x

Einloggen

Hast du noch keinen Account? Jetzt registrieren!

Deus Ex: Human Revolution im Visier!

Deus Ex: Human Revolution im Visier!

Deus Ex ist eine Serie die sich selbst verkauft, indem es dem Spieler die Möglichkeiten bietet, sich in einer Welt voller Intrigen und politischen Fehlentscheidungen durchzuschlagen, bloss reicht das allein um Spieler anzulocken? Welches Game hat heutzutage schon keine miesen Schurken die bis aufs Blut bekämpft werden müssen? Viel fairer wäre es zu ergänzen, dass Deus Ex auch mit seinen detailierten Charakteren, dem bahnbrechenden Design der Spielwelt und selbstverständlich auch mit der Freiheit die dem Spieler eine Menge Möglichkeiten bietet – auf verschiedenste Weisen an das begehrte Ziel zu gelangen.

Genau diese Individualität macht es so schwer Deus Ex bewerten zu können. Man nehme als Beispiel mal die Story, welche einem zuspricht, jedoch lenkt die fürchterliche Steuerung an einer sehr wichtigen Stelle ungemein ab und man schmeisst frustriert den Controller oder die Tastatur in die Ecke. Wie fühlt sich der Spieler, wenn er wegen Unaufmerksamkeit der Programmierer in dem Spiel nicht die Freude erlangt, die ihm versprochen wird? Wird es eine gewisse Begrenzung geben die das Spiel weniger spaßig machen, jedoch unumgänglich ist um beispielsweise die Welt Option nutzen zu können? Diese und viele andere Fragen werden in den nächsten Zeilen näher unter die Lupe genommen, wenn es wieder heisst – Deus Ex: Human Revolution im Visier!

Dinge starten schnell in der Menschlichen Revolution. Man findet sich als Kopf einer Sicherheitsfirma namens Sarif Industries wieder. Adam Jensen ist der Protagonist der nun in der zukunftigen und heruntergekommenen Cyberpunk Welt für Sicherheit sorgen soll. Dieser soll Aufklärung sorgen wie es nun zwischen Mensch und Maschine steht, denn offensichtlich herrscht eine gewisse Unstimmigkeit zwischen beiden Gemütern.

Als der Kopf von revolutionären Technologien, welche es erlauben meist als Gewinner im Kampf zu glänzen, muss Sarif Industries dafür sorgen, dass Recht und Ordnung herrschen. Das Ziel der Räuber und Miesepeter im Spiel ist auch kein ungewöhnliches – für Chaos zu sorgen und Adam zu vernichten. Jensen muss also seine Fähigkeiten einsetzten um sich selber zu heilen (ohne Sarifs Technologien würde Adam schon zuanfang der Story mit Sicherheit sterben) und gegen die Gegner an zu kommen. Der Kampf verläuft also je nachdem welche Fähigkeiten gewählt wurden und wie der Spieler mit den Computerfiguren interagiert. Außerdem werden Adams Kräfte immer stärker, je nachdem welche nun upgegraded werden, ist es schwieriger oder eben einfacher sich in der Welt von Deus Ex: Human Revolution zu bewegen. Die meiste Zeit wird man das Gefühl nicht los, Adam ist eine Art Cyborg Version von Batman, bis man die Knarre ziehen muss. 

Um seine Fähigkeiten und Attribute verbessern zu können, muss man im Kampf Erfahrungpunkte sammeln, oder man findet einige der Schachteln gefüllt mit Erfahrungspunkten an schwer zu erreichenden, oder versteckten Stellen in der Welt von Deus Ex: Human Revolution. Je nachdem welche Fertigkeiten der Spieler aktiviert, kann dieser an Orte gelangen die Zugang zu solch versteckten Objekten haben – oder eben nicht.

Einige Spieler setzten auf den direkten Kampf und upgraden eben die Knarren von unserem Helden. So kann  beispielsweise der Rückschlag der jeweiligen Fernwaffe gedämpft werden, oder aber man beschränkt sich auf die Nahkampf – Fähigkeiten und verbessert z.B. den Schaden durch einen Schlag – umso weiter das Spiel jedoch fortschreitet desto unumgänglicher wird der Gebrauch beider Kampfoptionen. Nicht umsonst kommt man sich vor wie ein James Bond der Zukunft, wenn man mal wieder einige Power ups für den eigenen Helden erlangen konnte. Verbesserte Nachtsicht-, Infrarot-, oder auch Sprungkräfte gefallen dem Gamer mit Sicherheit. 
So erlangt man in den Missionen eine Menge Gadgets um mit dessen Hilfe weitere Missionen bestreiten zu können. Um die verschiedenen Möglichkeiten eine Mission zu bestehen mal vorzustellen: Der Gamer hat nun die Aufgabe unseren unerschrockenen Helden in die Polizeistation zu schleusen. So ist die Lösung der Mission nicht eine einzige, denn der Spieler kann nun entweder die Vordertüre aufbrechen und a la Terminator alles und jeden erschießen, oder er wählt die clevere Variante und hangelt sich vom Dach herunter um seines Aufgabe zu erfüllen.

