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ASUS Rampage III Extreme: OC leichtgemacht, schön wäre es, oder doch?

OC wird immer einfacher

Wer schaut nicht hin und wieder etwas neidisch auf die Benchmarks der Anderen und fragt sich, wie machen die das nur?
Über den Sinn lässt sich natürlich trefflich streiten. Wer es jedoch einmal gemacht hat, der wird es in den meisten Fällen auch wieder machen.

Einen großen Schritt zur Erleichterung des OC ist nun ASUS mit dem „ASUS Rampage III Extreme“ gelungen. OCen wird hier fast zum Kinderspiel.

Hervor zu heben ist die Auslagerung von „RC TweakIt", einer kleinen „Kommandozentrale“, auf einen 2. PC/Notebook, ja sogar mit dem Handy soll es über eine Bluetooth — Verbindung gehen.
Man kann seinen PC nun per Fernsteuerung übernehmen und tunen. Sollte der PC einmal abstürzen, so kann man in den meisten Fällen per Fernsteuerung einen Neustart veranlassen bzw. ein Herunterfahren erzwingen.

ASUS Rampage III Extreme: OC leichtgemacht, schön wäre es, oder doch?

Grafiken stellen dar, ob man sich noch im „Grünen Bereich“ befindet, oder ob man den Regler besser etwas zurücknehmen sollte (von Grün über Gelb zu Rot).

Während ich dies hier an meinem Zweitpc schreibe, macht mein Hauptpc gerade einen Stresstest mit Prime. Die Grafik zeigt mir die CPU Spannung, CPU Frequenz und die des Arbeitsspeichers. So habe ich es mir zumindest eingestellt.
Wenn ich der Ansicht bin das alles stabil läuft, brauche ich nur den Schieberegler hier am iMac zu bedienen und der zu testende Rechner taktet hoch oder herunter, wie ich es haben will. So einfach war es noch nie.

ASUS Rampage III Extreme: OC leichtgemacht, schön wäre es, oder doch?

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, sich ein neues MB zuzulegen, sollte sich dieses ASUS Rampage III E einmal näher anschauen. Ok 320,-€ sind eine Menge Geld. Dafür bekommt man aber eine Hardware vom Feinsten.

Zum Übertakten gehören aber ein paar Vorsichtsmaßnahmen dazu, denn man darf die Kontrolle nicht verlieren und die gute neue Hardware soll ja sicherlich noch ein Weilchen länger halten und nicht nach dem ersten Test ihr virtuelles Leben aushauchen.

Dies soll jetzt aber kein Leitfaden für das extreme OC sein, wo u. a mit Stickstoff gearbeitet wird und regelrechte Turniere ausgetragen werden (obwohl dieses MB auch dafür extra gerüstet ist), sondern nur für diejenigen, die ihre ersten Gehversuche in Sachen OC machen wollen bzw. diejenigen, die einfach nur neugierig geworden sind.

Mich erfasst das „OC-Fieber“ nur sporadisch, vor allem dann, wenn ich mir neue Hardware zugelegt habe und da auch nur, um zu sehen, zu was mein Neuerwerb taugt, was er zu leisten vermag.

Die dabei erzielten Höchstwerte erfreuen den OCer, mehr ist es aber auch nicht, es sei denn, er betreibt es professionell.
Für den Alltagsgebrauch werden dann wieder „vernünftige“ Werte eingestellt, die aber dennoch über den Herstellerangaben liegen.
Warum aber OC betreiben, wenn es doch nicht sinnvoll ist?
Ganz so ist es nun auch wieder nicht. Mitunter leistet eine günstige CPU das Gleiche, wenn nicht sogar mehr, als eine CPU der Oberklasse, die schnell einmal das Mehrfache kostet. Ich weiß wovon ich rede. Viele i7 920er haben bessere Werte erreichen können als ich mit meinem i7 965er aus der Extreme Serie für gut 1000,-€. Die teuren CPUs sollten sich nur leichter Übertakten lassen, was ab einer bestimmten Übertaktungsgröße aber auch nicht mehr ganz so Richtig ist.

Die Herstellerangaben sind bindend. Alles was über die Herstellerangaben geht, seien es die Taktangaben oder die vorgegebenen Volts etc., ist OC und die Garantie, wenn ein Defekt darauf zurückzuführen ist, erlischt. Also immer mit Vorsicht, Geduld und Ausdauer an die Sache gehen.

