Das Internet wird nicht nur mobiler, sondern legt auch bei der Geschwindigkeit ordentlich zu. Der bekannte Mobilfunkbetreiber O2 muss daher sein Netz erweitern, um die Datenmengen in der Zukunft zu verarbeiten. Um das zu bewerkstelligen, hat der Konzern Telefónica Germany (eine Tochter des spanischen Telefónica Konzerns) gemeinsam mit der Deutschen Telekom vereinbart, gemeinsam das Netz vom Mobilfunkbetreiber O2 mit vorhandenen Ressourcen zu entlasten und zu erweitern.
Zwar verfügt Telefónica über gut 20.000 Basisstationen in ganz Deutschland, doch die zu bewältigende Datenlast steigt täglich an und erschwert die Verarbeitung. Analysten gehen davon aus, dass sich die Menge an transferierten Daten drastisch erhöhen wird. Derzeit stellen einige Prognosen heraus, dass ein Anstieg von 2010 bis 2015 um 3000 Prozent möglich sei. Umgerechnet entsteht so eine dreißigfache Netzbelastung im Vergleich zum Ausgangsjahr.
Der Trend geht dahin, dass immer mehr Smartphonebesitzer mobile Internetverbindungen nutzen, um immer und überall auf dem aktuellen Stand zu sein. Mit den immer schneller werdenden Verbindungen werden mittlerweile nicht nur E-Mails verschickt und Internetseiten besucht, sondern auch ganze Filme heruntergeladen oder per Stream angeschaut.
Um möglichst viele Kunden für das neue schnelle Internet LTE (Long Term Evolution) zu begeistern, sieht Telefónica Handlungsbedarf und schließt daher seine Mobilfunkantennen an das Glasfasernetz der Deutschen Telekom an. LTE ist bereits in einigen Großstädten vorhanden und die Verfügbarkeit steigt immer weiter an. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s Download und 50 Mbit/s Upload bietet der UMTS Nachfolger einige neue Möglichkeiten. Zum einen kann die neue Technik den DSL Anschluss ersetzen und mit LTE800 (800Mhz) werden auch unterversorgte Landschaften mit High-Speed versorgt. Um herauszufinden, wie teuer die neue Technik ist, kann ein LTE Tarife-Vergleich auf ltevergleichen.org durchgeführt werden.
Tariflich kommt die Kooperation für Telefónica sehr gelegen, denn das Münchener Unternehmen erspart sich dadurch den kostenintensiven Ausbau des eigenen Netzes. Nach eigenen Angaben kann sich das Unternehmen so kosteneffizient, schnell und flexibel an die steigenden Bedürfnisse des Mobilfunkmarktes anpassen.
Kostenintensiv war auch die Versteigerung der neuen Funkfrequenzen. 2010 gaben sowohl die Deutsche Telekom als auch Telefónica jeweils mehr als eine Milliarde Euro aus, um seinen Kunden die zukunftsweisende Technik LTE überhaupt anbieten zu können. Daher kommt es dem Unternehmen gerade recht, eine günstige Alternative gefunden zu haben. Vorteile entstehen allerdings auch für die Deutsche Telekom, denn die Nutzung des Glasfasernetzes lassen sie sich mit einer millionenschweren Summe bezahlen und nutzen dazu lediglich die freien Ressourcen ihres eigenen Netzes.


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