
In den vergangenen Monaten hat sich bei den Marktanteilen im PC-Bereich einiges getan. Mit einem Zuwachs von rund 23 Prozent zeigte sich der chinesische Hersteller Lenovo als großer Gewinner des letzten Quartals. Damit konnte der Konzern nicht nur erstmals in den zweistelligen Bereich bei den Marktanteilen vordringen, sondern auch direkt den Konkurrenten Acer vom Podest stoßen. Sofern sich an diesen Entwicklungen in den kommenden Monaten nicht allzu viel verändern wird, wird Lenovo in naher Zukunft auch an Dell vorbeiziehen. Zum aktuellen Marktführer Hewlett Packard ist es dann schon noch ein ganzes Stück, in Sicherheit sollte sich das amerikanische Unternehmen aber dann doch nicht wiegen.
Mit dem Ende des zweiten Quartals verbucht Dell noch einen Vorsprung von rund 700.000 Exemplaren gegenüber Lenovo. Allerdings muss dann dabei berechnet werden, dass der texanische Konzern bereits wesentlich größer war und somit nur auf ein Wachstum von 2,8 Prozent kommt. Zudem fehlen in den aktuellen Zahlen noch die verkauften Geräte von NEC. Werden diese dann im Zeitraum von Juli bis September dazugerechnet, wird der chinesische IT-Konzern wohl mehr Geräte an den Mann bringen als Dell. Die rund 700.000 Exemplare von NEC wurden zwischen April und Juni ausschließlich in Japan verkauft. Bis vor kurzer Zeit war NEC ja bekanntlich noch ein völlig eigenständiges Unternehmen. Vor wenigen Wochen machte dann die Meldung die Runde, dass Lenovo und NEC künftig als Gemeinschaftsunternehmen auftreten werden.
Wichtig zu wissen ist dabei, dass der chinesische Konzern die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen besitzt, weshalb sämtliche Verkäufe auch in der Statistik des Konzerns aufscheinen werden. Somit hat Lenovo ohnehin hervorragende Chancen, mit dem Abschluss des kommenden Quartals auf den zweiten Rang vorzustoßen. Eventuell könnte das Imperium des chinesischen IT-Konzerns in den nächsten Wochen noch einmal stark anwachsen. Vor kurzer Zeit legten die Verantwortlichen nämlich ein Übernahmeangebot für das deutsche Unternehmen Medion vor. Sollten sich die beiden Seiten tatsächlich demnächst einig werden, muss sich wohl auch HP im Kampf um die Marktführerschaft warm anziehen. Interessant scheint auch die Frage, unter welchen Namen der Konzern seine Produkte in Zukunft vertreiben wird. Während NEC-Produkte weiterhin unter ihrem gewohnten Namen in den Regalen zu finden sein sollen, könnten Geräte aus dem Hause Medion durch die Übernahme unter dem Deckmantel Lenovos verkauft werden.


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