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Sword 2 - das Rollenspiel der Zukunft?

Sword 2 - das Rollenspiel der Zukunft?

Die meisten Massive Multiplayer Spiele mussten erst richtig interessant werden um den Spieler anzusprechen. Die Formel für das Genre wurde unmissverständlich und jeder der nur eines dieser Games angespielt hat, kennt das Grundprinzip: Monster töten. Die Spieler töten Monster für Erfahrungspunkte, diese leiten auf höhere Level und dies führt schließlich dazu noch größere Monster zu töten. Sword 2 macht es ähnlich aber ganz mit dem eigenen Charme. Es gibt einige interessante Funktionen zu entdecken, viel gleichgesinntes anzutreffen. Ist es aber so erfolgreich wie WOW oder andere große Mmorpgs dieses Genres? Alles hängt erst einmal vom Spieler und seinen Vorstellungen ab, jedoch sollte dieser eine Menge an Geduld und Wissensbegierde mitbringen. 

Das Spiel
Sword 2 startet wie jedes andere Game, mit einem Tutorial. Man findet sich an einem Strand wieder, das eigene Schiff ist gestrandet. Nun ist es an der Zeit die Stadt aufzusuchen, dabei wird man angegriffen, sammelt items und wird an die Steuerung sowie den Sinn des Games herangeführt. Hier beginnt schon erste Routine. 

Es handelt sich um ein Game, welches an extremer Komplexität leidet, vereint mit Aufmachung und Design – die nicht gerade überzeugen geschweige denn dem Spieler in irgendeiner Form weiterhelfen. Während der Charaktererstellung muss man sich ebenfalls einen Familien- sowie Vor- als auch Nachnamen für den Charakter aussuchen. Die Klassenbeschreibungen vermitteln schon ganz gut darüber was die Klassen können und was nicht. Wenn man das Tutorial mit dem ersten Charakter beendet hat, so fragt das Spiel dannach, ob die 2 anderen Charakter nicht auch noch ausprobiert werden wollen. Dieser teil gefällt in jedem Falle, da der Spieler sehr gut an das Game rangeführt und mit dem ganzen vertraut gemacht wird. 

Sword 2 - das Rollenspiel der Zukunft?

Das Problem besteht darin, dass es kein Tutorial dafür gibt die verschiedenen Charaktere auf einmal bedienen zu müssen –  was man spätestens bemerkt, sobald man die Hauptwelt betritt. Man wird einfach ins Wasser geworfen, genauso wie die anderen Funktionen die man von sich aus erlernen muss. Es gibt verschiedene Aufgaben zu erfüllen – einige Quests teleportieren den Spieler in Höhlen, andere lassen in die weite Welt aufbrechen um an Items ranzukommen. Dieses Spiel lässt den Spieler eine Menge Auswahl, entgegen den typisch asiatischen Mmorpgs, wo der Gamer eher furstriert aufhört da nonstop Monster getötet werden müssen und es absolut keine Auswahl gibt was getan werden kann. 

Der Kampf kann verschiedenartig gestaltet werden, da jeder der individuellen Charaktere verschiedene Aufgaben erfüllen kann und der Kampf somit sehr flexibel gestaltet werden könnte. Man kann einstellen, dass die eigenen Männchen eine defensive Haltung einnimmt und sich jedesmal verteidigt wenn ein Monster in der Nähe ist – oder eben nicht. Jede der einzigen Attacken sind auf individuelle Tasten verlegt und der Spieler kann diese beliebig verändern, die einfache Bedienbarkeit ist damit definitiv gewährleistet. Das einzigste Problemchen was aufkreuzen könnte, wäre die Erinnerung an welche Attacke was genau macht. Wenn erstmal alles einstudiert wurde und jede einzelne Fähigkeit erlernt wurde (vom Spieler) hat man eine kleine kontrollierte Gruppe, welche sich mit dem Gamer als Kopf an alle Situationen anpassen- und somit die Situationen gut unter Kontrolle bringen kann. Selbstverständlich ist dies immer Klassenabhängig und dies beeinflusst sowohl Zusammenspiel als auch Effizienz der Gruppe insgesamt.  

Sword 2 - das Rollenspiel der Zukunft?

Diese Komplexität aus verschiedenen Möglichkeiten ist gut zu vergleichen mit dem World Wide Web, wo man gar nicht weiss, wo man denn nun eigentlich anfangen sollte. Während in anderen Rollenspielen Cheats, mit denen die eigenen Charakter automatisch nonstop auf Monster eindräschen um stärker zu werden bestraft werden, wird man in Sword 2 mit einem Cheat ausgestattet. So ist es möglich die Charaktere a la afk hochzupushen. Somit wird die Suche nach "Übeltätetern" im Spiel total überflüssig, weil ja nun alle cheaten. Nun grinst der Admin und braucht keinen Finger mehr krumm zu machen. Somit kann man seine Charaktere schnell und einfach hochleveln und stark zu machen ohne überhaupt Fleiss und Mühe zu investieren, was viele Fans von " echten " Mmorpgs ziemlich schockieren wird. Sword 2 bietet ausserdem auch ein politisches PVP (Person versus Person) System, welches bei höheren Leveln zu einem ganz interessantem Aspekt beiträgt – Soziales Verhalten an welchem auch festgehalten werden soll. So wird demokratisch abgestimmt was nun genau entschieden wird.

Grafik und Sound
Optisch macht das Game einen sehr guten Eindruck und es ist immer wieder erfreulich zu hören, wie Entwickler mit kontinuierlichem Aufwand ihr Wunderwerk kostenlos an den gesamten Planeten zur Verfügung stellen. Manche Objekte haben sehr viele Details und dies kann nicht jedes System ab. Mit hohen Auflösungen können dieses Spiel wohl nur die modernsten Rechner flüssig halten, da soviel los ist, dass es ruckeln kann.  

Zum Sound gibt es nicht viel zu sagen. Es ist einfach nur unglaublich, was in dem Kopf vorging der die Soundtracks für dieses Spiel auserwählt und/oder komponiert hat. Aus einem bestimmten und verborgenem Grund gibt es im Spiel Europäische Musik gemixt mit Techno Beats. In einer Minute schiesst man auf eine Riesenspinne zu klassischem Klang einer Geige und schläft fast ein, plötzlich erklingen Techno Beats a la Dr. Oizo und man denkt sich was denn jetzt los ist. Klar ist es zunächst etwas verwirrend, jedoch ganz interessant und innovativ – ein Entwicklerteam traut sich da was.
1808 Mal gelesen
+3
7. Sep 2011, 22:30

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