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Defekte Intel Chips bringen AMD wohl keine Vorteile!

Defekte Intel Chips bringen AMD wohl keine Vorteile!

In fast allen Märkten ist es mittlerweile so, dass sämtliche Hersteller und Unternehmen nur darauf warten, dass einer der Konkurrenten einen Fehler begeht. Ähnliches ist vor kurzem in Bereich der Chiphersteller passiert, als Intels Probleme mit den aktuellen Sandy Bridge Chips bekannt wurden. Kein Wunder, dass hier der große Konkurrent AMD seine Chance wittert und gerne Marktanteile von seinen großen Rivalen übernehmen möchte. Doch laut dem Marktforschungsinstitut IDC dürfte trotz trotz defekter Intel-Chips nicht daraus werden. 

Der Grund liegt einzig und alleine darin, dass es AMD verabsäumen wird, den Fauxpas des Konkurrenten auszunutzen. Ursprünglich hätte in diesen Wochen von AMD ein neuer Chip mit dem Namen Llano auf den Markt gebracht werden sollen. Doch das Unternehmen scheint derzeit Probleme mit der Fertigung dieser Prozessoren zu haben, wodurch die beste Gelegenheit, um die dominante Rolle von Intel auf dem Markt zu brechen, wohl dahin ist. Eigentlich war es so angedacht, dass der Llano-Chip bereits Anfang dieses Jahres – als Konkurrenzprodukt zu den Sandy Bridge Prozessoren – veröffentlicht werden. Nun zieht sich die Veröffentlichung aber weiter hin und soll nun frühestens erst im Juni 2011 stattfinden. 

Damit hatAMD mit einem ziemlich ähnlichen Problem zu kämpfen, wie Intel. Anfang des Jahres 2011 war noch alles Eitel Wonne als die neuen Core i5 und i7 Prozessoren auf Basis der Sandy-Bridge Architektur groß angekündigt wurden. Doch schon wenige Wochen später drang dann die Meldung an die Öffentlichkeit, wonach es bei diesen Prozessoren zu einem Konstruktionsfehler gekommen ist, der dafür sorgt, dass die Leistung der Chips schon nach kurzer Zeit rapide abnehmen könnte. Direkt danach wurden von Intel auch überhaupt keine Modelle dieses Chipsatzes mehr ausgeliefert.

Noch drastischere Folgen hatte dieses Problem auch für einige PC-Hersteller, die bereits zahlreiche Geräte verkauft hatten, die mit solchen Prozessoren ausgestattet sind. Für diese armen Konsumenten wurden nun zahlreiche Aktionen angeboten, bei denen sie ihr Geld zurückfordern können oder auf ein gleichwertiges Gerät umsteigen können, in welches andere Chips integriert sind. Mittlerweile konnte Intel diesen Fehler ausmerzen, seit 14. Februar 2011 hat dann auch wieder der Versand der neuen Chips begonnen. 

Der große Konkurrent AMD versucht nun trotz Fertigungsprobleme aus dem defekten Intel-Chipsatz Profit zu schlagen. Wie bereits angekündigte wurde, soll am 18. Februar 2011 eine neue Marketing-Kampagne starten, die den Verkauf von CPUs und Grafik-Prozessoren aus dem Hause AMD fördern soll.

Wie das Marktforschungsinstitut IMD aber wissen will, wird eine solche Aktion wohl kaum von Erfolg gekrönt sein. Die Marktanteile sollten dadurch nicht wirklich umverteilt werden, so ein Sprecher des Instituts.

Bis heute wurden von AMD noch keine Chips auf den Markt gebracht, die mit den neuesten Mikroprozessoren von Intel konkurrieren können. Selbst bis zur vollständigen Aussendung aller neuen Prozessor Anfang April wird  Intels größtem Konkurrenten wohl nichts Neues mehr kommen. Sämtliche Geräte die mit AMD Chips ausgestattet sind, wurden damals entwickelt, um mit den älteren Core i3, i5 und i7 Chips zu konkurrieren.  

Im Vergleich mit Intel hat das Unternehmen aber auch im letzten Quartal des Jahres 2010 ziemlich schlecht abgeschnitten. Hatte AMD im vierten Quartal 2009 noch 19,5% der Marktanteile inne, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 18,9%.
Bis die kommenden Llano Chips ausgeliefert werden können, muss sich AMD wohl auf den Vertrieb der Low-Power-Fusion Chips spezialisieren. Bei dieser speziellen Art von Chips werden CPU und Grafik-Prozessoren auf einem einzigen Chips vereint. Zurzeit werden solche Modelle bei Netbooks und Low-End-Desktops eingesetzt. 

Wie das Marktforschungsinstitut weiter annimmt, wird die Zahl der Mikroprozessor Auslieferungen im Jahr 2011 um rund 10% gegenüber dem Vorjahr steigen. Das Wachstum soll vor allem durch große und mittelgroße Kapitalgesellschaften zustande kommen, die eine Fülle an Laptops ordern werden. Bei den Endverbrauchern dürfte es – wenn überhaupt – nur eine ziemlich schwache Steigerung geben ,was vor allem auf die wirtschaftlichen Belangen und die immer stärker werdende Konkurrenz durch die Tablets zu erklären ist. 

Die meisten Tablet-PCs die zurzeit auf dem Markt verfügbar sind, sind mit ARM-Prozessoren ausgestattet. Allerdings hat das Unternehmen bis zum jetzigen Zeitpunkt praktisch keine Konkurrenz zu fürchten gehabt. Tablets mit den neuen Intel Oak Trail Chips sollen voraussichtlich erst im März oder April 2011 in den Handel kommen. 

Laut dem Marktforschungsinstitut IDC könnte ARM im Laufe der Zeit ein wahrer Konkurrent für die x86-Prozessoren in PCs werden. Spätestens mit der Veröffentlichung von Windows 8, welches wohl noch ein paar Jahre dauern wird, könnte ARM auf dem PC-Markt eine gewichtige Rolle spielen. 
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26. Feb 2011, 16:00

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