

Der Release-Termin von Microsofts „Kinect“, der neuen kamerabasierten Bewegungssteuerung für die Xbox 360 mit Tiefenwahrnehmung, rückt immer näher. Nun ist ein Patent aufgetaucht, das die Erkennung von amerikanischer Zeichensprache verspricht.
Update 12.08.: Microsoft hat nun offiziell in einem Gespräch mit Kotaku bestätigt, dass man in der aktuellen Version von Kinect noch auf die Unterstützung von Zeichensprache verzichten werde. Die erste käuflich zu erwerbende Kinect Kamera wird mit einer niedrigeren Auflösung (320x240) arbeiten, als ursprünglich geplant, da das 640x480 Modell momentan noch zu kostspielig sei bzw. zu unprofitabel. Dementsprechend wird Kinect auch keine Finger und somit keine Zeichensprache genau erkennen können. Mit dem Patent, so Microsoft, wollte man sich lediglich die Idee schon patentieren lassen, bevor es ein anderer tut. Das Potential sei auf jeden Fall da.
Zum einen könnte dies einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung eines, im Vergleich zu momentanen Alternativen, recht preiswerten Übersetzungssystems von Zeichensprache leisten. So wäre es möglich, Gesten lediglich über die Kamera in Text zu überführen, ohne irgendwelche weiteren Hilfsmittel dafür in Anspruch nehmen zu müssen.
Andererseits fügt eine solche Technologie dem Spielgefühl einen völlig neuen Aspekt zu. Gerade in Games, die beispielsweise einen Coop-Modus zwischen NPC und Spieler anbieten, könnte man so auch im Stillen kommunizieren (interessant vor allem für Taktik-Shooter etc.), ohne dafür den entsprechenden Knopf auf einem Kontroller drücken zu müssen. Durch die Tiefenwahrnehmung der Kinect ist man dabei nun auch nicht mehr gezwungen, einen statischen Kamerarahmen auszufüllen, wie es etwa bei der EyeToy und PlayStation Eye von Sony der Fall war. Vielmehr gibt es nun eine dynamische Perspektivanpassung.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Peter Molyneux auf der E3 für große Furore gesorgt, was das enorme Potential der Kinect (ehemals „Project Natal“) angeht. In seinem Demonstrationsvideo präsentierte er mit „Milo“ eindrucksvoll die Skills der kleinen Kamera, die in der Lage ist Mimik und Gestik des Spielers mit in das Game selbst einfließen zu lassen:
Wie bei allen technologischen Neuerung gilt nun aber abzuwarten, was Kinect wirklich auf dem Kasten hat. Ab November können wir uns dann selbst davon überzeugen.


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