
In der jüngsten Vergangenheit dachten wohl viele Android-Nutzer, dass diese Smartphones völlig frei von Viren und Malware sind. Dies änderte sich jedoch schlagartig, nachdem vor einigen Tagen mehrere Applikationen aus dem App Store entfernt werden mussten, weil diese mit gefährlicher Malware ausgestattet waren. Diese berüchtigten Trojaner sind unter dem Namen DroidDream bekannt und können für jeden Besitzer eines Android-Handys zur wahren Katastrophe werden. Sobald diese Malware nämlich auf dem Gerät installiert ist, bekommt der Entwickler dieser schädlichen Software die totale Kontrolle über das Android Telefon. Gab es bis vor kurzer Zeit noch einige Menschen, die daran gezweifelt haben, dass Malware für mobile Geräte tatsächlich eine Bedrohung sein könnten, wurden nun durch DroidDream eines besseren belehrt.
Umso verständlicher ist es, dass nun immer mehr Android-Nutzer Angst haben, dass auch bei ihrem Android-Handy die Sicherheit gefährdet ist. Trotz der schädlichen Apps, die vor einiger Zeit entdeckt wurden, besteht aber dennoch kein Grund zur Panik. Damit sich eine solche Software nämlich auf dem Smartphone installiert, müssten zunächst bestimmte Handlungen – wie etwa die Installation von einer schädlichen Applikation – vom Anwender durchgeführt werden. Dies zeigt, dass die DroidDream Malware anspruchsvoller denn je ist.
Jon Hering – CEO eines Software-Security-Unternehmens — stellte fest, dass sich Häufigkeit und die Raffinesse der mobilen Malware deutlich erhöht hat. Diese gefährlichen Bedrohungen stahlen immer mehr private Informationen der Nutzer.
Nachfolgend haben wir fünf einfache Schritte zusammengetragen, die jeder Android Benutzer befolgen sollte, um zukünftig vor solchen Bedrohungen geschützt zu sein.
1. Beim Download von Apps auf seriöse Quellen achten
In dem Android Market tauchen in den letzten Wochen werden immer wieder Raubkopien von bereits vorhandenen Apps erstellt und diese – inklusive einer Malware – zum Download angeboten. Als aufmerksamer User sollte dies aber direkt ins Auge stechen, da es einige Merkmale gibt, an denen solche Fälschungen erkannt werden können. Im Gegensatz zu originalen Apps wird bei den gefährlichen Anwendungen immer nur das bekannte Android-Logo angezeigt. Seriöse Entwickler erstellen in der Regel spezielle Grafiken, die sich vom Rest abheben. Aber auch an den Namen lässt sich bereits erahnen, ob ein Entwickler tatsächlich diesen Namen verdient. Bei Namen wie „Kingmall2010“ oder ähnlichem, sollte besser die Finger davon gelassen werden.
2. Das eigene Smartphone mit einem Passwort absichern
Für Viele ist dies wohl die normalste Sache der Welt. Dennoch gibt es überraschend viele Nutzer, die ihr Mobiltelefon nicht mit einem persönlichen Passwort versehen. Sofern auf dem Smartphone ein Kennwort verwendet wird, kann die Gefahr vor illegalen Spionage Aktionen deutlich eindämmen. Einen noch höheren Schutz würde eine Sperrung via Fingerabdruck bieten. Auch wenn eine Sperre des Telefon keinen umfassenden Schutz gewährleistet, so ist es im Normalfall weniger schlimm, wenn man sein Smartphone beispielsweise in einem Restaurant vergisst.
3. Installieren Sie OS-Updates, sobald diese verfügbar sind
Sämtliche DroidDream Malware wird in der Regel so konzipiert, dass die Smartphone über bekannte Sicherheitslücken des Betriebssystems angegriffen werden. Bei diversen Updates, die Google veröffentlicht, werden diese Lücken meist geschlossen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sobald eine Upgrade-Benachrichtigung vorhanden ist, umgehend die neue Version zu installieren.
4. Vorsicht bei öffentlichen Wi-Fi-Netzwerken
Für viele Nutzer von mobilen Geräten gehört es mittlerweile zur Selbstverständlichkeit, sich an diversen Orten über Wi-Fi ins Internet einzuwählen. Eigentlich eine gute Sache, jedoch darf nicht vergessen werden, dass auch alle anderen Personen – darunter auch Hacker – dieses Netzwerk verwenden können. Speziell bei solchen ungeschützten Netzwerken sollte genau überlegt werden, welche Dinge im Wi-Fi erledigt werden.
5. Installieren Sie eine Mobile Security Applikation
Wenn die ersten vier Hinweise bereits befolgt wurden, ist der fünfte und letzte Tipp schon fast gar nicht mehr notwendig. Immerhin sind mobile Betriebssysteme deutlich sicherer als PC-Anwendungen. Trotzdem kann die Installation eines Sicherheits-Apps – sofern dieses aus einer seriösen Quelle stammt – nicht schaden. In der Regel werden für solche Applikationen keinerlei Kosten fällig und bieten den mobilen Geräten zusätzlichen Schutz.


Kommentare
zu 5. kann ich Lookout empfehlen ist free und man kann das handy über die HP finden und wenns geklaut ist nen Alarm auf das handy senden.
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