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Videotelefonie auf dem Vormarsch

Videotelefonie auf dem Vormarsch

Ein neuer Trend scheint geboren. Zahlreiche neue Smartphones, Tablet PCs und sogar Fernseher, welche auf der Consumer Electronics Show (CES) vergangene Woche präsentiert wurden, sind mit Frontkameras zur Videotelefonie ausgestattet. Was sich Mobilfunkbetreiber insgeheim schon seit Jahren erhofft haben scheint nun Realität zu werden.Telefonate inklusive Videoübertragung werden vom Kunden am Markt angenommen und versprechen den Konzernen neue Absatzquellen für Daten- und Sprach-Pakete.  

Es gibt dabei nur ein Problem: Bereits jetzt sind viele Kunden genervt von den verschiedenen und untereinander nicht kompatiblem
Videotelefonie-Plattformen und -Standards. VieleTelefonhersteller legten auf der CES ihren Schwerpunkt auf Videotelefonie. Mobilfunkbetreiber stellten ihre neuen 4G-Datennetze vor, welche über die nötige Bandbreite für ungetrübten Video-Telefonie Genuss verfügen soll. „Wir hören von Netzbetreibern rund um den Globus, dass Videotelefonie der eigentliche Grund für die Einführung des 4G-Netzstandarts ist“,so Jonathan Christensen, Chef des mittlerweile hinlänglich bekannten VoIP-Riesen Skype.

Christensen führt unter anderem weiter aus, dass unter Nutzung des neuen 4G-Netzes keine Einschränkungen von mobiler Videoübertragung zu der bereits etablierten Videoübertragung am PC bestehen sollen.In Kürze erwartete 4G-Tablets wie das Samsung Galaxy Tab und das Motorola Xoom werden wohl bei ihrem Marktstart in wenigen Monaten voll lauf Skype-Kompatibilität setzen. Die Tablet-Version von Googles Betriebssystem Android vertraut auf die in Eigenregie entwickelte

Google Chat Videotelefonie-Software. Selbst im Wohnzimmer wird Videotelefonie Einzug halten. Fernsehhersteller wie Panasonic und Samsung statten aktuelle Topmodelle mit Frontkameras auf, um im Einklang mit bereits auf dem Markt befindlichen Internet-Boxen Videokonferenzen von der Couch zu ermöglichen. Fraglich wird indes sein, in welchem Umfang Videotelefonie auf mobilen Endgeräten genutzt werden wird.

Zumindest bei Markteinführung werden derartige Telefonate nicht in bestehenden Flatrates integriert sein, die großen Hersteller nehmen VoIP in ihren Vertragsbedingung explizit aus den pauschal bezahlten Inklusivleistungen aus. Der neue Netzstandart ist mit immensen Kosten verbunden – Kosten, die wohl wie gehabt der Videotelefonie-Pionier und Hightech-Freak zu zahlen hat. Letztendlich dürfte der Trend hin zur Videotelefonie nicht zu stoppen sein. Bereits jetzt werden zehn Prozent aller internationalen Ferngespräche mittels Skype abgewickelt.
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21. Jan 2011, 13:21

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