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Virus, Spyware und Malware: Was ist der Unterschied?

Virus, Spyware und Malware: Was ist der Unterschied?

Ein Grippevirus breitet sich aus, indem es Ihre Körperzellen angreift und Sie so in eine Virus-Fabrik verwandelt. Auf eine ähnliche Art und Weise wird der Computer mit Viren infiziert: Das Virus hängt sich an ein Programm und sobald Sie das Programm starten, wird auch der Virus gestartet und breitet sich im Computer aus. Fred Cohen, ein USC Forscher, definierte 1984 den Namen „Computerviren“ für alle unerwünschten Programme. Heutzutage gib es sehr viele dieser Bedrohungen und Ihr Computer ist in ständiger Gefahr. Doch dafür gibt es die Antiviren Software. 

Ein Virus startet, sobald eine infizierte CD oder Diskette an den Computer angeschlossen wird. Auch das Starten eines infizierten Programmes reicht aus, um den Virus auf dem Computer zu haben. Sobald der Virus auf Ihrem Computer ist, verbreitet er sich. Dies geschieht „leise“, also so, dass Sie es nicht bemerken. Schließlich will das Virus ja möglichst viel Schaden auf dem Computer anrichten, bevor es entdeckt wird. Viele Viren sind nur dafür da, um den Computer lahm zu legen. Doch es gibt auch andere, welche Daten klauen. Dann, die noch seltenere Art, gibt es noch eine Art von Virus, welche eine Website hacken. Dies geschieht von Ihrem Computer aus, sodass Sie dafür die Verantwortung tragen.

Würmer sind Viren sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass ein Wurm selbstständig startet. Er ist also nicht an einem Programm angehängt und startet, wenn Sie das Programm starten, sonder er startet automatisch, sobald er auf dem Computer ist. 1988 verursachte der Wurm Morris einen enormen Schaden. Morris wurde als Beweis programmiert, um zu beweisen, wie schlimm Würmer sein können. Doch der Wurm geriet außer Kontrolle und verursachte einen großen Schaden im noch jungen Internet.

Von den griechischen Mythen her kennen wir das trojanische Pferd. Krieger versteckten sich damals im Innern des Pferdes und griffen dann den Feind überraschend an. Genau gleich ist es bei einem Trojaner im Computer. Böswillige Codes werden in einem Programm versteckt, und sobald das Programm auf den Computer geladen wird, beginnen die Codes zu arbeiten. Meist sind die Codes so programmiert, dass sie eine bestimmte Aufgabe durchführen. In der Regel handelt es sich dabei um eine böswillige Aufgabe. Diese Art von Bedrohung, kommt durch unachtsames downloaden von Programmen, auf den Computer. 

Viren, Würmer und Trojaner erhalten ihren Namen durch die Art und Weise, wie sie sich ausbreiten. Andere böswillige Programme erhalten ihren Namen nach ihrem Tun. Nehmen wir das Beispiel „Spyware“. Spyware erhielt ihren Namen, durch ihr Tun. Sie spioniert Programme und Kennwörter aus oder andere private Informationen. Ein anderes Beispiel ist „Adware“. Adware lässt unerwünschte Anzeigen (meist erotische Anzeigen) aufleuchten, die normalerweise durch das Antivirenprogramm keinen Zugriff auf Ihren Computer haben. 

Rootkit Technologien haken sich ins Betriebssystem ein, um Komponenten eines böswilligen Programms zu verbergen. Wenn das Antivirusprogramm ein Systemcheck durchführt, ist Rootkit dafür zuständig, dass das böswillige Programm nicht in der Liste der Bedrohungen angezeigt wird und somit auch nicht gelöscht werden kann. 

Ein böswilliges Programm, welches dafür programmiert wurde, um unerwünschte oder schädliche Funktionen auszuführen, nennt man Malware. Diese Programme sind selbst winzig klein und kaum zu erkennen. Doch sie können einen enormen Schaden auf dem Computer anrichten. Eine Malwaresoftware ist stetig in Kontakt mit dem Programmierer und erhält von ihm laufend neue Aufträge. 
Ransomware ist ein Programm, welches Daten auf einem fremden Computer verschlüsselt und so „Lösegeld“ für das Entschlüsseln  fordert. Diese Art von Malware ist aber sehr selten, da der Täter „sichtbar“ wird, sobald er das Lösegeld haben will.

Nicht alle Antivirusprogramme sind richtige Antivirusprogramme. Einige sind Fälschungen, welche Ihrem Computer ernsthaften Schaden zufügen können. Bestenfalls sind es Programme, die Ihren Computer nicht schützen, aber auch nicht schaden. Doch im schlimmsten Fall, sind es Programme, die Ihren Computer erheblichen Schaden zufügen. Sie arbeiten viel, fordern Sie aber immer wieder zum zahlen auf, wenn Sie weiterhin Schutz vor Bedrohungen wollen. Wenn Sie zahlen, haben Sie nicht nur ihr Geld vergeudet, sondern auch Ihre Bankdaten an Dritte weitergegeben. Diese Art von Schädling kommt immer häufiger vor, da die Programme immer raffinierter sind und es unmöglich ist, sie aufzuspüren und zu sperren.

Die verschiedenen Kategorien sind nicht immer getrennt. Es kann durchaus vorkommen (was übrigens nicht selten der Fall ist), dass ein Virus sowohl als Spyware als auch als Rootkit arbeitet. Ein Scareware Programm kann auch gleichzeitig ein Trojaner sein und weitere Viren einschleusen. 

All diese Programme nennt man Malware. Alle Programme, die schädlich sind, werden als Malware bezeichnet. Um sich vor sämtlichen Malware zu schützen, ist es also unbedingt notwendig, dass Sie ein Antivirenprogramm auf dem Computer installiert haben. Hierbei sollten Sie darauf achten, wo Sie es downloaden. Eventuell empfiehlt es sich, ein Antivirusprogramm in einem Laden zu kaufen. Dann ist man sicher. 

 

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9. Feb 2011, 23:50

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