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StarCraft 2 Taktiken - Die Grundzüge des brillanten Blizzard Epos - Teil 3

StarCraft 2 Taktiken - Die Grundzüge des brillanten Blizzard Epos - Teil 3

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Im dritten Teil der Serie „StarCraft 2 Taktiken — Die Grundzüge des brillanten Blizzard Epos" wird dem Spieler wieder etwas Allgemeines näher erläutert und schließlich werden auch einige Taktiken der dritten und letzten Rasse des Strategie Knüllers — den Protoss — näher gelegt. Diese Rasse unterscheidet sich von den beiden anderen enorm — und zwar in jeder Beziehung. Wo die Zergs auf Masse setzen und die Terraner alles schön strukturiert angehen und eher defensiv angreifen, so sind die Protoss die fortschrittlichste aller Rassen. Sie haben das größte Gehirn und der Laie (jemand der nicht sc2 spielt und die Einheiten zum ersten Mal sieht) würde sie als Aliens bezeichnen, außerdem haben sie ein zusätzliches Schild, welches ihren Lebensbalken verdoppelt und die Schilde regenerieren sich sobald sie etwas beschädigt wurden.


Sie haben eine enorm fortschrittliche Technik und die Einheiten sind sehr teuer, jedoch robust und stärker als die der anderen beiden Rassen. Das Problem hierbei ist selbstverständlich die Zeit und die Technologien die dafür erforscht werden müssen. Dies gleicht die Bedingungen also wieder aus und Blizzard veröffentlicht ausserdem nahezu jeden Monat einen Patch, welcher einzelne Faktoren im Spiel verändert, sodass keine der Spezies übermächtig wird. Merkwürdigerweise findet man immernoch viele Protoss Spieler in Ligen und Turnieren in denen es für den ersten Platz beispielsweise 100.000€ zu erspielen gilt — meist auf den ersten Plätzen, sodass Blizzard nicht nur meiner Meinung nach immernoch etwas ausbalancieren sollte.

Die folgenden 3 Taktiken sollen dem angehenden Protoss Spieler nützliche Tipps vermitteln und zum denken anregen, wie man es eventuell noch besser umsetzen könnte. Außerdem werden einzelne Einheiten dem Spieler näher erklärt und allgemeine Tipps und Tricks, sowie verschiedene Varianten für die Umsetzung ergänzt. Die Tipps sind auf 1 vs 1 Matches ausgelegt, was nicht heissen soll, dass diese auch nicht gut in Mehrspielergames funktionieren können. Probieren geht über studieren und auch hier ist es eindeutig der Fall — wer besser in diesem Spiel werden will — muss praktisch aktiv werden, denn die ganzen verstandenen Takitken und Züge müssen auch gut in die Praxis umgesetzt werden können.

"Das 4 Gate"
Beim 4 Gate greift der Protoss Spieler meist um die 6 Minuten Marke an, wobei dies der beste Zeitpunkt ist, da der Gegner somit leicht überrant werden kann. Dabei ist es wichtig die richtigen Einheiten reinzuwarpen und die Warpgate Technologie zu erforschen. Einige Spieler bevorzugen es nur 3 Gates zu bauen und dazu eine Roboterfabrik anzuknüpfen um daraus Immortals (Sehr starke Bodeneinheiten die bevorzugt als Schadensabsorbierer an der Front ausgenutzt werden). In einem Beispiel der Baureihenfolge werden einige Faktoren deutlicher geschildert: Nachdem man nach der 9ten Sonde seinen Pylon (Kristallartiges Gebäude, welches benachbarte Geebäude mit "Strom" versorgt) gesetzt hat, baut man ein Gate. Je nachdem in welcher Situation man sich befindent, sollte man auf einer kleinen Karte gegen einen Zergspieler diese beiden ersten gebäude möglichst an den Eingang setzen und diesen damit zumauern. Eine kleine Spalte lässt man jedoch um seinen ersten Berserker auf diese positionieren zu können und somit die frühen Sturmangriffe aufhalten zu können. Spielt man gegen einen Terraner oder Protoss so wird empfohlen den Eingang nicht einzumauern, da diese Rassen im Gegensatz zum Zerg frühe schiessende Einheiten bauen können.

