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Vom Dollar-Kurs für Early-Adopters veräpplet

Der Dollar-Kurs für Early-Adopters wurde in Deutschland heute auf 1$ = 1€ fixiert.

Das sind die Vorstellungen des deutschen Handels. Nachdem Steve Jobs, berufsmäßiger Sweatshirt-Träger und Chef bei Apple das lang erwartete iPad der Netzgemeinde präsentierte, ist es im T-Online-Shop jetzt schon vorbestellbar. Die Preise wurden von T-Online ohne Umrechnung der Dollar-Preise übernommen: 499 Euro für die Basis Version nur mit WLAN und 16GB Speicher, 629 Euro mit zusätzlichem UMTS und GPS. Eine Vertragsbindung oder ein SIM-Lock wird es wohl nicht geben, immerhin.

Für die klassischen Couch-Potatoes unter uns reicht das Apple iPad mit 16GB und WLAN erst mal völlig aus. Bei einer realen Kurs-Umrechnung von 499$ zu aktuellen 360€ ein noch finanzierbares Vergnügen. Early-Adopter schauen ja gerne über die schon bekannten Schwächen des iPad (kein Multitasking, kein Flashplayer, kein im Rahmen integrierter USB Port) hinweg. Nur chic muss es sein!

Was aber den deutschen Handel dazu bringt, sich 140€ pro Basis-Modell des iPad zusätzlich zur Kalkulation für den US-Markt in die Tasche zu stecken, basiert sicherlich auch auf einem Gewöhnungsprozess der deutschen Verbraucher an solche Exzesse. Computer-, Foto-, Elektronik- und ganz besonders Pharmaunternehmen benutzen schon seit langen Jahren den deutschen Konsumenten als zahlungswillige “Melk-Kuh” für ihre hierzulande völlig überteuert angebotenen Produkte. Natürlich mit freundlicher Unterstützung des deutschen Zolls, der auf deutschen Flughäfen verschärft die USA-Reisenden nach mitgebrachten Waren für den privaten Gebrauch durchsucht.

Interessant ist auch, dass ihr nach den Wünschen des T-Online-Shops für 100 Euro Aufpreis das iPad mit 32 statt 16 GByte Flash-Speicher, für nochmal 100 Euro mehr mit 64 GByte bekommen könnt. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass sich Apple beim Verzicht auf einen MicroSD- oder SD-Slots schon etwas in Richtung "Mehr-Profit" gedacht hat und die Funktionalität für User in den Hintergrund stellt. Kosten doch SD-Karten mit 16 GByte Flash Speicher deutlich weniger als 50 Euro.

Das Apple iPad macht es möglich: Ihr werdet veräpplet und merkt es auch noch!
2146 Mal gelesen
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29. Jan 2010, 22:24

Kommentare

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xirurg 30. Jan 2010, 13:38

Vielen Dank für den interessanten Artikel. Falls Sie möchten, dass der auch auf der Hauptseite erscheint, ist es notwendig den in irgendein Social Blog zu verschieben. Apple Blog würde perfekt passen. Der Beitrag wird aber auch weiterhin in Ihrem privaten Blog zu sehen.

FAQ:
Wie kann ich einen Artikel in ein anderes Blog verschieben?

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Gizzle 30. Jan 2010, 18:02

Schöner Artikel, der wieder mal beweist, dass Apple zwar eine ganz tolle Marketing Abteilung hat, aber auch bestrebt ist, den Abnehmer zu total überteuerten Preisen auszubeuten. Natürlich gehören immer zwei dazu, und die Leute die sich abziehen lassen und ja, hunderte! €uro zu viel zahlen, nur um toll und schick zu sein, tun mir echt leid.
Ein weiterer Punkt, ist auch, dass es für die Apples-Ingenieure durchaus möglich ist Kamera, Flash, USB usw. reinzubauen. Nur warum jetzt? Erstmal Leute abmelken, die das Teil auch ohne alledem kaufen. In einem Jahr kommt das Upgrade, wieder melken, in nächsten Jahr noch mal upgraden, melken und so weiter.
Dass das ganze funktioniert, wurde beim iPhone exemplarisch vorgeführt. Nochmals, Leute lasst Euch nicht abziehen, nur um «stylisch» und «in» zu sein..!!!

