
Das hat sich der Handy- und Tablet Hersteller Research in Motion bestimmt anders vorgestellt: Ursprünglich wollte das Unternehmen den Tablet-PC PlayBook nur kurze Zeit nach dem iPad 2 – quasi als Konkurrenzprodukt – auf den Markt bringen. Während Apple sein Tablet standesgemäß in Deutschland und anderen Ländern veröffentlichen konnte, plagt sich RIM noch immer mit diversen Problemen herum.Ganz zu Beginn verhinderten Probleme mit dem Akku, dass das Gerät nach Plan in den Handel gebracht werden konnte. Danach musste bei allen Geräten das Chipset ausgetauscht werden und nun scheint es ein gröberes Problem mit den Touch-Screen-Panels zu geben.
Dieses Mal sind aber nicht die Entwickler von RIM schuld, vielmehr entstanden diese Komplikationen durch ungünstige Zusammenspiele verschiedener Faktoren. Auf der einen Seite hat die Sache bei der schlimmen Naturkatastrophe in Japan seinen Ursprung, aufgrunddessen einige Produktionsstätten bis heute geschlossen bleiben mussten. Dies bedeutet wiederum, dass die Anzahl der Touch-Screen-Panels, die produziert werden können, deutlich geringer sein wird, als noch vor einigen Monaten. Aber auch der große Konkurrent Apple hat einen Schritt unternommen, der die Entwickler von RIM möglicherweise vor gröbere Probleme stellen wird. Der amerikanische Hersteller hat mehrere Milliarden Euro dafür ausgegeben, dass über 60 Prozent der produzierten Touchpanel für iPad 2 Geräte hergestellt werden.
Damit muss sich RIM gemeinsam mit allen anderen Anbietern die restlichen knappen 40 Prozent teilen. Alleine aufgrund dieser Tatsache scheint es auch für andere Hersteller unvermeidbar zu sein, den Releasetermin für das ein oder andere Tablet nach hinten zu schieben. Aus Sicht des derzeitigen Marktführers Apple muss auf jeden Fall gesagt werden, dass dies ein ziemlich cleverer Schachzug gewesen sein könnte. Immerhin sollten gegen Mitte des Jrholen ahres eine wahre Flut an Android-Tablets auf den Markt gebracht werden, dieses Vorhaben einiger Hersteller könnte nun vorerst verhindert werden.Wann sich die Situation für Research in Motion wieder bessert, ist nur schwer vorherzusagen. Vieles wird davon abhängen, wie sich die Lage in Japan in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Ursprünglich war ja angedacht, dass wir in Deutschland das RIM PlayBook im zweiten Quartal des Jahres 2011 im Handel finden werden. Aufgrund der aktuellsten Entwicklungen und Umständen scheint es nun nicht einmal mehr sicher, dass RIM dieses Produkt noch in diesem Jahr hierzulande veröffentlichen wird.


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