
Seit dem 03. Februar ist Dead Space 2 für den PC, die Playstation 3 und die X-Box 360 erhältlich. Und eines ist sicher: Dead Space 2 ist ein wahrlich fantastisches Spiel! Ich werde über die wirklich gruseligen Momente sprechen, die abgefahrenen Kills und darüber, wie sehr ich den inneren Konflikt des Haupt Charakters liebe. Doch Dead Space 2 ist noch viel, viel mehr als dies.
Als ich es das allererste Mal durchspielte, saß ich mit pochendem Herz und schweißgebadet vor dem heimischen Flachbildschirm, stillschweigend reflektierend über die detailverliebte, absolute grandiose Geschichte, die ich soeben erlebt habe. Anschließend habe ich sofort meinen zweiten Durchlauf gestartet und war überrascht, wie viele Dinge bei meiner ersten Reise unentdeckt geblieben sind, sodass ich nach der zweiten Partie unvermittelt ein drittes Mal begann – ja, genauso gut ist Dead Space 2.
3 lange Jahre sind seit den Geschehnissen von Dead Space 1 vergangen und noch immer kann Protagonist Isaac Clarke keine ruhige Sekunde Schlaf finden. Am Anfang des Spiels Dead Space 2 läuft er auf eine Space Station mit dem Namen „Sprawl“ und findet heraus, dass der Ort überschüttet ist von einer Ansammlung wandelnder Leichen, genannt Necromorphs. Vom ersten Augenblick an heißt es für Isaac also: Kämpfe, um zu überleben!

Und genau dies ist der Moment, indem du als Spieler die Kontrolle übernimmst. Als Isaac Clarke, ausgerüstet mit einem Plasma Cutter und einem Engineering Suit nimmst du den höchst spannenden Kampf gegen die Bestien auf, die versuchen dich zu töten. Das eigentliche Ziel des Spiels ist es, das religiöse Oberhaupt der feindlichen Massen, bekannt als den Marker, zu finden und zu töten, denn dieser ist für die prekäre Lage, in der du dich befindest, verantwortlich. Doch die Geschichte von Dead Space 2 ist nur deshalb so grandios, da du ebenso die innerliche Zerrissenheit des Haupt Charakters mitbekommst und beeinflusst.
Anders als beispielsweise Uncharted’s Nathan Drake, der tausende von Piraten töten kann, ohne den kleinsten seelischen Schaden davonzutragen, ist Isaac vollständig zerstört von den Ereignissen des originalen, ersten Teils von Dead Space. Er sah Dinge, die kein Mensch je sehen sollte, während seiner Zeit auf dem Spaceship USG Ishimura. Doch die eigentliche Problematik ist der Tod seiner Freundin, den er erleiden musste – dieser verfolgt ihn bis heute.
Isaac verliert innerhalb des Spielverlaufs von Dead Space 2 seinen Verstand. Seine Schuldgefühle bringen ihn um und genau das ist Stoff heftigen Kalibers für ein Videospiel, doch eben deshalb ist es so gut. Isaac lässt keinen anderen an sich und seine Psyche heran, ich als Spieler jedoch weiß genau, wer er ist und welche Rolle er für seine Umwelt zu spielen versucht – eine fantastische Fassade und eines der Gründe, warum Dead Space 2 so brillant ist.
Es gibt jedoch viele, viele andere Dinge die neben des seelischen Zustands Isaacs Dead Space 2 zu einem der besten Spiele der neuen Generation macht – ein weiterer Grund auf der langen Liste der positiven Sachen ist das Kampfsystem des Spiels. Es ist deutlich spannender und anspruchsvoller als in Dead Space 1, ohne dabei überladen oder kompliziert zu wirken. Du bist als Spieler in der Lage eklige Krabbelviecher unter deinem Fuß zu begraben, Monster im Nahangriff belagern, intuitiv verschiedenste Dinge via Telekinese ergreifen und zum Kampf benutzen und all dies kombiniert mit der enormen Vielfalt an Schuss- und Nahkampfwaffen ist schlicht und ergreifend Wahnsinn!
