
Nutzerzahlen im achtstelligen Bereich, ein Eintrag im Guiness Buch der Rekorde für das beliebteste Multiplayer Online Rollenspiel und dennoch läuft es für die Macher von World of Warcraft momentan nicht wirklich rund. Nach dem das Spiel in den vergangenen Monaten immer wieder zu ungeahnten Höhenflügen ansetzte, nahm dieses Wachstum in der letzten Zeit immer deutlicher ab. In den letzten Quartalen meldeten sich sogar mehr Spieler von WoW ab als neue dazukamen. Dieser Trend hat sich nun auch im Zeitraum zwischen April und Juni diesen Jahres fortgesetzt. Immerhin konnte der Rückgang im Vergleich mit den Quartalen davor in Maßen gehalten werden. Bis zum Ende der aktuellen Talfahrt wird es aber wohl noch einige Zeit brauchen. Grund zur Sorge sollte bei den Verantwortlichen von Blizzard aber derzeit noch nicht bestehen.
Immerhin verfügt World of Warcraft weltweit über 11,1 Millionen Abonnenten, so viele wie sonst kein anderes Multiplayer Online-Rollenspiel. Wie der Präsident und andere hochrangige Mitarbeiter des Unternehmens anhand der letzten Quartalszahlen feststellen konnte gibt es zwei Faktoren, von denen die Entwicklung maßgeblich abhängt. Dabei bestätigte sich der Verdacht, dass das Interesse der Spieler doch deutlich abnimmt, wenn bis zur nächsten Erweiterung noch einige Monate vergehen. Steht eine solche jedoch unmittelbar vor der Tür, bewegen sich die Nutzerzahlen für einen kurzen Zeitraum sogar wieder nach oben. Eine ebenso wesentliche Rolle im Kampf um Abonnenten spielen die inhaltlichen Updates. In den Anfängen von World of Warcraft gab es oftmals nur eine kleine „Gemeinde“ innerhalb der Online-Community, die sich relativ schnell von neuen Inhalten mitreißen ließen. Heute sieht die Situation dementsprechend anders aus. Der Anspruch und die Nachfrage seien in der Vergangenheit relativ deutlich angestiegen, weshalb sich die Entwickler nun mit Hochdruck an neuen Content machen.
Mit dieser Taktik versucht das Unternehmen vor allem auch Spieler anzusprechen, die in der letzten Zeit das Interesse an World of Warcraft verloren haben. Bereits vor einigen Wochen unternahm der Konzern einen anderen Schritt, um gegen den Rückgang der Nutzerzahlen anzukämpfen. Zu diesem Zweck wurde damals die sogenannte Trial-Phase generalsaniert, so dass sämtliche interessierte Spieler ohne zeitliche Beschränkung und bis einschließlich Level 20 das Game testen können. Mit der Zahl der Neuanmeldungen zeigt sich die Führungsetage Blizzards definitiv zufrieden. Allerdings wollte man noch keine genauen Zahlen veröffentlichen, da diese angeblich erst in einigen Monaten aussagekräftig wären.
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