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Zivilisten töten zum Spaß : Battlefield 3

Zivilisten töten zum Spaß : Battlefield 3

Jawohl, die Überschrift sagt es bereits und haut den Nagel auf den Kopf. Die Rede ist von faustballenden Politikern und zähneknirschenden Eltern, die einfach zuviel Freizeit haben und der Frust sich wegen Gewaltszenen staut. Es wird wieder kritisiert was das Zeug hält, schließlich ist es in gewisser Weise tatsächlich erschreckend, wie realistisch einige Ego-Shooter heutzutage geworden sind. Vor einigen Jahren machte Call of Duty: Modern Warfare 2 bereits Schlagzeilen mit seinem " No Russian" level. Dieser hat es nämlich zugelassen, in einem Flughafen auf unschuldige Zivilisten zu schiessen. Dies ist selbstverständlich nicht gerade die feine Englische Art, obwohl es nur ein Spiel ist. Nun sorgte ein weiterer und aktueller Titel für Tohuwabohu in der Medienwelt. Battlefield 3 Entwickler und Produzent Patrick Bach hat sich zu diesem Szenario wie folgt geäußert: „Wenn man den Spieler vor die Entscheidung stellt, ob er gute oder böse Entscheidungen wählen soll, wählt er in den meisten Fällen die böse. Ganz einfach, weil man dafür nicht geschnappt werden kann, da es irreal ist was auf den Geräten in HD geschieht.

Nehme man mal an in einem Spiel, indem es etwas authentischer zugeht und der Spieler die Wahl hätte ein Kind zu erschießen, was würde dann genau passieren? Dies ist wieder eine einfach zu beantwortende Frage — laut Bach. Der Spieler würde das Kind vermutlich erschießen.", sagte Patrick Bach (Produzent von Battlefield 3) in einem Interview. Vernimmt man diese etwas erschreckende, jedoch eher wahre Aussage sachlich, so hat er Recht. Warum also sollten Gewaltvorstellungen und Aggressionen nicht nur von Chirurgen und Jägern ausgelebt werden? Vergewaltigungen sind schließlich ebenso seltener geworden, seitdem die Pornoindustrie mithilfe des Internets richtig kracht. Andererseits gibt es auch die Spieler, die nun behaupten könnten immer brav in Spielen gewesen zu sein und diese kennt jeder der beispielsweise online auf so jemanden gestoßen ist.

Nicht umsonst ist der Mensch so vielfältig und individuell, als dass auch dies nichts mehr besonderes wäre. Welchen Grund also haben die ganzen Kritiker und Medien die Tatsache zu kritisieren, es könnten Zivilisten erschossen werden? Einen anderen Grund dafür, warum Unschuldige in einigen Spielen " einfachso aus Spaß" abgeknallt werden sei der Singleplayer Modus. In Single Player Modes hat man manchmal schon alles erreicht und die Langeweile steckt tief im Nacken, also knalle man eben die Zivilisten ab. So jedenfalls Bach. Zusammenfassend kann man mit EA schon übereinstimmen, schließlich haben Sie die Option unschuldige Menschen abzuknallen rausgenommen. Nicht ganz so übereinstimmen könnte man mit Bach, denn wie bereits erwähnt finden es einige Spieler dennoch cool, einen netten und freundlichen Typen zu spielen, als eine rücksichtslose Tötungsmaschine. Bezieht man sich nun auf den Teil, indem es darum ging in einem virtuellen Spiel ein Kind zu erschießen oder nicht? Nun, dazu kann gesagt werden – wen interessiert das schon ob überhaupt die Möglichkeit bestünde?

Es gibt einen Haufen Spiele, in denen es diese Option zum Glück eben nicht gibt. Wie könnte das Faktum, Kinder zu erschießen oder nicht — ein ganzes Game bewerten? Am Ende des Spiels hält schließlich auch keiner an und fragt sich, hmm wow, ich wünschte jetzt nach den ganzen Soldaten, könnte sich doch auch mal ein Kindersoldat blicken lassen, welchen ich abknallen kann? Das ist lächerlich. Ob Zivilisten mitten im Gefecht auftauchen und auch die eine oder andere Kugel verpasst bekommen, soll eigentlich aus Realitätsgründen logisch bleiben. Dieses Faktum kann die Spielewelt von Battlefield ebenfalls nicht genug bewerten, als dass man sich bei der Qualitätseinstufung des Spiels nur darauf beschränkt. Diskussionen werden jedenfalls nicht enden, das steht fest. Immerhin sind einige Gamer ebenfalls der Meinung, man solle dafür Strafpunkte o.ä. erhalten, sobald ein Zivilist versehentlich, oder auch aus "Spaßzwecken" angeschossen wird. Recht machen kann man es leider nicht jedem und am Ende profitieren jedenfalls nur die Medien davon. 
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5. Sep 2011, 13:03

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