
Bereits seit geraumer Zeit ist es ja ein offenes Geheimnis, dass der Publisher EA und die Betreiber der Onlineplattform Steam nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen sind. Dennoch bahnt sich möglicherweise schon bald eine neue Kooperation zwischen den beiden Streithähnen an. Battlefield 3 soll nämlich schon in Kürze über die Onlineplattform Steam angeboten werden. Auch wenn es einstweilen noch keine offizielle Bestätigung seitens des Unternehmens gibt, deuten mittlerweile einige Indizien darauf hin. Der erste Hinweis ist einem aufmerksamen und neugierigen Nutzer aus dem Steam-Forum zu verdanken.
Dieser hat in den Installationsverzeichnissen der PC-Version mehrere Einträge gefunden, die auf Battlefield 3 für Steam hindeuten. Allerdings muss dies auch noch gar nichts heißen. Zwar scheinen die Verantwortlichen von EA definitiv mit diesem Gedanken gespielt zu haben, ob diese dann aber auch umgesetzt wurden ist nicht klar. Außerdem lässt der Grafikkartenhersteller Sapphire mit seiner aktuellsten Select Club-Aktion aufhorchen. Dort dürfen sich die Gewinner nämlich über einen PC-Code für Battlefield 3 freuen. An und für sich nichts Ungewöhnliches, allerdings soll dieser Code nicht wie gewohnt bei Origin sondern bei Steam einlösbar sein.Sollte Battlefield 3 tatsächlich für Steam erscheinen, dürften sich die Wogen zwischen EA und Valve wieder geglättet haben.
Der Grund für diese Auseinandersetzungen ist, dass EA mit mehreren Spielen – darunter Crysis 2 oder Dragon Age 2 — gegen die Bestimmungen von Steam verstoßen hat. Sämtliche dieser Titel inklusive Battlefield 3 werden mittlerweile über die hauseigene Electronic Arts Plattform Origin angeboten. In der jüngeren Vergangenheit wurde dennoch von beiden Seiten betont, dass die Differenzen aus dem Weg geschafft werden sollen. Dies soll dazu führen, dass EA und Valve künftig wieder gemeinsam Spiele anbieten. Möglicherweise ist Battlefield 3 für Steam ja der erste Schritt in diese Richtung.
Ein solches Szenario könnte auch damit zu tun haben, dass Origin bei vielen Kunden zuletzt auf harte Kritik gestoßen ist. Kurz nach der Veröffentlichung von Battlefield 3 für PC war Origin aufgrund der hohen Zugriffszahlen oftmals überlastet, weshalb die Aktivierung hin und wieder nicht durchführbar war. In weiterer Folge sind sowohl den Kunden wie auch den Datenschützern die Datenschutzbestimmungen des Unternehmens ein Dorn im Auge. Durch das Akzeptieren des Endbenutzer-Lizenzvertrages wird der Software nämlich erlaubt sämtliche Daten der Nutzer zu sammeln.


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