
Nahezu jeder Computer-Nutzer stand schon einmal vor dem Problem, dass das Gerät nicht so funktioniert, wie man sich das eigentlich wünschen würde. Dennoch ist es nicht bei jeder Kleinigkeit notwendig, einen Experten zu Rate zu ziehen. Die Liste der Probleme, die so ein Computer mit sich bringen kann, scheint endlos lang zu sein. Von defekter Hardware bis hin zu Komplikationen mit dem Betriebssystem ist wirklich alles möglich. Dabei lassen sich viele Sachen von selbst in kurzer Zeit wieder beheben. Leider gibt es dennoch einige User, die – was ihre Computer Fähigkeiten betrifft – scheinbar überhaupt kein Vertrauen in sich haben.
Dabei sind die zahlreichen PC-Reparatur- und Service-Dienste nicht wirklich immer sozial und stellen ihren Kunden oft ziemlich hohe Rechnungen aus. Und das für Dinge, die ohne Probleme von Zuhause aus in ein paar Minuten bzw. Stunden erledigt werden können.
Nachfolgend haben wir ein paar Tipps zusammengefasst, wie viele Probleme mit dem PC selbst gelöst werden können. Dabei ist auch ganz klar ersichtlich, dass die teilweise astronomisch hohen Rechnungen der PC-Experten, bei solchen Unstimmigkeiten mit dem PC in keiner Relation zum Nutzen für den User stehen.
Mit der Zeit ist es eigentlich bei jedem Computer ganz normal, dass dieser an Geschwindigkeit und Leistung einbüßt. Dies kann mehrere Gründe haben und muss nicht zwangsläufig auf einen Defekt des Gerätes hindeuten. Oftmals hat dies einfach damit zu tun, dass die Dateien auf dem Gerät einfach zu ungeordnet auf der Festplatte liegen. Dieses Problem lässt sich dank spezieller Tools und Windows-Funktionen relativ rasch wieder beheben. In der Regel braucht man hier nichts anderes zu tun, als temporäre Dateien zu löschen, die Festplatte zu defragmentieren sowie die Windows Registry zu löschen. Selbst wenn äußerst viele Dateien auf der Festplatte gespeichert sind, wird der PC für gewöhnlich schon innerhalb zwei bis drei Stunden wieder laufen wie eine Eins. Wer diesen Service bei einem der PC-Service-Dienste in Anspruch nimmt, zahlt dort dafür schon einmal bis zu 100 Euro.
Um sich diese doch relativ hohe Summe zu ersparen, reichen schon wenige Mausklicks. Sowohl das Defragmentierungs-Tool sowie die Datenbereinigungsfunktion finden sich bereits vorinstalliert auf dem Windows Betriebssystem. In den neuesten Version des Betriebssystemes wird die Defragmentierung sogar automatisch einmal pro Woche durchgeführt. Nach persönlichen Belieben kann die Zeitspanne zwischen den einzelnen Defragmentierungen frei gewählt werden. Ebenso ist es zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, die Defragmentierung per Mausklick zu starten. Die entsprechende Anwendung lässt sich leicht finden, indem in der Systemsteuerung Leistungsinformationen und -tools aufgerufen wird. Dort klickt man dann auf weitere Tools, wo dann auch schon das Defragmentierungsprogramm angezeigt wird. Bei den meisten Usern ist die Freude über einen neuen Monitor oder etwaige andere Geräte, die an den PC angeschlossen werden, meist relativ groß. Wenn man dann einen Experten beauftragt, dieses Teil direkt am Computer anzuschließen, damit direkt losgelegt werden kann, kommen den meisten Menschen die Tränen, sobald sie die dafür anfallenden Kosten hören. Preise über 100 Euro sind für diesen einfachen Dienst alles andere, als eine Seltenheit. Dabei muss nichts anderes getan werden, als ein paar Kabel anzustecken und den Anweisungen bei der Installation zu folgen.
Das ist ganz klar nichts anderes als eine eindeutige Abzocke. Jeder halbwegs gesunde Mensch ist nämlich selbst in der Lage, die neue Hardware anzuschließen und anschließend zu installieren. Selbst wenn diese Arbeiten ein paar Momenten länger dauern, ist es dies immer noch eher wert, als solche Unsummen in Experten zu investieren. Mittlerweile benötigen die meisten Geräte nicht einmal mehr eine Installations-CD. Oftmals ist dies so, dass das Gerät direkt nach dem Anschließen mit der Installation startet.
Die meisten Menschen möchten – im Falle eines Computer Neukaufs – logischerweise weiter mit ihren alten Daten arbeiten können. Gott sei Dank gibt es mittlerweile spezielle Tools, wie das Windows Easy Transfer Tool, mit denen die Dateien blitzschnell auf das neue Gerät übertragen werden können. Die einzige Investition, die hier getätigt werden muss, ist das Kabel, welches für rund 20 Euro erhältlich ist. Wenn ein Händler zu Rate gezogen werden soll, sollten sich die Kosten für diesen Service aber auch nicht in einer höheren Preisklasse befinden.