Hat man also die ersten beiden Gebäude erbaut, so muss im Anschluss dazu sofort der Kybernetik Kern errichtet werden. Gleichzeitig sollte nun bereits das Gas gesammelt werden, damit man genau 50 Gas hat sobald der Kern fertiggestellt wurde. Nun muss man die Warptortechnologie im Kern erforschen und darauf achten, dass genügend Pylonen in Abständen zueinander erbaut werden, damit man sich selbst nicht zubaut und nachher Probleme hat einzelne Einheiten aus den Lücken rauszukriegen. Nun werden die weiteren Gates erbaut und es sollten alle 4 bereits stehen sobald die Warptor Technologie erforscht wurde. Schnell werden die Gates zu Warpgates und der Proxy Pylon (Der Pylon der zum reinwarpen vor der Eingangstüre des Gegners installiert wurde, um mitten im Kampf Einheiten reinwarpen zu können) sollte bereits stehen. Nun ist genau die 6: 30 Minutenmarke angebrochen und der Gegner kann nun mit der eigenen kleinen Truppe angegriffen werden. Wichtig ist nun zu erwähnen welche Komposition die eigene Truppe ausmachen sollte. Entscheidet man sich mit Sentrys (Gaseinheiten die sehr wertvoll sind, da sie bei richtigem Einsatz viel anrichten können) zu spielen, so sollten diese bereits früh erbaut werden, damit sie genügend Zeit haben reichlich Energie aufzubauen um beim Angriff komplett agieren zu können. Dabei baut man die Sentrys dann bereits vor der Warptortechnologie um noch mehr Energie mit ihnen aufbauen zu können. Sentrys müssen auch richtig eingesetzt werden, denn die sogenannten Forcefields können eine doppelt so große Armee in 2 spalten und den Sieg bedeuten. Im Einheitenmix sollten ebenfalls Berserker (Nahkampfeinheiten, welche bevorzugt als Schadensabsorbierer genutzt werden) zu finden sein und ganz wichtig — die Stalker. Stalker sind Fernkampfeinheiten, welche den Schaden machen und von daher im Verhältniss zu den anderen überwiegen sollten. 

"Die schnellen DTs"
Dark Templar sind unsichtbare Krieger die mit ihrem Säbel enormen Schaden anrichten können. Besonders gegen die unterentwickelten Zergs sind diese Einheiten im frühen Stadium des Spiels sehr effektiv, da ein einzelner Schlag reicht um einen Arbeiter zu enthaupten und so binnen weniger Sekunden das ganze Spiel gewonnen werden kann. Eine Variante die schnellen unsichtbaren Krieger in die Gegnerbasis zu schleusen, ist es dies mit einem fliegenden "Warptransporter" (fliegendes Schiff welches nicht nur 4 Einheiten transportieren kann, sondern auch wie ein Pylon als Station zum reinwarpen genutzt werden kann) zu tun. Die Baureihenfolge wird mehr Aufschluss darüber geben können wie die Taktik zu verstehen ist. Hat man also die ersten Pylonen gebaut und steht das Gate und der kybernetik Kern, so baut man nun die Zitadelle und anschließend den Dark Shrine. Nebenher muss erwähnt werden, dass bei dieser Taktik — Gas — alles ist. So baut man bereits früh ( etwa ab dem 14ten Arbeiter ) bereits 2 Gasanlagen anstelle von einer und spart sich somit einen großen Teil an um rechtzeitig genügend Ressourcen zu haben. Andere Spieler bauen zusätzlich noch ein Warpprisma welches aus der Roboterfabrik kommt, laden 2 Dark templar ein und fliegen direkt in die Mineralienzone des Gegners. Lädt man die Dark Templars ab, so fangen diese automatisch an die Arbeiter aufzuschlitzen und man kann bei dieser Taktik nur hoffen, dass der Gegner noch keine Detektoren platziert hat, andernfalls muss man die Basis nonstop erkunden um die schnellen Dts nicht zu toten Dts zu machen. Ein weiterer Tipp ist es seine unsichtbaren Klingen zu verteilen, dass heisst man schickt beispielsweise einen über Land an die Zusatz — Basis des Gegners und den anderen über das Warpprisma in die Hauptbasis. Erst dann sollte man gleichzeitig angreifen und viele Spieler sind bereits hier sehr überfordert, da die Einheiten meist in einem großen Haufen hin und hergeschickt werden und bis dato bereits alle Arbeiter tot sind. Selbstverständlich wird man mit dieser Taktik gegen gute Spieler nicht gewinnen können, denn diese werden mit allen Mitteln versuchen die Basis zu erkunden und ist der Dark Shrine erstmal entdeckt, so baut der Gegner so schnell wie möglich Detektoren und Antieinheiten. 

