standorte folgten in kurzer Zeit. In Pfaffenhofen werden beispielsweise spezielle Relais für Industrieanlagen, Autos und diverse Elektrogeräte gefertigt und im hessischen Langen wird unter anderem an der Weiterentwicklung von mobilen Endgeräten geforscht.

Im europäischen Raum sind die Konsumgüter des Unternehmens sehr bekannt und geschätzt. Die VIERA- Plasma- TV wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Viele Fotofreunde schwören auf ihre LUMIX- Digitalkamera und DIGA- DVD- Recorder zeichnen sich durch hohe Aufnahme- und Wiedergabequalität aus. Ob Unterhaltungselektronik für das Auto oder das Heimkino, ob Elektrogerät für die Hausarbeit — die Produkte stehen für höchstes Entwicklungsniveau und gute Ausführung.

Auch für den professionellen Bereich gibt es ein breites Angebot an Projektoren, Displays, Bürogeräten und Telekommunikationsanlagen. Viele Fernsehsender auf der ganzen Welt haben sich in ihren Studios für das Angebot von Panasonic entschieden. In den Discotheken genießt die Marke "Technics" sehr hohe Wertschätzung. Aber auch im industriellen Bereich ist die japanische Firma stark vertreten. Sie bietet interessante Lösungen in der Automatisierungstechnik an für Bereiche wie die Halbleiterfertigung oder die Montage. Industrieroboter dieser Firma arbeiten in Fabriken der ganzen Welt.

Eines ist sicher, Neuigkeiten von Panasonic lassen nie lange auf sich warten. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurde eine völlig neu konzipierte Fernbedienung unter dem Namen "VIERA" präsentiert. Das ist genauer betrachtet ein Tablet- PC, der künftig als Steuerung für den Fernseher und die weiteren Geräte dienen soll. Diese Entwicklung ist ein weiterer Schritt bei der Verbindung von Fernsehen und Internet.

Wann solche Geräte in Deutschland angeboten werden, wurde nicht bekannt gegeben.
Die Panasonic Convention 2011 in London, das ist die Hausmesse des Unternehmens für Europa, steht unter dem Motto "Bringing Ideas to Life" und stellt die neuesten Trends und Entwicklungen vor. Eine ganz große Rolle spielt in diesem Jahr das Thema 3D, sei es für Fernseher, Digitalkameras oder Camcorder. Interessant dürften auch die Fernsehgeräte mit einer neuen Plasmatechnologie sein. Sie sollen eine besonders realistische Wiedergabe von Filmen gestatten. 

Für die CeBIT 2011 hat Panasonic die Vorstellung eines Farbscanners angekündigt. Er ermöglicht die schnelle Erfassung von Dokumenten und erleichtert damit das Management der wichtigen Unterlagen, wie sie in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in großer Zahl anfallen. Panasonic hat sich seit seiner Gründung vor knapp einhundert Jahren immer wieder verändert und entwickelt sich ständig weiter. An der Unternehmensphilosophie seines Gründers Matsushita wird festgehalten. "Panasonicideas for life" heißt es heute kurz und knapp.

Dabei geht es nicht nur um Ideen für neue Produkte, die das Leben angenehmer machen. Eine wichtige Rolle bei allen zu treffenden Entscheidungen spielen ökologische Aspekte. Die neuen Erzeugnisse müssen sparsam im Energieverbrauch sein, die Knappheit der Ressourcen muss bei der Materialauswahl bedacht werden und die Produktion darf die Umwelt nicht unnötig belasten. Die Ziele des Unternehmens sollen mit der globalen Umwelt verträglich sein.

Darüber hinaus sollen Umweltaktivitäten wie das Arktisprogramm des WWF unterstützt werden. Um schon den Kindern die Notwendigkeit und die Möglichkeit des Umweltschutzes zu vermitteln, werden Lehrmaterialien entwickelt und zur Verfügung gestellt. Die Unternehmenspolitik von Panasonic umfasst auch die Übernahme sozialer Verantwortung. Es sieht sich nicht nur den vielen Mitarbeitern des Unternehmens sondern der Gesellschaft insgesamt verpflichtet, weil nur im Miteinander eine erfolgreiche Entwicklung möglich ist. Damit steht es in der guten Tradition seines Gründers.

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18. Feb 2011, 14:00

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