Eine gute Alternative ist mittlerweile das Fragen in der unmittelbaren Umgebung oder Verwandtschaft. Dort findet sich eigentlich immer irgendwo ein computerbegeisterter Jugendlicher, der diese Arbeit bereits für ein paar Euro erledigt. Speziell als Laie kommt einem oftmals das Grauen, sobald das Gehäuse des PCs geöffnet wurde. Wer sich noch nie damit beschäftigt hat, für den könnte sogar das Tauschen der Grafikkarte zu einer wahren Lebensaufgabe werden. Selbst die dutzenden ausführlichen Anleitungen im Netz helfen in den meisten Fällen nicht sonderlich weiter, so dass sich viele User rasch dazu entschließen, diese Arbeit doch an einen Experten weiterzugeben. Bei solchen Kleinigkeiten ist es dann wirklich sinnvoller kleinere Händler zu beauftragen, da diese diesen Service meist wesentlich günstiger anbieten.
Für die unsicheren Kunden werden spezielle Services angeboten, bei denen direkt vor Ort die alte Komponente durch neue ersetzt wird. Logischerweise lassen sich dies die meisten Händler auch ziemlich gut dafür entlohnen. Besonders wenn günstigere Teile gekauft werden, ist es umso ärgerlicherer, wenn sich der Preis dann nur wegen des Aus- bzw. Einbaus gleich verdoppelt. Aber nicht nur für den Einbau, sondern auch für die Komponente an sich sollte nicht zu viel Geld berappt werden. Zum Glück gibt es mittlerweile das Internet, wo auf einem Blick überprüft werden kann, wer das gewünschte Hardwareteil am günstigsten anbietet.
Sowohl durch menschliches wie auch durch technisches Versagen ist es durchaus keine Seltenheit, dass mit einem Schlag mehrere GB für immer verloren scheinen. Sind erstmal die ganzen Daten vom PC verschwunden, so kann nur noch eine wirklich professionelle Firma dafür sorgen, dass diese Dateien doch noch wieder zum Leben erweckt werden. Diese speziellen Firmen sind ausschließlich mit der Wiederherstellung von verlorengegangenen Daten vertraut und können selbst aus abgebrannten Festplatten noch einiges herausholen.
Hört sich zwar für den ersten Moment ganz gut an, sobald die dafür fälligen Kosten genannt werden, vergeht aber den meisten Nutzern das Lachen. Summen im vierstelligen Bereich sind für solche professionellen Datenwiederherstellungen keine Seltenheit. Falls man sich dennoch dazu entschließt, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen, sollte ausschließlich auf professionelle Firmen vertraut werden. Nichts gegen den kleinen Händler von nebenan, aber dieser kann in so einem Fall auch nichts tun.
Jedoch können vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, damit der profitgeile Computerhändler gar nicht benötigt wird. Zu diesen Zwecken empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen sogenannte Back-Ups des PCs zu machen. Dadurch werden alle Dateien genauso gesichert, wie sie zum Zeitpunkt des Back-Ups auf dem Gerät zu finden sind. So lässt sich – zumindest der Großteil der Dateien – problemlos und einfach wieder herstellen. Zur Sicherung der Daten bieten einige Anwender sogenannte Cloud-Programme an, die in der Regel für einen geringen einstelligen Betrag pro Monat genutzt werden dürfen. Allemal noch besser, als seinen PC regelmäßig zu einem Händler zu bringen, der sich daran dann eine goldenes Nase verdienen würde.
Bestimmt stellen sich immer wieder User vor die Frage, ob die Investition in einen neuen Komponenten, wie eine Grafikkarte, sich tatsächlich auszahlen. Nun ja, zwar lässt sich auf diese Frage keine pauschale Antwort finden, dennoch ist dies mit potentiellen Ersatzteilen immer so eine Sache. Meistens ist das Problem vorhanden, dass der PC mit den Jahren drastisch an Wert verliert und die Anschaffung somit in keiner Relation mehr steht. Generell könnte man sagen, dass sich jede Investition, die sich im dreistelligen Bereich befindet, keinen wirklichen Sinn mehr macht. Dies hat vor allem damit zu tun, dass es neue, hochwertige Desktop-System bereits um 400 Euro zu erwerben gibt. Auch wenn der Kauf eines neuen PCs dem Geldbeutel im Augenblick vielleicht ein bisschen mehr weh tut, sollte man bedenken, dass bei einem alten Gerät jederzeit eine Hardwarekomponente den Geist aufgeben könnte.


Kommentare
registry löschen… ja ja...danach gehts wirklich schneller, da man seine Kiste direkt neu Aufsetzen darf. Doller Tipp.
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