x

Einloggen

Hast du noch keinen Account? Jetzt registrieren!

Toshiba

Toshiba

 

Firmengeschichte

Toshiba ist ein weltweit bekannter japanischer Technologiekonzern, der auf eine 135jährige Geschichte zurück blicken kann. Ausgangspunkt seiner Erfolgsgeschichte war Tokio. Die japanische Hauptstadt ist bis heute der Hauptsitz des Konzerns, obwohl inzwischen Niederlassungen und Tochterunternehmen in der ganzen Welt hinzu gekommen sind. Tradition genießt in Japan immer noch einen hohen Stellenwert.

In Japan begann die Epoche der Modernisierung nach einer langen Periode der Abschottung mit der so genannten
Meiji-Restauration im Jahre 1868. Dieser politische und gesellschaftliche Umbruch war für die Entwicklung Japans zur heute bekannten Stärke auf dem weltweiten Technologiemarkt von entscheidender Bedeutung.

Wenige Jahre nach dem politischen Umbruch, der Japan von einer ständeorientierten Feudalherrschaft befreite, wurde in Tokio 1875 die erste Firma, die sich in Japan mit der Herstellung elektrischer Leuchtkörper befasste, gegründet. Es handelte sich um das Unternehmen Shibaura Seisaku-sho, aus dem später einmal das unter dem Namen Toshiba bekannt gewordene Weltunternehmen werden sollte.

Den Vorstellungen der neuen japanischen Regierung entsprechend war es erstes Ziel, das Niveau der westlichen Mächte in den Bereichen Technologie und Verwaltungstechnik zu erreichen. Dabei sollten die klassischen japanischen Wertevorstellungen wie Tradition und Achtung vor Mensch und Natur nicht außer Acht gelassen werden.

Ja, auch wenn es heute seltsam anmuten mag, in der frühen Industrialisierungsphase war der technologische Entwicklungsstand in der westlichen Wert für japanische Unternehmen ein Ziel, dass es anzustreben lohnte.

Die Firma Toshiba in der heute bekannten Form entstand durch den Zusammenschluss des bereits 1875 gegründeten Leuchtkörperherstellers mit einem in Tokio angesiedelten Werk für Starkstromkomponenten.

Im Jahre 1939, zu Zeiten des Zeiten Japanisch-Chinesischen Krieges und an der Schwelle zum Zweiten Weltkrieg, wurde aus beiden Firmen die Firma Tokyo Shibaura Denki, die schon bald unter der Abkürzung Toshiba bekannt wurde.

Nachdem auch die japanische Wirtschaft durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges erheblich in Mitleidenschafft gezogen worden war, begann in der Nachkriegszeit ein nachhaltiger Aufschwung, von dem auch Toshiba profitieren konnte.
Die allgemein gebräuchliche Abkürzungsversion des japanischen Firmennamens wurde übrigens erst in den Siebzigerjahren zur offiziellen Firmenbezeichnung erklärt.

In dieser Zeit begann das Unternehmen damit, eine weltweite Unternehmeinsstruktur aufzubauen. Einem ersten Überseestützpunkt folgten bald Firmennetzwerke in Europa, aber auch im mittlerein Osten und in Nordamerika.

In heutiger Zeit gehören 112 Niederlassungen in 40 Ländern zuToshiba. Der Hauptsitz des international agierenden Technologieherstellers befindet sich immer noch in Tokio. Das Mutterunternehmen ist in der Rechtsform der Kabushiki Gaisha (KK) organisiert, der japanischen Form einer Aktiengesellschaft. 

Die europäische Repräsentanz von Toshiba ist in Form der Toshiba Europe GmbH aufgestellt und hat ihren Hauptsitz in Neuss. Neben der Toshiba Europe GmbH verfügt der Toshiba-Konzern über eine Vielzahl weiterer notierter oder teilnotierter Tochterunternehmen auf der ganzen Welt. Der Toshiba-Konzern gilt derzeit als der siebentgrößte Hersteller von elektronischen Geräten und anderen Elektrogeräten auf der ganzen Welt.

Tätigkeitsbereich des Unternehmens
Die erklärte Stärke des Toshiba-Konzerns liegt bei seinen innovativen Entwicklungen im Bereich der Technologie. Sie verhalfen dem Konzern zu weltweiter Bekanntheit und führten zu entsprechendem wirtschaftlichen Erfolg. Der mit dem Namen Toshiba fest verbundene Slogan lautet nicht umsonst "leading innovation", was übersetzt so viel bedeutet wie "führend in Weitereintwicklung".
Die Bandbreite der Unternehmenstätigkeit ist außergewöhnlich groß.