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alexmania 31. Jan 2010, 12:25

Ich nutze selbst ein iPhone 3GS und finde es einfach klasse. Mit 140.000 Apps bleiben keine Wünsche offen. Wobei die meisten Apps, die ich benutze, sind kostenlos. Und ein paar die ich gekauft habe, kosteten 1-2 Euro. So etwas bietet kein anderes Handy-OS. Seitdem ich mein iPhone habe, benutze ich mein Netbook kaum noch. Alles was ich unterwegs brauche, passt nun in meiner Tasche.

Ich wollte damit nur sagen, dass es sich beim iPhone oft nicht um «stylisch und in sein» handelt.

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r00t65 2. Feb 2011, 12:39

Ich besitze ein Android Handy und kann daher die obige Aussage, kein anderes Handy-OS biete kostenlose/billige Apps an, wiederlegen. Ich verwende mein Handy ebenfalls als Ersatz für einen Laptop und habe nicht mal 5 Euro für Apps ausgegeben da ebenso die meisten kostenlos oder billig angeboten werden. (Sogar Flash funktioniert)
Des weiteren bietet Android jedem die Möglichkeit das Betriebssystem an persönliche Bedürfnisse anzupassen bzw. angepasste Versionen zu verwenden.
Der größte Unterschied ist jedoch das man nicht ausgebeutet wird und Funktionen, die man bei Apple teuer bezahlt wenn man nicht ganz darauf verzichten muss, von Anfang an erhält.
Mein Rat: Verzichtet auf den Apfel und kauft euch ein vollständiges Gerät. Die meisten Apple Konkurrenzprodukte besitzen die Pros aber kaum Apple typische Contras wie fehlendes Flash oder die Probleme mit Multitasking.

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volume 3. Feb 2011, 10:31

Android: angepasste Versionen, kostenlose Apps, Flash funktioniert…
iPhone: Just works ;)

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Klener 3. Feb 2011, 22:04

Das ist so wie mit Windows und Linux… Windows kann einiges, schränkt aber auch sehr ein!
Linux kann verdammt viel/alles und du hast 100%-ige Kontrolle!

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volume 4. Feb 2011, 09:49

Ja, und 99% der Menschen wollen eigentlich gar nicht diese "100%-ige Kontrolle". Die wollen nur, dass ihre Spiele starten und Browser (sprich Facebook ;) funktioniert :)

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Klener 5. Feb 2011, 00:20

Und genau da liegt doch das Problem!
Apple Produkte sprechen viele Leute — mich eingeschlossen — ein. Gerade wegen der Einfachheit.
Doch, wenn man die vielen Einschränkungen und Vorschriften beachtet (nur "ofizielle" Apps, keine Flash-Unterstützung, Entwickeln geht ohne weiteres nur auf einem Mac, man darf auf seinem iPhone nicht gucken was man will, usw).

Da gibt's auch wirklich gute Alternativen (siehe Android z.B).

Hätte ich die Wahl würde ich wohl zum Android-Phone/Tablet greifen. Auch wenn Apple nunmal Kult ist, als Entwickler möchte ich doch ganz gerne die gewisse Freiheit haben!

Als "normal"-Benutzer ist's aber natürlich anders. Der will jetzt, schnell und wenn's nicht geht, dann geht's halt nicht. Diese Leute kann man aber auch nicht überzeugen.

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treu 30. Jan 2010, 21:25

Nach dem wohl etwas voreiligen iPad-Angebot des T-Online-Internetshops von gestern hat Apple auf seiner iPad-Seite klargestellt: »Dieses Gerät setzt eine Zulassung der amerikanischen Kommunikationsbehörde (Federal Communications Commission) voraus, die bisher noch nicht erteilt wurde. Bis zur Erteilung dieser Zulassung darf und wird es nicht zum Verkauf oder zum Leasing angeboten oder verkauft oder verleast werden.« AN der Gleichung 1$ = 1€ wird das vermutlich nichts ändern.

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ijon57 31. Jan 2010, 11:01

Bitte benutze <cut> Tag nach den ersten paar Paragraphen


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