Voidrays
Jeder kennt sie, die Voidrays. Das sind fliegende Schiffe, welche mit einem blauen Laserstrahl alles und jeden niedermetzeln, sofern sie sich angesammelt haben. Bei dieser "Anfängertaktik" sollte klar angemerkt werden, dass diese Technik bereits von vielen Spielern als "alt" und überholt eingestuft wird. Dennoch klappt es immer wieder und in den niederen Ligen ist diese Taktik sehr beliebt. Die Baureihenfolge wird nun genauer vermitteln, wann was zu tun ist: Stehen Pylonen, Gate und der Kybernetik Kern, sollte man schnellstmöglich ein, oder zwei Flugportale bauen. Ganz wichtig ist, dass der Gegner auf keinen Fall davon Wind bekommt, dass in einigen Minuten ein Haufen fliegender Laserspucker die Basis vernichten, also sollte man den eigenen Eingang umgehend verbarrikadieren! Spielt man gegen einen Zerg welcher auf ein Makrospiel hinaus will, so kann man sogar die ersten beiden Voidrays dazu nutzen die schnelle Zusatz — Basis des Gegners zu vernichten und eventuell sogar noch mehr Schaden anzurichten — bis hin zum Sieg. Andere Spieler bevorzugen es ab der 14ten Sonde eine versteckte zusätzliche Basis zu errichten um somit mehr Ressourcen (meist Gas) abbauen zu können. Wird die versteckte Basis jedoch rechtzeitig entdeckt, so ist auch dann mit dieser Taktik nicht viel zu holen. Hat man jedenfalls die beiden Stargates erbaut, so pumpt man aus diesen fleissig Voidrays bis man dann mit einer Flotte rausrückt. Hat der Gegner in dieser Zeit jedoch Hydralisken, oder Marines in Massen erschaffen — so hat man bereits verloren, da diese Einheiten der perfekte Konter zu den Voidrays sind. Auch hier gilt also: Wer die Basis seines Gegners ständig inspiziert und keine Ruhe gibt, ist meist auf der sicheren Seite. So bauen Terraner bevorzugt Marodeure gegen den Protoss, da diese auf dem Boden jede Einheit des Protoss schnell und effektiv ausschaltet. Diese Tatsache kann man gut dazu ausnutzen den Terraner mit 10 Voidrays oder mehr zu überraschen, denn Marodeure können nicht in die Luft schiessen und Voidrays knacken die kleinen Granatenwerfer schnell und einfach. 

