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Android-Antivirus machtlos: Trojaner Obad übernimmt Smartphones

Obad ist eine neue, sehr mächtige Schadsoftware, vor der sich Android-Nutzer in acht nehmen sollten. So gefährlich wie Obad war bisher noch kein Schadprogramm. Kein Android-Antivirus-Programm bietet Schutz vor diesem Schädling, der befallene Smartphones komplett übernimmt, Daten ausspäht und teure SMS versendet.Android-Antivirus machtlos: Trojaner Obad übernimmt SmartphonesAndroid-Antivirus-Software machtlos

Die Hersteller von Android-Antivirus-Software (z.B. Kaspersky) waren eindringlich vor diesem Trojaner "Backdoor.AndroidOS.Obad", kurz Obad, vor dem sie ihre Kundschaft bisher kaum schützen können.

Die größte Gefahr geht von befallenen Apps aus, die unwissende User auf ihren Geräten installieren.
Obad kann sich allerdings auch per Link auf einer Homepage, in einer Mail oder per SMS verbreiten.

Wird ein Smartphone befallen, ist der User faktisch machtlos. Das Problem ist, dass vielen gar nicht auffällt, dass das Smartphone befallen ist, denn die Android-Antivirus-Programme warnen nicht davor.

Obad späht Nutzerdaten aus und ist in der Lage SMS zu verschicken. Auf diesem Wege kann sich der Schädlich auch weiterverbreiten.

  • Android-Antivirus-Software schlägt nicht an!

Die einzige Möglichkeit sich zu schützen, ist den Seuchenherden aus dem Weg zu gehen. Das heißt im Einzelnen:

  • keine unbekannten Links anklicken
  • Apps ausschließlich aus dem Play-Store installieren

Obad erkennen

  1. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine App Administrator-Rechte verlangt, denn das ist sehr ungewöhnlich. Man sollte sich genau überlegen, ob der App, die man gerade installieren will Admin-Rechte zustehen. Ist diese Zustimmung einmal erteilt, lässt sie sich nicht rückgängig machen. Handelt es sich um eine von Obad befallene App, übernimmt der Trojaner nun die Kontrolle über das Smartphone.
  2. Man kann Obad auch an den kostenintensiven SMS erkennen, die das Programm versendet. Es lohnt sich also regelmäßig (alle paar Tage) online die Verbindungsdaten zu checken, um zu überprüfen, dass Obad auf dem eigenen Smartphone sein Unwesen noch nicht treibt.
  3. Ein Indiz ist ebenso, wenn das Smartphone plötzlich wesentlich langsamer arbeitet oder riesige Datenmengen versendet.


Obad entfernen

Ist ein Smartphone einmal befallen, lässt sich der Trojaner nicht einfach entfernen! Es muss in den Werkszustand zurückgesetzt werden.
  • Immerhin hat man als Nutzer die Möglichkeit seine Daten zu sichern.
    Dazu schließt man das Smartphone an einen Computer an und zieht Fotos, Musik, Kontaktdaten etc. herunter. (Der Computer kann von Obad nicht befallen werden.)
  • Danach wird das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Wie das im Einzelnen geht, verrät die Bedienungsanleitung.
  • Auf das zurückgesetzte Gerät können dann auf dem Computer gesicherten Daten rückübertragen werden. Es ist wieder voll betriebsfähig.

Fazit


Insbesondere für die weit verbreiteten Android-Smartphones wird Maleware entwickelt, denn hohe Nutzerzahlen versprechen viele ungeschützte Smartphones, die sich übernehmen und zweckentfremden lassen.


Obad ist derzeit der mächtigste Trojaner. Man kann sich sicher sein, dass Android-Antivirus-Programme ihn bald aufspüren und auch rechtzeitig warnen können.


Aber: Kein Antivirus-Programm ist allmächtig. Man kann nur auf das reagieren, was die Hacker sich ausgedacht haben. Deshalb ist der Nutzer immer in der Pflicht achtzugeben und sich nicht nur auf das Android-Antivirus zu verlassen.
2915 Mal gelesen
+2
24. Jun 2013, 15:21

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