
Aufgrund diverser Umstände musste das Marktforschungsinstitut Gartner die Vorhersage bezüglich des PC-Markt Wachstums leicht nach unten schrauben. Speziell in den ersten drei Monaten diesen Jahres entschieden sich deutlich weniger Endverbraucher als erwartet für ein neues Gerät. Ursprünglich ging man davon aus, dass der PC-Markt im Jahr 2011 um rund 10,5 Prozent wachsen wird. Selbst wenn die Verkaufszahlen in den restlichen Monaten die ursprünglichen Erwartungen erfüllen würden, wäre der angegebene Wert nicht mehr zu erreichen. Mittlerweile gehen die Experten von Gartner davon aus, dass das Wachstum 9,3 Prozent betragen wird. Sofern diese Angabe im Laufe des Jahres nicht noch ein weiteres Mal nach unten korrigiert werden muss, werden sich die weltweiten Verkaufszahlen zwischen 380 und 390 Millionen verkaufter Exemplare einordnen. Wie viele Stück dabei auf Deutschland entfallen, geht aus diesem Ausblick leider nicht hervor. Ausschlaggebend für den leichten Rückgang der Erwartungen ist vor allem das mangelnde Interesse an den sogenannten Netbooks.
Nachdem sich diese schon in früheren Jahren nicht so richtig durchsetzen konnten, haben es diese Geräte nun wegen der Tablets noch schwieriger. Dennoch sollen die Tablet-PCs nicht die primäre Ursache dafür sein, dass klassische Mobilrechner nicht mehr so gefragt sind. Die meisten Nutzer, die sich ein Tablet zulegen, sind in der Regel im Besitz von zumindest einem klassischen Mobilrechner. Obwohl prinzipiell von der Weltwirtschaftskrise kaum mehr Nachwirkungen zu spüren sind, reicht das vorhandene Kapital oftmals nicht für den Ersatz des veralteten Rechners sowie dem Neukauf eines Tablet-PCs. Viele Konsumenten entscheiden sich daher für die neumodische Erscheinung und schieben den Erwerb eines neuen PCs weiter hinaus.
In früheren Jahren war es zumeist so, dass viele Konsumenten einen klassischen Computer als zentrales Funktionsgerät verwendeten. Mittlerweile gibt es bereits einige andere Geräte – wie etwa Smartphones oder eben Tablets – mit denen teilweise die gleichen Funktionen ausgeführt werden können. Durch die immer größer werdende Auswahl an Geräten werden auch die Abstände – in denen die Konsumenten einen neuen klassischen Computer kaufen — immer größer. Nachdem hauptsächlich private Anwender immer mehr das Interesse an solchen Standardgeräten verlieren, wird das künftige Wachstum des PC-Marktes stark von den Einkäufen der Unternehmen abhängen.


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