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PayPal steht Alibaba-Kunden bald nicht mehr zur Verfügung

PayPal steht Alibaba-Kunden bald nicht mehr zur Verfügung

Die Alibaba Group – eine chinesische E-Commerce Größe – wird sich schon bald mit einem herben Verlust auseinandersetzen müssen. Künftig wird den Kunden nämlich nicht mehr die Möglichkeit geboten ihre Einkäufe via PayPal zu bezahlen. Mit diesem Schritt seitens PayPal erreicht die abgekühlte Stimmung zwischen den beiden Unternehmen einen neuen Höhepunkt. Auf der Website des Online-Bezahlsystem war in diesen Tagen ein ziemlich interessanter Eintrag zu finden, der darauf hinwies, dass mit dem 3. August 2011 die Bezahlmöglichkeit auf AliExpress eingestellt wird. Bei AliExpress handelt es sich um ein Teilgebiet der Alibaba Group, die spezielle Services für Großhandelslieferanten anbietet. Auch wenn das Verhältnis zwischen den beiden Parteien nicht immer harmonisch war, kommt der Ausstieg doch etwas überraschend.

Immerhin konnte der zu Ebay gehörende Bezahlservice in China einen Umsatzplus von rund 44 Prozent verzeichnen. In dem Blog-Beitrag wurde nur kurz angeschnitten, dass diese Entscheidung nach der Betrachtung der Unternehmenspläne und der sonstigen Partnerschaften gefallen sei. Für eine weitere Stellungnahme standen die Verantwortlichen des Unternehmens anschließend nicht mehr zur Verfügung. AliExpress‘ Gedanke hinter der Zusammenarbeit mit PayPal war eindeutig. Durch die zusätzliche Zahlungsmöglichkeit sollte den Kunden ein besonderer Service geboten werden. Die Website von AliExpress – welche in englischer Sprache gehalten ist – dient vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, die in ihrer Heimat Produkte von chinesischen Herstellern anbieten möchten.

Nach Angaben der Betreiber stammen die meisten Käufer aus den USA, Großbritannien, Australien und Brasilien. In Deutschland soll sich der Dienst von AliExpress hingegen noch nicht so richtig durchgesetzt haben. Direkt nachdem die Partnerschaft zwischen AliExpress und PayPal offiziell wurde, war auch klar, dass das chinesische E-Commerce-Unternehmen künftig auch mit dem Auktionshaus Ebay zusammenarbeiten wird. Ein ziemlich verwunderlicher Schritt, zumal die beiden Unternehmen immer als scharfe Konkurrenten gesehen wurden. Mittlerweile hat sich Alibaba zum größten E-Commerce-Unternehmen China entwickelt. Dadurch bekamen die Ambitionen Ebays – auch im ostasiatischen Raum stark zu wachsen – einen deutlichen Dämpfer.

Nach der offiziellen Bekanntgabe der Zusammenarbeit schienen die Führungsetagen beider Unternehmen sehr zufrieden mit diesem Schritt gewesen zu sein. Im Rahmen eines von Alibaba veranstaltenden Events sprachen beide Seiten davon, dass sie eine würdige Partnerschaft eingegangen haben. Alibaba ließ mit einer Stellungnahme bezüglich der PayPal-Ankündigung erwartungsgemäß nicht lange auf sich warten. Wie das Unternehmen in einer Aussendung erklärte, würde man diesen Schritt sehr bedauern. Von tiefer Trauer kann aber dennoch nicht die Rede sein. Wies Alibaba doch im gleichen Atemzug darauf hin, dass auch zukünftig verschiedene Zahlungsmöglichkeiten bei AliExpress zur Verfügung stehen sollen. 

Große Sorgen muss sich das E-Commerce-Unternehmen auch tatsächlich nicht machen, stellt Alipay doch das dominierende Online-Zahlungssystem in China dar. Allerdings steht diese Dienstleistung zurzeit unter keinem guten Stern. Demnächst wird nämlich eine Gerichtsverhandlung zwischen Alibaba und dem amerikanischen Unternehmen Yahoo – welches Anteile an Alibaba besitzt – stattfinden. Einige Experten gehen davon aus, dass sich dieser Rechtsstreit auch negativ auf die Beziehungen zwischen Alibaba und anderen amerikanischen Unternehmen auswirken könnte. Mit 43 Prozent ist Yahoo beinahe im Besitz des halben Unternehmens. Für den Suchmaschinengiganten könnten aber schon bald enorme Werteinbußen zur Realität werden. Der Alibaba Vorstand hat nämlich – ohne die Zustimmung Yahoos – das Eigentum an Alipay an ein anderes Unternehmen, welches unter der Herrschaft des Alibaba CEOs Jack Ma steht, übertragen. 
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4. Jun 2011, 23:00

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