Im täglichen Leben begegnet uns der Name Toshiba bei Klimatechnik, modernen umweltbewussten Heizmethoden mit Wärmepumpen, aber auch im Zusammenhang mit innovativer Entwicklung bei der Unterhaltungselektronik oder in der Computer- und Mobiltelefonbranche.

Vom Einzelnen weniger deutlich wahrgenommen werden die Verdienste der Toshiba-Entwickler auf dem Sektor der Kraftwerkstechnik. Nachdem die nukleare Sparte der US-amerikanischen Firma Westinghouse im Jahr 2006 als Westinghouse Electric Company LLC zu einem Konzernunternehmen der Toshiba-Gruppe wurde, übernahm Toshiba die führende Rolle auf dem Weltmarkt im Nukleargeschäftsbereich.

Toshiba bietet Betreibern von Kernkraftwerken unter dem in der westlichen Welt renommierten Namen Westinghouse hochwertige Produkte und speziell entwickelte Dienstleistungen an. Toshiba zeichnet sich insbesondere durch die nachhaltige und immer wieder von herausragendem Erfolg begleitete Arbeit der Entwicklungsabteilungen aus.

Das Unternehmen Toshiba darf sich rühmen, auf verschiedenen Technologiegebieten Pionierarbeit erbracht zu haben.
Schon im Jahr 1921, also vor dem Firmenzusammenschluss in Tokio, gelang dem japanischen Leuchtkörperhersteller, der später unter dem Namen Toshiba bekannt werden sollte, der erste bedeutende technologische Fortschritt. Es handelte sich um die erste elektrische Glühlampe mit doppelt gewickeltem Glühwendel.

Der Innovationsdrang der früheren Hersteller elektrischer Beleuchtungskörper stagnierte in Kriegszeiten. Im Jahr 1954 machten die Produktentwickler der nunmehr fusionierten Firma wieder von sich reden, indem sie den ersten japanischen Radar über einen digitalen Computer entwickelten. Es folgten Verbesserungen bei Transistor-Fernseher und Mikrowellengerät im Jahr 1959 und die Entwicklung des ersten Postleitzahlenlesegerätes im Jahr 1967.

Im Jahr 1970 präsentierte Toshiba das erste Farb-Video-Telefon auf der Welt. Wesentliche Neuerungen, die von Toshiba herausgebracht wurden, waren 1989 das erste Notebook, der erste DVD-Player 1995 und der ersten HD-DVD-Player 2006. 
Es gibt europäische Länder, in denen Notebook-Nutzer als "Toshiba-Boys" bezeichnet werden.

Weniger auffällig für den Außenstehenden war die Entwicklung eines neuartigen Prozessors für die bereits bekannte Sony-Playstation im Jahr 1999.

Neben der Entwicklung von neuartigen Produkten sind die hochklassig ausgebildeten Mitarbeiter des Toshiba-Konzerns selbstverständlich stets damit beschäftigt, bereits eingeführte Produkte weiter zu verbessern und technisch zu optimieren.
Das Ergebnis dieser Bemühungen ist immer wieder auf internationalen Funkausstellungen wie beispielsweise der jährlich in Berlin stattfindenenden IFA zu sehen.

Zur Zeit gelten die Bemühungen speziell der Technik, die dazu erforderlich ist, mehrdimensionale Bilder nicht nur auf dem Fernsehschirm genießen zu können, sondern selbst durch entsprechende Foto- und Videotechnik entsprechende Bilder und Filme anfertigen zu können. Außerdem wird seit einiger Zeit an einer Technologie gearbeitet, die es ermöglicht, mehrdimensionale Bilder in Film und Fernsehen ohne eine Spezialbrille ansehen zu können.

Auch auf dem Gebiet der mehrdimensionalen Bilder ist japanische Technik und der damit verbundene Name Toshiba wieder einmal in einer führenden Rolle anzutreffen. 

Aktuell werden darüber hinaus Fernseher entwickelt, die bis zu zwei Stunden ohne Stromversorgung auskommen können, um den anspruchsvollen Fernsehgenuss auch jenen Privilegierten in den so genannten Schwellenländern zugänglich machen zu können, die unter den landestypischen, regelmäßig wiederkehrenden Stromausfällen zu leiden haben.

Konkrete regionaltypischer Problemstellungen bei der Entwicklung von Produkten aufzugreifen entspricht dem neuen japanischen Herstellungs- und Vertriebskonzept der Lokalisation. Es kommt nicht länger darauf an, dass die Geräte auf der ganzen Welt gleich sind, sondern es kommt darauf an, dass jeder das Gerät bekommt, das am besten mit den örtlichen Anforderungen und Gegebenheiten zurechtkommt.

Eine Betrachtungsweise, die günstigere und absatzorientiertere Produktion möglich macht, wird sich schnell auch außerhalb von Japan durchsetzen.

