x

Einloggen

Hast du noch keinen Account? Jetzt registrieren!

Revolutioniert Lenovo den PC-Markt in Europa?

Revolutioniert Lenovo den PC-Markt in Europa?

Bei einem Blick auf die Entwicklungen des PC-Marktes in den vergangenen Monaten könnte man glatt meinen, dass diese Art von Computern langsam aber sicher vom Aussterben bedroht ist. Seit Beginn des Jahres 2010 sind in den Medien sowie in den Promotion-Aktionen der Anbieter hauptsächlich nur noch Tablets und Notebooks vertreten. Angebote aus dem PC-Segment verdienen sich hier mittlerweile das Prädikat „Rarität“. Dennoch stehen die Chancen scheinbar gar nicht schlecht, sodass der PC-Markt in Europa früher oder später doch noch einmal auf die Beine kommt. Hauptverantwortlich für dieses Szenario könnte der chinesische Produzent Lenovo sein. Da die Verantwortlichen mit den aktuellen Marktanteilen in Deutschland und Co. nicht einmal annähernd zufrieden sind, soll in Zukunft radikal die Preisschere zum Zuge kommen. Allerdings sollen zunächst überwiegend Produkte von Medion zum Einsatz kommen.

Dieses Unternehmen befindet sich nun seit knapp zwei Monaten unter chinesischer Führung. Alleine mit der Herabsetzung der Preise gibt sich Lenovo aber natürlich nicht zufrieden. Um den europäischen Markt so richtig aufzumischen, wurde mit Gianfranco Lanci ein Mann unter Vertrag genommen, der die Wünsche und die Bedürfnisse wie seine eigene Westentasche kennt. Kein Wunder — war der Berater doch einst jahrelang an oberster Front bei Acer. Seine Tätigkeiten werden sich bei Lenovo aber zunächst vorerst auf beratende Elemente sowie die Reorganisation von Medion beschränken. Lenovo und Medion hatten sich Anfang Juni diesen Jahres auf eine Übernahme für eine kolportierte Summe von knapp 630 Millionen Euro geeinigt. Durch diesen Schritt haben die Chinesen vor allem in Deutschland relativ gute Chancen, ihre Marktanteile deutlich nach oben zu schrauben.

Da hierzulande mit 80 Millionen Einwohnern ein nicht unwesentlicher Teil der europäischen Bevölkerung lebt, wirkt sich natürlich auch entscheidend auf den Gesamtmarkt Europas aus. Selbst wenn der ein oder andere Lenovo im PC-Sektor noch nicht bewusst wahrgenommen hat, so sollte zumindest Medion ein Begriff sein. Seit längerer Zeit war das Unternehmen nämlich durch seine Kooperation mit den Lebensmittel-Discountern Aldi und Lidl bekannt. In regelmäßigen Abständen wurden dort nämlich preisgünstige Elektronik-Produkte wie etwa Notebooks, Kameras oder eben Computer vertrieben. Herr Lanci weiß aber nicht nur wie man ein Unternehmen an die Spitze führt, sondern kennt sich auch bestens mit Preissenkungen aus. Schon bei Acer wurde unter seiner Führung eine ähnliche Strategie angewendet, um bei den Marktanteilen ein Plus verzeichnen zu können. Sollte Lenovo tatsächlich solch radikale Schnitte bei den Preisen vornehmen, „droht“ uns hierzulande wohl ein wahrer Preiskrieg.

Während sich die Computer-Hersteller dann zunehmend was einfallen lassen müssen, um dennoch in den schwarzen Zahlen zu bleiben, wären die Konsumenten einmal mehr die großen Profiteure. Aus weltweiter Sicht können sich die Chinesen bereits über den vierten Platz freuen. Während man in der eigenen Heimat der unumstrittene Marktführer ist und wohl auch noch längere Zeit bleiben wird, scheiterte man in Westeuropa zuletzt immer wieder am durchschreiten der 10-Prozent-Marke. Vor allem in Deutschland hat sich das Unternehmen bisher noch nicht wirklich einen großen Namen gemacht. Dies wird sich aber wohl schon in den kommenden Monaten ändern, da Medion in unseren Breiten immerhin die viertgrößte Macht war.  
842 Mal gelesen
+3
24. Sep 2011, 14:00

Kommentare

(0)
RSS

Kommentieren

Fett Kursiv Unterstrichen Durchgestrichen   Link Zitieren Code
Ich bin mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.
Zukünftige Kommentare zu diesem Beitrag abonnieren (abbestellbar).
 
Bitte klicke jetzt auf den Bestätigungslink in deiner E-Mail.