Deus Ex: Human Revolution im Visier!

Diejenigen die ihre Hacking Fähigkeiten in die Höhe geschraubt haben, könnten sogar durch die Abflussrohre in die Station gelangen und per Laptop alle Daten stehlen, ohne überhaupt bemerkt zu werden. Andere upgraden ihre soziale Wortgewandheit und schleusen sich eben direkt am Türsteher vorbei, denn jeder Mensch würde eine Aufgabe anders lösen – vorausgesetzt man hat natürlich die erlernten Fähigkeiten dazu. Die Balance zwischen sinnlosem abballern und der Erkundung vom Terrain, sowie dem Einsatz von verschiedenen Fertigkeiten, machen Deus Ex: Human Revolution zu einem interessanten Game. Sieht man also zunächst die Aufgabe muss man logisch nachdenken und mit einem Klacks ist eine vorerst unschaffbare Aufgabe in Minuten erledigt – oder eben nicht.
Zunächst hört es sich so an, als wäre es schwer die " richtigen" Fähigkeiten zu aktivieren und hochzupushen.

In Wirklichkeit jedoch wird der Gamer sich schnell für die passenden Fertigkeiten entscheiden und nach einigem ausprobieren selber feststellen, wie dieser den Weg durchs Spiel meistern möchte. Die Nebenquests spielen ebenso wie die Hauptquests in der Stadt Detroit, sodass alle Missionen sich überlappen und man die Stadt näher kennenlernt wenn man an einigen Stellen mehrmals vorbeilaufen muss. Somit fängt das menschliche Gehirn nachzudenken, wo denn die nächste Abkürzung ist und plötzlich stößt man auf geheime Schächte, Eingänge oder auch Sicherheitslücken in die man sich einhacken könnte. Bedenkt man, dass die Macher des Spiels dem Gamer einige Fertigkeiten und Fähigkeiten nur zu Anfang des Spiels aufs Vorkost – Tablet legen, sollte man sich nur auf einige festlegen, damit man in genau dieser Klasse ein Meister werden kann. Es ist kein gewöhnlicher FPS Shooter wie Counter-Strike wo es genügt die Steuerung und das Zielen gut zu beherrschen, also legt man sich auf einige Fähigkeiten fest um am Ende nicht mit halber Kraft in vielen Bereichen – nichts zu erreichen.

Die meisten " Hau-drauf" Spieler werden hier wohl nicht auf ihre Kosten kommen, denn schnell wird deutlich, dass alles auf Anonymität und Unsichtbarkeit ausgelegt ist. Das soll nicht heissen, man könne nicht a la Terminator Manier die Tür auftreten und alles und jeden umballern – cool, jedoch in den meisten Fällen ineffizient und unbedacht, da mehr Gegner aus anderen Räumen nun dazu kommen und die Party plötzlich nicht mehr so sehr Spaß macht da es plötzlich einfach zuviele sind und es auch hätte einfacher gehen können. Es ist ähnlich wie im altbekannten Spiel "Metal Gear Solid", indem es ebenfalls klüger ist, die Wachen unbemerkt und schleichend um die Ecke zu bringen, damit nicht schon bald aus einem Gegner, 10 Gegner werden und man unnötigerweise mehr Leben opfern- und die Munition verschwendet werden muss. Man nutzt die Schatten und umgeht ganz einfach die Kämpfe die bereits als verloren eingestuft werden können, wenn man sich das Gebiet bereits vor den meist unüberlegten Entscheidungen anschaut. Es ist auch wichtig zu wissen, aus welcher Position man angreift und wo denn der Fluchtweg ist, bevor man schießt. 

Den nächsten R aum zu betreten, sich den Gegenstand der Begierde zu krallen und unbeschaded den Raum wieder schnurstracks zu verlassen war mal in den ersten Missionen. Es wird zunehmend komplizierter und Kameras, aufgestellte Geschütze, Alarmanlagen, Roboter und positionierte Sniper Agenten lassen der Komlexitität freien Lauf, sodass gesagt werden kann, dass es nicht so simpel sein wird ein Puzzlestück ans nächste zu heften und davon auszugehen es sei ein gemachtes Bild. Manchmal kann man sogar dafür sorgen, dass die Gegner sich gegenseitig bekriegen, frei nach dem Motto:„Wenn 2 sich streiten, freut sich der dritte." 

Diese ganzen Punkte machen das Spiel Deus Ex:Human Revolution zu einem guten Spiel, kombiniert man noch die Punkte miteinander könnte man das Game auch als grandios bezeichnen. Voller Vorfreude und Ungewissheit über die nächsten Schritte, die das Spiel mit sich bringt, begreift man schnell, dass die Missionen auf verschiedenste Weisen erledigt werden können und die eigene Taktik zu einem gewissen Unikat werden kann (Man kann mit gleichgesinnten in Foren über Taktiken und Vorgehensweisen diskutieren um so noch mehr aus seiner eigenen rauszuholen).