Stress im Spiel
„Auf die Arbeiterproduktion achten, schnell noch die Upgrades machen und gleichzeitig auf mehreren Orten gleichzeitig attackieren!" — Das wird wohl jeder Profispieler unterschreiben. Um jedoch nicht wie ein wahnsinniger umherklicken zu müssen, sollte man unbedingt mit dem Befehl "Strg + eine beliebige Zahl" die eigenen Einheiten oder Gebäude auf eine Taste binden, sodass diese direkt verfügbar sind sobald man drauftippt. Dies ist nicht nur schneller, sondern auch wesentlich effektiver. Man soll versuchen den Gegner unter Druck zu setzen, damit dieser Fehler macht. Stresssituationen sind nicht nur im Spiel sehr unangenehm, dass weiss jeder Mensch. Baut also der Spieler fleissig seine Basis auf und lässt a la Sim City Manier alles schön perfekt blühen, so ist dies noch lange kein Stress. Daher sollte man die Harmonie so schnell wie möglich unterbinden und den Gegenüber fordern seine Routine flexibler zu gestalten. So ist Starcraft 2 nicht nur ein einfaches Spiel, sondern trainiert bestimmte Gehirnregionen mit sehr viel Stress umgehen zu können und in kürzester Zeit möglichst viele und schnelle richtige Handlungen durchzuführen. Vergleicht man es mit Schach so ist der Strategiefaktor gegeben, im direkten Vergleich jedoch kommt Schach etwas "langsam" rüber. Sollte also ein Starcraft 2 Profispieler und ein genialer Schachspieler in eine reale Situation kommen, in der es gilt schnelle und kompromisslose und wichtige Entscheidungen binnen einiger Sekunden zu treffen, so ist es sehr wahrscheinlich und logisch, dass der Sc2 Profi die bessere Wahl trifft.

Die Grafikeinstellungen 
Viele Laptops machen schlapp und auch viele Heimcomputer sind überfordert, wenn Sc2 auf hoher Auflösung gespielt wird und der Computer in den großen Schlachten anfängt zu ruckeln. Speziell für Sc2 habe ich mir sogar einen zusätzlichen Laptopkühler anschaffen müssen, der bisher bei allen anderen modernen Spielen die ich so anteste nicht benötigt wurde. Daher empfehle ich jedem Sc2 Spieler unbedingt eine zusätzliche Kühlung für das eigene Gerät. Man kann somit seine Technik schützen und somit für eine längere Lebensdauer sorgen. Mit vielen verschiedenen Programmen ist es bereits möglich die eigene Prozessorentemperatur zu messen, welche erschreckend in die Höhe schießt sobald auch nur der Introbildschirm von Sc2 läuft. Dieses Problem wird auf der ganzen Welt diskutiert und Blizzard ist sich keiner Schuld bewusst — schließlich solle man seine Technik auf dem neusten Stand halten. Sollte der Computer ständig und trotz Kühlung zu warm werden, empfiehlt es sich die Grafikeinstellungen etwas runter zu schrauben und alle anderen Anwendungen welche nicht benötigt werden zu schliessen. Somit kann gewährleistet werden, dass der Arbeitsspeicher des Computers nicht zuviel arbeiten muss und nicht überfordert wird. 

Laptop Kühler selber bauen (Do it yourself!)
Es kann viele Gründe haben, warum man sich keinen Laptop Kühler kaufen kann — Entweder ist es Sonntag und alles ist zu, man wohnt weiter weg von der Stadt, oder man hat einfach keine Lust dazu für soetwas Geld auszugeben. Daher ein kleiner Rat was man dennoch tun könnte: Ist der Geldbeutel gänzlich leer und der Pc kann nicht mehr — muss MacGyver her: Man kann sich auch selber einen einfachen und guten Laptop Kühler basteln. Dafür braucht man nur einige Dinge, welche die meisten Computerfreaks im Keller sammeln. Einen kleinen Ventilator aus dem alten Rechner kombiniert mit einer Platte mit reingeschnittenen Löchern und einem angeschlossenem alten Akku als Stromlieferant kann jeder binnen einiger Minuten selbst zusammenbasteln — so hat man immerhin 5€ gespart und der Laptop stürzt nicht dauernd an der wichtigsten Stelle im Spiel ab. Der Ventialtor sollte selbstverständlich unter die Platte montiert werden, damit die Luft direkt auf die heißen Prozessoren im Inneren des Gerätes geblasen wird und die Kühlung somit optimal funktioniert. Die Platte selbst sollte durchbohrt werden und aussehen wie ein Sieb, wobei es nicht von Bedeutung ist ob diese aus dünnem Holz, oder sogar Plastik besteht.
1658 Mal gelesen
+3
16. Sep 2011, 14:34

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