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Die Zukunft heißt: Unternehmen 2.0

Eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hat ergeben, dass zwei Drittel der berufstätigen Internetnutzer auch über die Bürozeiten hinaus noch per Handy oder E-Mail erreichbar sind. Sogar im Urlaub oder am Wochenende. Die einen überkommt der blanke Horror, bei der Vorstellung ständig verfügbar zu sein. Andere sehen darin eine Zunahme an Flexibilität und persönlicher Freiheit. Die neuen Kommunikationsmittel der heutigen zeit ermöglichen eine nie dagewesene Form der Zusammenarbeit, fodern aber auch gleichzeitig mehr Initiative und Eigenregie der Beschäftigten.

Sicher ist: Die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben ist durch diese neuen Techniken von Grund auf an verändert und lässt sich auch nicht mehr aufhalten. Damit beide Seiten, Arbeitnehmer – und Geber davon profitieren, müssen beide Aktiv bei der gestaltung dabei sein. Richtig eingesetzt, ensteht eine höhere Produktivität mit zugleich mehr Freiraum, Motivation und auch Zufriedenheit für jeden Einzelnen. Immer mehr neue Formen der Arbeit setzen sich in der heutigen Informationsgesellschaft durch. Es tritt die Zusammenarbeit an die Stelle der üblichen Arbeitseinteilung und statt konkreter Anweisungen von ‘Oben’, gibt es gemeinsam entwickelte Zielsetzungen. Teams organisieren sich selbst und erledigen Aufgaben und Projekte gemeinsam. Wie, das wird den Gruppen selbst überlassen.
Natürlich sind die schnellen Kommunikationsmittel wie Computer, Internet und Handy sehr hilfreich und führen dazu, dass die Arbeit nicht mehr an Orte und feste Zeiten gebunden ist. Ein Laptop beinhaltet heutzutage die gesamte Arbeit, um nicht zu sagen, das gesamte Leben eines Berufstätigen und die Flut der Informationen wird immer schneller ausgetauscht. Kurznachrichtendienste wie Twitter ermöglichen eine direkte Kommunikation und lösen zum Teil schon die E-Mail ab. Telefonkonferenzen werden durch die visuellen Möglichkeiten einer Web oder Videoübertragung abgelöst. So sparen sich die Teilnehmer das reisen und können doch, von welchem Erdteil auch immer, Präsentationen zeigen oder, dank Teamview, gemeinsam an Dokumenten arbeiten.

Viele dieser Impulse zur Veränderung, geht von den Arbeitnehmern aus. 70% der Deutschen würden sich mehr Flexibilität in ihrer Arbeit wünschen, um zumindest teilweise von zu Hause arbeiten zu können. Dahinter steht in der Regel der Wunsch, Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bekommen. Dank schneller Datenleitungen ist das Homeoffice bei vielen Bürojobs kein Problem mehr, doch die Manager sorgen sich darum, die Kontrolle über die Mitarbeiter zu verlieren. Allein die Hälfte der Büromitarbeiter nutzen das Internet am Arbeitsplatz auch für private Dinge und somit sind die Grenzen zwischen Job und Privatleben längst verwischt. Daher sollten Arbeitgeber und Nehmer klare Vereinbarungen treffen, um Probleme zu vermeiden.

Gerade die Bedürfnisse der jüngeren Generation, die schon mit Handy und Internet aufgewachsen ist, ändern sich. Sie sind es gewöhnt, schnell und direkt zu kommunizieren. Blog’s, Wikipedia, Online-Communities gehören zu ihrem Alltag. Sie erwarten ähnliche Formen der Interaktion und Zusammenarbeit auch im Arbeitsumfeld und fordern neue Möglichkeiten, damit kreativere Ideen und bessere Arbeitsergebnisse entstehen können. Ein Unternemehen 2.0, in dem alle Abteilungen zusammenarbeiten und es keine Einzelkämpfer mehr gibt. Das Team ist das höchste Gut. Solche Teams diskutieren fachliche Themen in firmeninternen Blog’s und Foren und führen Wissen zu Tage, was sonst verloren gegangen wäre. In virtuellen Arbeitsräumen organisieren solche Teams z.B. die Abstimmung von Terminen, der Zugriff auf Dokumente oder die Pflege von Kontakten. Mitarbeiter teilen so mit, woran sie gerade arbeiten, um eine schnelle Rückmeldung von Kollegen zu bekommen.

Solche Organisationsformen bringen aber auch neue Anforderungen an die Mitarbeiter mit sich. Wichtig dabei ist die Fähigkleit zur Selbststeuerung, der gute Umgang mit dem Computer, Kommunikation und Eigeninitiative und natürlich die Verlässlichkeit. Auch Teamfähigkeit und soziale Kompetenz werden immer wichtiger. Die Belohung für diese Vorraussetzungen, wird mehr Verantwortung und persönlicher Freiraum sein, was eine der Bedingungen für Zufriedenheit im Job darstellt. In vielen Unternehmen sind diese neuen Arbeitsformen bereist Realität. Der Rest sollte sich überlegen, bald zu folgen, wenn sie weiterhin Attraktiv für die Genereation 2.0 bleiben wollen.
141 Mal gelesen
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8. Mär 2010, 17:46

Kommentare

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v x
buddy 8. Mär 2010, 20:12

Das Hauptproblem bei fast allen Unternehmen ist der Generationsunterschied zwischen oberen und unteren Etagen. Meistens können die Manager mit solchen Sachen wie Twitter, Facebook usw. wenig anfangen. Daher kümmern sie sich recht wenig um diese Themen. Es braucht sicherlich noch Zeit bis der Umgang mit Web2.0 in den Firmen selbstverständlich ist.

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v x
volume 8. Mär 2010, 21:44

Es gibt ja den bekannten Spruch «publish or die». Nun gilt auch «LET publish or die» :)
Wer jetzt seinen Kopf in den Sand steckt verliert am Ende komplett den Überblick und die Angestellten werden trotztdem weiter tweeten und bloggen.


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