Wie hoch das OC Potential ist, kommt auf die verbaute Hardware an. So ist der Spielraum mit einer Wasserkühlung größer als mit einer Luftkühlung, auch sind die Gleichen Prozessoren nicht die Selben (oder war es andersherum?).
Daher vergleichen einige Enthusiasten die Herstellernummern ihrer Chips, um heraus zu bekommen, welche Serie am besten zum Übertakten eignet.

Hauptsächlich werden Komponenten wie, CPU und Grafikkarte „unter Wasser“ gesetzt. Hier gilt, je größer der Radiator, desto größer der Kühleffekt, ergo, desto mehr Komponente kann ich mit diesem Kühler bedienen – kühlen.
Mittlerweile sind Wasserkühlungen salonfähig geworden und auch einigermaßen sicher, was einem jedoch nicht von regelmäßigen Kontrollen und Wartungen entbindet.

So, nun erst einmal genug. Gehen wir Schritt für Schritt vor.

Entscheidungsfindung Hardware:

Eine gute (teure bis 1000,-€ und mehr) CPU oder ein gutes (bei weitem nicht so teuer wie eine gute CPU) Motherboard (200,-€ — 350,-€).
Hier kann ich nur zu einem guten MB raten, welches die zukünftigen Quälereien und Tortouren auch klaglos mitmacht. Ich hatte mich vor einem Jahr für das „ASUS Rampage II Extreme“ entschieden, das auch heute noch ein hervorragendes Board ist und als Auslaufmodell sicherlich etwas günstiger im Angebot steht. Umgestiegen auf das ASUS Rampage III Extreme bin ich eigentlich nur, weil dieses die neuen Schnittstellen USB3.0 und SATA 6Gb Onboard hat.
Hervorragende MB zum OCen (Overclocking, so der Fachausdruck) werden z.B. auch von EVGA und MSI angeboten.

Luft oder Wasser

Wie schon geschrieben, hat man mit einer Wasserkühlung wesentlich mehr Spielraum nach oben, da die Abwärme durch Wasser besser, schnellen von der Oberfläche des erhitzten Bauteils wegtransportiert wird als durch Luft.
Eine „Externe Wasserkühlung“ ist einer „Internen, also im Gehäuse verbauten, Wasserkühlung“ vorzuziehen. Dies kommt aber auch auf den vorhandenen Platz an. Auch eine interne Wasserkühlung arbeitet effektiver als ein Luftkühler.

Die Hardwarevoraussetzungen sollten hier erst einmal geschaffen sein aber es geht noch immer nicht ans OCen.

Vorher wird noch Software zum Überwachen (beim Asus Rampage III Extreme mit dabei), Kontrollieren und Testen benötigt.

Für die Überwachung der CPU Temperatur bevorzuge ich RealTemp, zur Kontrolle deren Takte und Volts ist CPU-z ausreichend. Dies sind nützliche kleine Helferlein, die man sich im Internet kostenlos Downloaden kann. Beim ASUS R III E aber nicht benötigt werden, da sie in den "RC TweakIT" von ASUS mit enthalten sind.
RealTemp hat den Vorteil, dass es die Temperatur von allen aktiven physischen Kernen anzeigt.

Everest ist zusätzlich für die Dauerüberwachung und Auskunft über meinen PC. In der Sidebar kann man sich von vielen Komponenten die Werte anzeigen lassen und man hat ständig die Übersicht.

ASUS Rampage III Extreme: OC leichtgemacht, schön wäre es, oder doch?

Zum Testen reichen für den Anfang auch kostenlose Programme aus dem Internet („super pi mod, wPrime und Prime sowie 3DMark 06 und/oder 3DMark Vantage (liegt dem ASUS Rampage III Extreme als Vollversion bei) in der Testversion etc., es sei denn man betreibt es ernsthafter, da kann es auch schon einmal etwas kosten. Mitunter liegt eine Testsoftware auch beim MB mit bei.

Nach dem ich meine Hardware erst einmal vorsichtig hochgetaktet habe, starte ich RealTemp, CPU-z und schau mir die Werte genau an, ob sie meinen Vorstellungen, in der Hauptsache aber in den vorgegebenen Parametern sind. Vor allem die Temperaturen und die Spannungen müssen stimmen.
Diese Kontrollen habe ich beim ASUS RIIIE mit dabei und zwar, wie gesagt, vom Feinsten.
Wenn diese Werte soweit i. O. sind wird getestet.

Zuerst nutze ich „Super pi mod“ und starte 1M, danach 32M. Wenn diese stabil und ohne Absturz durchgelaufen sind starte ich wPrime. Damit hätte ich die CPU erst einmal grob getestet.

3DMark 06/Vantage sind hauptsächlich zum Testen der Grafikarte. Wenn diese auch ohne Probleme durchgelaufen sind, kommt zum Abschluss der „Stresstest“.

