
Was wird sich wohl in diesem sakrisch schweren (rund 20 Kg) Paket befinden, welches aus gegebenen Umständen mit einem Leiterwägelchen quer durch die Straßen gezogen wurde?
Richtig, ein Server!
Hier auf PC.DE möchte ich in einer Art Tagebuch über meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit meiner neusten Errungenschaft schreiben.
Der Transport
Ich staunte nicht schlecht, als ich das rund 80 Zentimeter hohe, und 20 Kilo schwere Paket vor Augen, und vorallem auf den Armen hatte! Doch glücklicherweise konnte ich mir ein Leiterwägelchen ausborgen, sodass ich das Paket samt Inhalt durch die Straßen in die gute Stube ziehen konnte. Andernfalls läg' ich wohl jetzt mich Rückenschmerzen im Bett! :-)
Nachdem ich das Gerät ins richtige Zimmer(!) verfrachtet hatte konnte ausgepackt und inspiziert werden.
Es handelt sich um einen HP DL380 G4 mit folgender — für den ein oder anderen eventuelle interessanter — Hardware:
- 2x Intel Xeon 3.4 GHz (64Bit)
- 4GB RAM (DDR II)
- 4 Festplatten à 36,5GB (SCSI)
- DVD-Laufwerk
- Floppy
- 2 Netzteile
- 1 USB-Anschluss
- 1x iLo
- 2x Netzwerkanschluss
- [...]
Als der Server seinen vorläufigen Platz eingenommen hatte konnte ich anfangen die nötigen Geräte und Kabel anzuschließen:
Tastatur, Netzwerkkabel, Bildschirm und die Stromversorgung (nur 1 von 2).
Als bald ich Letzteres angeschlossen hatte fing der Server leise an zu brummen, und ich dachte nur "Wow! Das ist ja schön leise das Teil!", doch da ich noch nicht soweit war, wollte ich ihn erstmal ausschalten.
Denkste!
Da drücke ich den vermeindlichen Ausschalt-Knopf und schrecke hoch, als das System plötzlich anfängt hochzufahren. Das ist laut, aber ich gewöhnte mich schnell an den Lärm (trotzdem schaltete ich das System vorläufig ab)!
Die Installation
Eigentlich wollte ich erstmal die Lüfter etwas runterschrauben, da diese völlig unnötig auf so hoher Drehzahl sind, da ich aber weder über das BIOS oder das Internet schlauer geworden bin, musste ich dies erstmal beiseite legen.
Da ich nun Debian installieren wollte brannte ich mir eine DVD mit Debian-Image und legte diese ins Laufwerk ein.
Na super, er kann die DVD nicht lesen (widererwartent konnte er diese auch nicht nach dem 5. Neustart einlesen ;-) ).
Was nun? Ich probierte es über den USB-Stick, und siehe da, es tat sich wieder nichts!
Angenervt suchte ich nach einer Lösung, als mir plötzlich in den Sinn kam, dass ich's doch mal mit einer stinknormalen CD versuchen könnte. Gesagt getan, ein Mann ein Wort, und die Sorgen waren fort, denn erfreulicherweise bootete das System ohne Probleme!
Nach einer vergleichsweise schnellen Installation (2x fragte er nach "non-free drivers", diese Meldung konnte ich aber überspringen, mal sehen, was da noch auf mich zu kommt) war Debian dann auch endlich installiert. Nachdem ich mich sogar(!) fehlerfrei einloggen konnte beschloß ich, dass für heute genug war.
Ich bin echt gespannt, was noch so auf mich zukommt! Ich werde darüber in Teil 2 des Experiments "Server" berichten.
Zu meinem Facebook-Profil

Kommentare
Ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt! Darf ich noch fragen, wofür du diese Maschine zuhause brauchst?
Kommentieren