
Zu Beginn war das Entsetzen groß, nun scheinen sich langsam aber sicher die ersten Auswirkungen des Sony-Datenskandals abzuzeichnen. Vor nicht allzu langer Zeit gelang es Hackern aus den beiden Sony Online Netzwerken PlayStation Network und Sony Online Entertainment mehr als 100 Mio. Kundendaten in ihren Besitz zu bringen. Wie viele Nutzer in Deutschland tatsächlich von diesem Vorfall betroffen sind, kann noch nicht genau gesagt werden. Dennoch dürfte es keinen Zweifel daran geben, dass sowohl Sony wie auch der Internet-Zahlungsverkehr unter dieser Misere längere Zeit leiden werden.
Bei vielen Internet-Nutzern macht sich unterdessen auch die Angst breit, dass der Fall Sony kein Einzelfall bleibt. Im Grunde genommen könnte ein solcher Hackerangriff auch jedes andere Unternehmen treffen, welches im Internet mit Kundendaten hantiert. Meistens sind die Sicherheitsvorkehrungen nicht ganz so gut ausgeprägt, so dass sich bei intensiver Suche bestimmt Lücken finden lassen. Doch auch wenn schon vor diesem Skandal immer wieder vor diesen Gefahren im Internet gewarnt wurde, hat erst der Sony-Angriff bei vielen Bürgern ein Umdenken eingeleitet. Mittlerweile sind bereits mehr als die Hälfte der Deutschen Internet-Nutzer zu dem Entschluss gekommen, dass sie nur noch in äußerst seltenen Fällen persönliche Daten im Internet angeben werden. Immer mehr Menschen sehen nun schon generell davon ab, Zahlungen über das Internet zu tätigen.
In gewisser Weise ist es natürlich nachvollziehbar, dass in diesen Wochen die Verunsicherung und Empörung eine große Rolle spielt. Doch auch wenn die Aufregung bald weniger spürbar sein wird — der Datenskandal wird sich nicht so schnell aus dem Gedächtnis der Leute streichen lassen. Dabei wird nicht nur Sony einen wahnsinnigen Imageschaden erleiden, sondern möglicherweise den ganzen Online-Handel mit in den Schmutz ziehen. Besonders bitter kommt diese Erkenntnis aber für alle jene Internet-Nutzer, die ihre persönlichen Daten bereits bei einigen Anbietern hinterlassen haben. Denn selbst wenn dort alle Konten gelöscht werden, kann man sich leider nicht sicher sein, dass auch tatsächlich keine privaten Informationen mehr im Netz kursieren.
Deshalb empfiehlt es sich zukünftig nur noch bei Anbietern Online zu bezahlen, bei denen bereits positive Erfahrungen gemacht wurden. Doch auch dann lässt sich wohl leider nicht gänzlich ausschließen, dass Kontodaten oder andere private Details in die Hände Dritter kommen. Vor dem Datenskandal hätte nämlich auch kaum jemand erwartet, dass ausgerechnet Sony von so einem Fall betroffen sein könnte. Aber schon vor dem bekannt werden dieser schrecklichen Nachricht war Datenklau im Internet allgegenwärtig. Laut Experten soll bereits jeder Dritte Opfer von einem solchen Angriff geworden sein. In vielen Fällen bekommen die Geschädigten aber nie etwas mit. In Zukunft müssen sich sämtliche Unternehmen, die online agieren, aber auf jeden Fall etwas in Sachen Sicherheit einfallen lassen.


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