Mit Prime werden alle Prozessorkerne, einschließlich der virtuellen Kerne zu 100% ausgelastet.
Nur wenn auch dieser Test mindesten 1h ohne Probleme gelaufen ist, kann man von einem halbwegs stabilen System sprechen. Halbwegs daher, da auch Prime kein Garant für ein stabiles System ist und daher auch hin und wieder überschätzt wird.
Man sollte beim Primen auch die einzelnen Kerne (Core) nicht außeracht lassen, denn mitunter deaktiviert sich auch nur ein einzelner Kern. Von einem stabilen System kann man hier nicht mehr reden.

Wo kann ich Was im Bios verändern, um das System schneller zu machen?

Am einfachsten geht es über den Multiplikator.
Die „Krone“ der Intel Desktopprozessoren (die Extreme Edition) hat einen „freien Multi“, bei den günstigeren CPUs ist dieser nur bis zu einem festgesetzten Multiplikator nutzbar.
Ist der Multiplikator ausgereizt, geht es über den BCLK weiter. Dieser nimmt jedoch nicht nur den Takt der CPU höher, sondern auch den des RAMs, also aufgepasst. Dies Anpassungen kann man beim neuen ASUS RIIIE mit Hilfe eines Zweit PCs, Notebook machen.
Aber bitte, immer nur in kleinen und überschaubaren Schritten Übertakten, nur so kommt man an das ersehnte Ziel.
Zur Not kann/sollte man sich auch Notizen über die gerade vorgenommenen Veränderungen machen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man den „Faden“ verloren hat und nicht mehr weiß, was man gerade verstellt hat. So etwas geht mitunter schneller, als man denkt (schnell mal den Müll runterbringen, beim Einkaufen helfen oder es stört ein Telefonat).
Irgendwann kommt dann auch für die Multis und BCLKs der Punkt, wo es nicht mehr weitergeht, mitunter erreicht man durch die Anhebung des BCLK sogar eher etwas als die Anhebung des Multis. Die kann man aber nur durch probieren herausbekommen.

Dann dürfte es an der Zeit sein, die Spannung zu erhöhen. Achtung, hier sollte man seine Hardware schon genau kennen und wissen, wie viel man seiner CPU bzw. dem Speicher an Spannung zumuten kann. Natürlich gibt es im Bios die Einstellung „auto“, diese übertreibt es aber sehr gern und stellt die Spannungen zu hoch ein. Die Farbgrafiken des RIIIE helfen einem auch hierbei, das richtige Maß zu finden und es nicht zu übertreiben.
Ein Ausgewogenes Verhältnis zwischen Takt, Spannung und Stabilität sind die Kunst des Tunens, des OC.

Wenn man Prime95 erfolgreich beendet hat, sollte man sich die Einstellungen abspeichern, um sie bei Bedarf abrufen zu können. Am einfachsten geht dies im "RC TweakIt unter >Profile>. Einmal gesichert, hat man dieses Profil immer griffbereit.

Bei den Grafikkarten verhält es sich ebenso wie mit der CPU. Die Taktraten der GPU und des Speichers kann man verändern, ebenso die Spannung. Diverse Programme wie „MSI Afterburner“, „CCC“ etc. schaffen uns Zugang zu den Einstellungen.
Auch hier gilt, immer in kleinen Schritten und immer mit der größten Vorsicht.

Ebenso geht die Garantie der Grafikkarte bei evtl. Schäden verloren.

Vielleicht habe ich bei einigen die Neugier geweckt und es sind noch Fragen offen. Ich kann nur dazu raten sie zu stellen, bevor etwas kaputtgeht. Denn wie besagt ein altes Sprichwort: „Fragen kostet nichts“.

In diesem Sinne, wünsche ich allen viel Erfolg beim OCen, Euer Gucky
2044 Mal gelesen
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10. Mai 2010, 18:50

Kommentare

(3)
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primaer 11. Mai 2010, 11:43

Ein richtig guter Beitrag. Ein paar Bildchen zum Aufpeppen von diesem relativ trockenen Text hätten mir noch gefehlt. Solche langen Passagen lesen sich etwas schwieriger ohne Formatierung.

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Gucky 11. Mai 2010, 12:27

Hi,
ich hätte ja gern Bilder mit hineingesetzt, aber mit den "Rechten am Bild" etc. ist es so eine heikle Sache.
Wenn ich dazu komme werde ich noch ein paar Bildchen reinsetzen.

mfG Gucky

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Gucky 11. Mai 2010, 13:18

und da sind sie schon


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