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Videospiele im Wandel der Zeit

Es ist noch gar nicht lange her, da vertrieben -zig Leute ihre Zeit mit Pacman, Bomberman und co.
Heute ist 3D angesagt, doch wie entwickelten sich die Videospiele eigendlich?

Begebt euch mit mir doch einfach auf eine kleine Reise auf dem Zeitstrahl. =)

Das erste Computerspiel
1946, wird das erste Computerspiel von T. Goldsmith Jr. und Estle Ray Mann entwickelt.
Anscheind hat es sich hierbei um eine Raketensimulation gehandelt.
Genannt wurde dieses Spiel "Cathode Ray Tube Amusement Device".

Videospiele im Wandel der Zeit
Bildquelle: rockspage.de

Weiter gehts mit Tic-Tac-Toe, auch bekannt unter dem namen OXO, es wurde 1952 veröffentlicht und war als Einzelspieler-Version verfügbar. Außerdem war es das erste grafische Computerspiel. Bedient wurde es mit einer Wählscheibe — wie man sie von alten Telefonen kennt — und der Tastatur.

Videospiele im Wandel der Zeit
Bildquelle: Pongmuseum.com

Doch auch das erst Mehr- bzw. Zweispieler-Spiel lies nicht lange auf sich warten. 1958 entwickelte der Physiker William Higinbotham das sogenannte Tennis for Two, Vorgänger des bekannten Pongs.
Gebaut hatte Higinbotham das ganze aus einem 5 Zoll großen Oszilloskop und einem Analogcomputer.
Das gesamte Gerät hatte eine Breite von 5 Metern.
Gesteuert wurde mit einem kleinen Kasten, welcher mit einem Knauf zum Steuern der des Abprall-Winkels und einem Knopf zum Abschlagen des Balles beinhaltete.

Bis 1969 wurden einige weitere Computer- bzw. Videospiele entwickelt:

Ein sehr bekanntes zum Beispiel ist Spacewar! von Steve Russell. Dabei ging es darum gegnerischen Raumschiffen den Garaus zu machen oder ihn dazu zu bringen in die tödliche Sonne zu fliegen, bevor der Andere es schafft. Das war 1961.

Videospiele im Wandel der Zeit
Bildquelle: neatorama.cachefly.net
1968 hat Ralph Bear angefangen die erste Spielkonsole zu bauen, die Magnavox Odyssey.
Spielbereit war sie allerdings erst 1972.

Zu kaufen hab es diese 1972 für rund 100 US-Dollar, im Vergleich zu den heutigen Preisen recht günstig, im Vergleich zur Leistung hingegen wahrscheinlich total übertrieben. ;)
Heute wäre die Magnavox Odyssey allerdings bestimmt einiges für Sammler wert.
Eine genaue Anzahl der verkauften Geräte gibt es nicht, sie schwankt zwischen 100.000 und 360.000.
In Deutschland sollen "nur" 10.000 Produkte verkauft worden sein.

Die Magnavox Odyssey verfügte weder über Arbeitsspeicher noch über eine CPU.
Einerseits war die Technik früher noch nicht so weit, außerdem wollte man Geld sparen und baute mithilfe von Schaltkreisen und nur 40 Transistoren das Gerät zusammen.
Diese konnten nur wenige weiße Punkte auf einem schwarzen Hintergrund anzeigen, daher musste vor Spielbeginn eine Plastikfolie mit entsprechendem Spielfeld aufgelegt werden.

Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich Videospiele immer weiter und wurden auch auf die heute bekannten Spielautomaten gebracht. Anders als heute standen diese allerdings auch mal in Supermärkten — also auch für Kinder — rum. Ein Spiel kostete rund eine Mark.

Es schien alles perfekt zu sein, doch dann der "Video Game Crash".
Es kam was kommen musste: Es gab so viele, teils auch so schlechte Videospiele, dass der ganze Markt überschwämmt war. Teilweise verlangten Spielehersteller zu viel Geld für ihre Spiele, und durch die Softwarepiraterie nahmen Firmen weniger Geld ein.
So sank der Gewinn der Videospielbranche von 3 Mrd. Dollar auf schlappe 100 Mio. Dollar

1983 erkannte Japan — welches aufgrund des niedrigen Anteils an Spielen weniger unter dem Video Game Crash litt — das Potential und entwickelte die Nintendos. Zuert auf 8-Bit Systemen, welche Anfangs nicht recht Anklang fanden, doch später zu einem großen Hit geworden sind.
Super Mario, welches im Vergleich zu den anderen Spielen viel komplexer war stürmte die Herzen vieler vieler Menschen.
Dieser Zeitpunkt wird als Start einer neuen Ära der Videospiele bezeichnet.

Videospiele im Wandel der Zeit
Bildquelle: computerbase.de

1989 wurde der Gameboy, zusammen mit dem Atari Lynx, als erste, sogenannte HandHeld-Konsole herausgegeben.

In den 90ern war es dann soweit:
Die 16-Bit Super Nintendo Entertainment System (SNES) waren exterm beliebt, bessere Grafik und besseren Sound als zuvor.

Gegen 1995 wurde dann ein mehr oder weniger einheitliches Medium der Datenträger der Spiele erschafften. Die CD-ROM zum Beispiel.

Aus 2D wird 3D:
Ebenfalls gegen 1995 wurden die 2D-Welten mithilfe der Playstation, des Sega Saturns und der später veröffentlichten Nintendo 64 durch 3D-Welten ersetzt.
(Für den PC gab es auch 3D-Beschleuniger, allerdings waren sie nicht so berühmt.)

Es dauerte nicht lange, da wurden schon die ersten netzwerkfähigen Spiele hergestellt.
Die Playstation war allerdings auf 2, die Nintendo 64 auf 4 und lediglich der PC auf meist über 10 Spieler begrenzt.
Beim PC kommt es da natürlich auf das Spiel an.

Später folgten die Playstation 2, der GameCube und die Xbox.
Die Konsole von Sega konnte nicht mehr mit halten, und so entschloss Sega sich aus der Hardware rauszuhalten und sich ganz auf Software zu konzentrieren.

2005 erschien der Nachfolger der Xbox, die Xbox 360, 2006 die Nintendo Wii und 2006 (In Europa erst 2007) schließlich die Playstation 3.

Die gute alte Zeit. ich selbst habe auch noch einige Konsolen zuhause.
Wie sieht's mit euch aus, besitz ihr noch irgend etwas "Antikes"?

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11. Mai 2010, 18:22

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