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Bodycount angetestet!

Bodycount angetestet!

In den letzten paar Jahren wurden unheimlich viele First-Person Shooter veröffentlicht. Es gibt mittlerweile soviele, dass selbst Ego-Shooter nun in verschiedene Kategorien unterteilt werden mussten. Mit den ganzen Vielfältigkeiten und Innovationen werden jedoch Standards gesetzt und Bodycount ist leider eines der Titel, welches nicht einmal diese erfüllt, was eine Schande ist, denn das Spiel hat definitiv Potenzial. Bevor man nun weiter geht sollte erstmal klargestellt werden, dass die Story von Bodycount zum wegwerfen ist. Man spielt einen Typen namens "Jackson", welcher Teil einer Bande von einer Organisation namens "Das Netzwerk" ist. Die Aufgabe ist es böse Menschen zu bestrafen und das der Kaugummi von gestern wird wieder mal gekaut, obwohl der Geschmack sich schon längst nicht mehr blicken lässt. 

Das lustige ist, dass die meisten Spieler an keinem Punkt des Spiels überhaupt interessieren sollte was in der Story vor sich geht und es kümmert auch keinen, was jetzt mit genau mit Jackson los ist. Sehr enttäuschend ist auch noch die allgemein bekannte Tatsache, dass in Ego Shootern ohnehin die Erwartungen an eine gute Story sehr gering sind. 

Zum Glück ist der Rest des Spiels nicht ebenfalls zum wegwerfen, denn einige Konzepte im Spiel sind interessant. Eines dieser positiven Konzepte ist die Tatsache wie die Zerstörungen dargestellt werden. Auch der Spielverlauf ist nicht ständig vorgegeben, denn in einigen Leveln darf man sich teilweise frei bewegen und die Komplettlösung würde nicht wie bei den meisten Shootern: " Alles abknallen und weiterlaufen" als Überschrift und Lösung gleichzeitig dienen. Nicht in vielen Spielen wurde auf die Details einer Zerstörung von Objekten soviel Wert gelegt. Codemasters hat es in diesem Bereich ganz gut gemacht.

Leider ist es sehr enttäuschend, dass die anderen Dinge absolut nicht so funktionieren, wie man es sich wünschen würde. Das beste Beispiel ist das Zielen. Es wird schnell deutlich was die Entwickler sich dabei gedacht haben, 2 Zieltechniken einzubauen, ob dies jedoch so sinnvoll war, stellt man dann enttäuscht in der Praxis fest. Klar ist es nett anzuhalten und in Ruhe zu zielen, jedoch nicht wenn die Kugeln bereits von allen Seiten fliegen und man so schnell wie möglich weiter muss um nicht erwischt zu werden. Läuft man also und schiesst dann, ist dies nun wieder zu ungenau und man trifft sogut wie nix. 

Es klingt zwar etwas hart, aber der wichtigste Punkt bei Ego Shootern wurde hier einfach zu wenig bis gar nicht berückstichtigt. Es wird nicht mal angedeutet, wie das System der 2 Zieltechniken überhaupt funktionieren soll. Am Ende steht man da und weiss nicht so recht, wen man nun zuerst anvisieren soll, oder ob man nicht einfach auf gut Glück los läuft und es irgendwie übersteht ohne zu schiessen, da dies sowieso nicht sonderlich gut klappt.

Das Spiel Bodycount hat auch ein „Skill Shot" System, welches mit den Fähigkeiten von Jackson harmonieren sollte. Tötet man also die Gegner in Standard Manier, so kriegt man ein wenig Punkte, tötet man diese jedoch mit dem Einsatz von verschiedenen Techniken, kriegt der liebe Jackson mehr Intelligenz und dies kann man dann abspeichern. Aktionen können miteinander kombiniert werden, sodass ein " Hinterrückstodes-überraschungs,letzter Schuss,Salto Kopfschuss" durchaus möglich wäre. Sollte man also mehrere Kunst Schüsse hintereinander abgeben, steigt auch der Punkte Multiplikator. Sollte ein Kunststückchen mal daneben gehen, so geht die Kombo wieder auf 0 – hart aber fair.

Viele der Aktionen sind keine Spieleveränderer, jedoch sind einige ganz nützlich, vor allem der Lunftangriff. Andere Fähigkeiten unseres Helden geben seinen Kugeln mehr Feuerkraft und/oder es kann mehr Schaden von Gegner absorbiert werden.
Nimmt man die Zerstörungsvielfalten heraus, sieht Bodycount optisch nicht so toll aus, wie es aussehen könnte. Es ist eher durchschnittlich von der Basis, die Spielewelt sieht jedoch ganz annehmlich aus. Sehr enttäuschend ist auch, dass die Gegner immernoch mit Spatzenhirnen (niedrige KI ) rumlaufen, ähnlich wie in vielen anderen Ballerspielen auch. Ein guter Spieler hat das Game in 5 Stunden durch und dies auf der normalen Schwierigkeitsstufe. Der Multiplayer bietet Co-op und Deathmatch, aber das haben wir in anderen Spielen schon alles gesehen und dies sogar wesentlich besser umgesetzt als hier.
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8. Sep 2011, 14:56

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