Dead Space 2 ist aus vielen Gründen der beste Horror Schocker der letzten Jahre, der es geschafft hat alle negativen Aspekte seines Vorgängers, wie beispielsweise das Faktum, dass man als Spieler oft verwirrt war und nicht wusste wohin es als nächstes zu reisen gilt. Es ist ein aktiongeladenes, schnelles und gleichzeitig wirklich gruseliges Spiel. Unter ständiger Anspannung rennst du durch die engen Korridore des Raumschiffs und musst jederzeit damit rechnen, dass Ghouls aus dem Nichts auftauchen, die es sofort zu erledigen gilt, bevor sie selbiges mit dir machen.
Ich bin mir darüber bewusst, dass linear ein meist negativer Begriff in der Spieleindustrie ist, doch ganz anders ist dies bei Dead Space 2.
Zwar führt einen das Spiel auf sehr genauem Weg durch die einzelnen Abschnitte, doch gestaltet es hierbei so interessant und abwechslungsreich, dass man den Weg, welchen der Programmierer den Spieler ganz bewusst nach seinen Vorstellungen gehen lässt, gar nicht wirklich bemerkt und sich erschreckend frei fühlt indem was man tut. Es wirkt intuitiv, obgleich es streng genommen strikt vorgegeben ist. Ich habe bereits erwähnt, dass ich das Spiel wieder und wieder gespielt habe, trotzdem betone ich noch einmal explizit, dass der Wiederspielwert gewaltig ist. Egal wie oft man es spielt, es fühlt sich immer etwas anders an, auch wenn die Story an sich die Gleiche ist. Tausende von Waffen warten darauf geupgradet zu werden und innerhalb eines Durchgangs ist dies gar nicht machbar. Ein bewusst gewähltes Faktum, welches das Spiel umso interessanter macht. Viele Fans der Serie waren etwas skeptisch nach der Ankündigung, dass das Spiel aktionlastiger sein wird als sein Vorgänger. Ich hingegen finde es absolut richtig, dass Isaac versiert im Umgang mit Waffen geworden ist. In Teil 1 war er ein Handwerker, der auf direktem Weg in die Hölle geworfen worden ist und alles verloren hat. In Teil 2 hingegen kennt er die Waffen, er kennt die Monster und er will nur eines – Rache! Er ist definitiv stärker geworden, risikofreudiger und dies merkt man auch als Spieler.
Der Schwierigkeitsgrad und die Unterschiede der einzelnen Optionen ist gut gewählt. Während der Laie und Casual Gamer das Spiel ohne Probleme durchspielen kann, ohne dabei unterfordert zu sein, so gibt es für den Hardcore Spieler den Hardcore Mode – und dieser ist wirklich sadistisch. Die Gegner sind wahnsinnig intelligent und schwer zu knacken, die Versorgung an Energie ist begrenzt, es gibt keine Checkpoints innerhalb der Level und wenn du stirbst, startet das Spiel an der Stelle deines letzten Speicherpunkts. Ach ja, und du hast nur 3 dieser Speicherpunkte zur Verfügung.
Das klingt verrückt, das ist sicherlich unfair, doch bei Gott ich will es tun!
Zusammenfassend ist Dead Space 2 mehr als nur ein Action Game – es ist mehr als nur ein Survival Horror – es ist ein Spiel, dass die wirklich persönliche Geschichte eines Mannes erzählt, den die Geschehnisse der Vergangenheit wirklich zugesetzt haben. Das alleine macht es interessant, doch die Entwickler haben es mit einem fantastischen Kampfsystem ausgestattet, gruseligen Gegner und einem gewaltigen Arsenal an Waffen und Gegenständen, die es dir erleichtern durch die schockierend detailverliebte Spielwelt zu gelangen.


Kommentare
Hallo,
ich fand den Bericht zu Dead Space 2 sehr interessant, generell waren sowohl Dead Space als auch Dead Space 2 sehr gut umgesetzte Spiele die mit ihrem cineastischen Ablauf eine angenehmen zu den OpenWorld Games bieten. Danke für die Rezensionen und Videospiele-Kritiken auf euerer Platform.
LG,
Anton
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