
Vor fünf Jahren lauteten die Prognosen der Analysten, dass bis 2010 Elektronik und Software bis zu 40% des Autopreises ausmachen werden. Wie es in Wirklichkeit ausschaut ist schwer zu sagen, da die Autohersteller keine Zahlen zu den Selbstkosten herausgeben. Aber es ist davon auszugehen, dass die Zahl nahe an der Realität ist, zumindest verweist IBM bei ihrem Bericht zu den Perspektiven der Computerfirmen im Automobilsektor darauf.
Die Experten von IBM sagen, dass 1990 der Anteil der Software nicht mehr als 16% des Autopreises ausmachte. 2001 betrug der Wert schon 25% und jetzt liegt der Anteil bei 40%. Automobilelektronik ist ein Geschäftszweig mit exponentiellem Wachstum, der noch mehrere Jahre andauern wird, da die Autos immer schlauer werden. Gerade hier sind die Hersteller bemüht der Konkurrenz ein Stück voraus zu sein.
Ein durchschnittliches modernes Auto beinhaltet einen Programmcode, der aus mehreren Millionen Zeilen besteht, das ist mehr als ein Space Shuttle. In Autos der Premium-Klasse nimmt die Software ca. 1GB Speicherplatz ein.


Kommentare
Es muss auf jeden Fall nicht nur das Entertainment sein, das von der ganzen Software profitiert, sondern auch die Sicherheit. Ganz wichtig! Und ja: 4:1 für Deutschland! Einfach nur geil! :-)
1GB (wahnsinn!) ist ja fast Windows 7 :)
Schon heftig. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass die Software ja nicht für jedes Auto neu geschrieben werden muss, oder eben nur Teile des Codes angepasst werden müssen, dann erschreckt mich die 40% aber sehr.
Hatte bisher angenommen, dass der Golf 4 z.B. mit der VW Software 1.0 kommt. Spätere Baureihen bekommen dann schon ein kleines Update. Beim Golf 5 hängt man dann vielleicht bei VW 1.5. Je nach Ausstattungen werden dann noch verschiedene Module aktiviert bzw. installiert und freigeschaltet. Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, oder?
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