
Die Nachrichten der letzten Tage waren allesamt von der schlimmen Katastrophe und den mögliche Auswirkungen eines Super-GAUs. Abseits dieser Geschehnisse tat sich in dieser Zeit aber auch beim amerikanische Konzern Apple. Neben der Bereitstellung von Mac OS X 10.6.7 sowie iOS 4.3.1 durften wir uns in Deutschland auch über den Start des iPad 2 freuen. Kurz nach dem Bekanntwerden des verheerenden Erdbebens und des Tsunamis in Japan kamen Gerüchte auf, wonach der neue Tablet-PC nicht wie geplant hierzulande und in anderen europäischen Ländern veröffentlicht werden kann.
Zur Freude Vieler handelte es sich hierbei jedoch um eine Falschmeldung.Doch auch was die Zukunft betrifft sind wir höchstwahrscheinlich nicht vor etlichen Verschiebungen sicher. Da der Inselstaat in Asien weiter gegen eine Atom-Katastrophe ankämpft, können einige Konzerne und Produktionsstätten noch immer nicht die Produktion hochfahren. Bereits vor einigen Stunden gab Apple die erste Verspätung bekannt, iOS 5 soll nun doch erst im Herbst 2011 an den Start gehen. Diese Terminverschiebung ist aber viel eher auf die schlechten Kritiken des letzten Updates zurückzuführen. Aus diesem Grund gönnt man den Entwicklern nun mehr Zeit, um mit der nächsten Version einige Neuerungen umzusetzen und somit die Kunden wieder zufrieden zu stellen.
Anders könnte die Sache wohl bei der nächsten Generation der Apple Tablets und Smartphones aussehen. Bis vor kurzem ging man noch davon aus, dass das iPhone 5 in Deutschland ein bis zwei Monate – und somit im Juli oder August 2011 – nach dem Release in Japan an den Start gehen wird. Ob dieser Termin aber nun tatsächlich eingehalten werden kann, hängt möglicherweise davon ab, wie sich die Situation in Japan in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten entwickeln wird. Immerhin hat Apple nun das Problem, dass der Großteil der Teile, die für die Produktion des iPhone 5 aber auch des iPad 2 benötigt werden, im fernen Osten hergestellt werden. Auf Nachfrage bei den japanischen Produzenten, die einige Apple-Teile herstellen, ist leichter Optimismus zu verspüren. Sollten die Probleme in Japan innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen in den Griff bekommen werden, so dürfte Apple keine Probleme mit Termineinhaltungen bekommen.
Das große Problem an der Sache ist aber, dass wohl niemand so genau sagen kann, ob sich die Lage wirklich so schnell entspannt und die Produktionsfirmen einfach zu ihrem Alltag übergehen können. Bei einer längeren Krise ist es dann sogar ziemlich wahrscheinlich, dass auch das iPad 2 davon betroffen sein dürfte. Im schlimmsten Fall könnte die Auslieferungen der Tablet-PCs sogar für einen gewissen Zeitraum ausgesetzt werden. Im Falle das der Termin im Sommer nicht eingehalten werden kann, so würde es sich für das Unternehmen wohl noch anbieten, das iPhone der nächsten Generation gemeinsam mit der Veröffentlichung des neuen Betriebssystems herauszubringen. Apple selbst wollte zu diesem Thema bisher keine Stellungnahme abgeben.


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