Leider hat das Spiel auch einige Schwächen, die ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollten. So ist die künstliche Intelligenz einiger Wachen und Gegner so niedrig, dass man es selber kaum glauben vermag. Erfahrene Spieler die bereits Splinter Cell oder das eben erwähnte MGS gespielt haben, kennen die Formel für die meisten Szenarien. Damit sind die Wachen gemeint, die immer die gleichen Stellen abtrampeln und alles imemr im selben Takt geschieht, sodass einige Schritte einfach an der Hand abgezählt werden können, ehe sie dann ganz einfach unbemerkt umgesetzt werden können. So kann eine Wache auch umgeknockt werden, sodass diese als Köder für eine andere sein kann, welche sich umgehend zu der verletzten hinbegiebt und ebenfalls ausgeknockt werden kann. An den meisten Stellen wird somit dem Realismus größtenteils der Wind aus den Segeln genommen und die KI der Gegner kann mit der von Lemmingen verglichen werden.

Ein anderer merkwürdig auffallender Punkt ist die Verteilung von Waffen und Munition auf der Karte. So kann es durchaus vorkommen, dass man zwar die Schrotflinte erlangt hat und diese auch benutzen muss – es jedoch weit und breit nur Munition für Waffen gibt, die man nicht mal besitzt. So hat man eventuell das ganze Spiel über die Munition für seine AK47 brav und fleissig aufgesammelt – mit der Hoffnung diese Knarre endlich mal finden zu können – und verzichtet dafür sogar auf andere wichtige Items die man auch gebrauchen könnte – und das Spiel ist plötzlich doch zuende. Dumm gelaufen ist es dann für den Spieler, welcher zum Beispiel am Anfang des Spiels nicht aufgepasst hat und einen wichtigen Punkt versäumt hat – der ihn wie im oberen Beispiel bis zum Ende des Spiels verfolgen wird. 

Deus Ex: Human Revolution im Visier!

Dies soll heissen, dass man sich auf höchsten 1 bis 2 Waffen konzentrieren sollte und diese mit im Gepäck rumträgt, welche Munition jedoch wann für welche Waffe gefunden werden kann bleibt jedoch ein Mysterium, welches zunächst erforscht werden muss (oder man besorgt sich eine Komplettlösung und liest diese bereits vor dem spielen durch). Es gibt immerhin die Möglichkeit bei Waffenhändlern die richtige Munition zu erlangen, jedoch braucht es dazu eine Menge Glück. Genauso jedoch wie die KI in einigen Situationen vollkommen versagt kann es auch hier zum Trauerspiel werden, denn hat man seinen Lieblingsrevolver mit den besten Upgrades aufgemotzt, kann ihn aber aufgrund von Munitionsmangel leider nicht mehr benutzen, ist man sicherlich etwas frustriert. 
Optisch macht Deus Ex einen sehr guten Eindruck, jedoch ist die Grafik nichts weltbewegendes, da der Spieler hohe 3D Auflösungen bereits aus anderen Titeln kennt und mittlerweile als Standard ansieht. Jeder Stadtteil ist zukunftsmässig beschmückt und schafft eine Cyberpunk Atmosphäre, ähnlich wie in dem Anime Film "Akira". Die meisten Gebäude sind begehbar und diese gilt es auszukundschaften und zu erforschen.

Die Audio ist ebenfalls ganz oben und die Stimmen hören sich sehr solide an, obwohl unser Adam Jensen sich manchmal teilweise wie ein billiger "Keanu Reeves" anhört – spielt man die englische Version des Games. Zusammenfassend ist Deus Ex Human Revolution ein Spiel, welches viele verschiedene Stile des  denkens widerspiegelt und in fast allen Punkten glänzen kann. Dieses Spiel ist für jeden Nörgler, welcher behauptet es gäbe in modernen Spielen kaum mehr Auswahlmöglichkeiten für den Spieler, oder genug Tiefe selber Entscheidungen fällen zu können, als auch eine unlogische Story und unpassendem Charakter. Es gibt einige Schwachstellen im Spiel, welche das Game schon langweilig erscheinen lassen können – hat man gerade schlechte Laune – jedoch kann man diese Fehlerchen verzeihen. Auf der anderen Seite gibt es alles in allem sehr wenig zu nörgeln und das Spiel kann jedem ans Herz gelegt werden – dieser Titel ist es Wert mal angezockt zu werden!

 

3755 Mal gelesen
+3
6. Sep 2011, 23:55

Kommentare

(0)
RSS

Kommentieren

Fett Kursiv Unterstrichen Durchgestrichen   Link Zitieren Code
Ich bin mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.
Zukünftige Kommentare zu diesem Beitrag abonnieren (abbestellbar).
 
Bitte klicke jetzt auf den Bestätigungslink in deiner E-Mail.