Aufstellung des Unternehmens
Der weltweit tätige Konzern Toshiba verfügt über Niederlassungen in 40 Ländern. Nach eigenen Angaben besteht der Konzern aus 740 Unternehmen, die insgesamt 204.000 Menschen auf der ganzen Welt Beschäftigung geben. Allein die europäische Tochter Toshiba Europe GmbH beschäftigt an ihrem Geschäftssitz in Neuss und in ihrer Niederlassung in Regensburg mehr als 900 Mitarbeiter. 

Weitere Niederlassungen im europäischen Bereich findet man in Österreich, der Schweiz, in Italien, Großbritannien und Irland. Auch dort sind Arbeitskräfte aus verschiedenen Branchen, vom Vertriebsmitarbeiter über Analysten und Produktentwicklungsspezialisten bis zu Technikern tätig.

Den Arbeitnehmern in aller Welt bietet der Toshiba-Konzern eine Firmenphilosophie, die auf gegenseitige Achtung und absolute Leistungsbereitschaft setzt. Die japanische Kultur setzt Respekt, Fairness und Offenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer voraus, um das optimale Arbeitsergebnis erzielen zu können.

Die Grundsätze asiatischer Arbeitsdisziplin lassen sich nicht immer auf abendländische Betriebe übertragen.
Wie alle anderen Arbeitgeber, so hat auch der Toshiba-Konzern die rechtlichen Vorschriften der Länder zu beachten, in denen Arbeitnehmer beschäftigt werden. Die sorgfältige Einhaltung örtlicher Gesetze und Bestimmungen ist ein weiterer Grundsatz, dem sich derToshiba-Konzern verschrieben hat.

Konflikte lassen sich damit nicht immer vermeiden. Kürzlich geriet Toshiba in den Vereinigten Staaten in die Kritik, da dem Konzern Benachteiligung von Frauen bei der Vergabe von Führungs- und Managmentpositionen vorgeworfen wurde. 
In Japan selbst ist der Anteil der in verantwortlichen Positionen arbeitenden Frauen zur Zeit noch sehr viel geringer als dies dem Standard in Nordamerika entspricht.

Der weltweite Jahresumsatz, den der Konzern mit all seinen verbundenen Unternehmen erzielt, gibt Toshiba selbst mit 68 Milliarden US-Dollars an.

Aufgrund der geschickten Firmenpolitik, die auf ständige Entwicklung und fortwährende Arbeit an Innovation setzt, ist davon auszugehen, dass der Toshiba-Konzern seine Marktstellung auch in Zukunft hält und durch weitere Leistungen der Entwickler auch noch weiter ausbauen kann. 

Trotzdem kann auch ein Weltkonzern die Augen vor der weltweiten Wirtschaftskrise nicht völlig verschließen.
In der jüngsten Vergangenheit kam es auch bei Toshiba zu Umsatzeinbrüchen. Auslagerung von Arbeitsplätzen von Japan nach China waren ebenso die Folge wie ein Abbau von Arbeitsplätzen im Bereich der international tätigen Tochterunternehmen. Auch der Standort Deutschland war von Einsparungen betroffen.

Neben den Märkten der Unterhaltungselektronik und der hochwertigen technologischen Bürotechnik sind positive Entwicklungsimpulse insbesondere im Bereich umweltschonende Klimatechnik und innovative Heiztechniken mit nachwachsenden Rohstoffen zu erkennen. 

Gerade auf dem Sektor der Heizanlagen mit Wärmepumpen, die ohne Materialverlust einfach durch Nutzung vorhandener Wärmereserven aus Erde, Wasser und Luft für Heizenergie sorgen, ist Toshiba bereits mit Erfolg tätig.

Toshiba-Produkte sind nicht nur dort enthalten, wo es dem Name auf dem Gerät nach zu vermuten wäre. 
Toshiba ist als Zulieferer von Speicherkarten und Prozessoren auch am Absatz erfolgreicher Produkten, die den Namen Apple oder Sony tragen, beteiligt. Dies sichert zusätzlich zum Erfolg im eigenen Namen die wirtschaftliche Teilhabe am Erfolg der Mitbewerber auf dem Markt. Toshiba-Produkte werden uns auch in der Zukunft zur Verfügung stehen.

425 Mal gelesen
+4
19. Feb 2011, 16:00

Kommentare

(0)
RSS

Kommentieren

Fett Kursiv Unterstrichen Durchgestrichen   Link Zitieren Code
Ich bin mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.
Zukünftige Kommentare zu diesem Beitrag abonnieren (abbestellbar).
 
Bitte klicke jetzt auf den Bestätigungslink in deiner E-Mail.