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Seagate wechselt von Hard Drives zu Flash-Speichern

Seagate erzielt jährlich Umsätze in Höhe von rund 10 Mrd. US-Dollar aus seinem mehr als 30 Jahre alten Geschäft mit Hard Drives. Doch heute nach einer zweijährigen Studie gibt das Unternehmen bekannt, dass es einen neuen Geschäftszweig im Flash Memory Bereich verfolgt. Dies verkörpert eine der bedeutendsten Neuerungen binnen des Unternehmens seit Jahren.

Seagate wechselt von Hard Drives zu Flash-Speichern

Anstelle von mechanischen Festplatten nutzen die neuen Seagate Pulsar enterprise solid state drives (SSD) Flash Memory Chips zur Datenspeicherung. Während bekannte Unternehmen wie Samsung, Stec und andere bereits seit geraumer Zeit SSDs herstellen, ist dies Seagates erster Schritt in diesen Markt. Gartner vermutet, dass dieser Markt sich in 2010 auf 1 Mrd. US-Dollar verdoppelt.

Dave Mosley, Executive Vice Präsident von Seagate, sagt, dass das Unternehmen sich auf den High-End-Speicher-Markt fokussiert, der in die gleiche Richtung zielt wie Seagates Festplattengeschäft. Seagate produziert 2,5-Zoll-Pulsar-Laufwerke mit einem Speichervolumen von bis zu 200 Gigabyte, die darauf ausgelegt sind, Daten auf Unternehmenscomputern, wie Rechenzentren und Blades zu speichern, wo Energie-Effizienz die oberste Priorität hat.

Diese Veränderung bedeutet, dass Seagate sich nicht religiös in Bezug auf Festplatten ist, sondern vielmehr auf den Speichermarkt konzentriert, unabhängig davon welche Technologie verfolgt wird. Es ist eine Sicherungsstrategie, bei der der Festplattenhersteller eine Diversifikation in einen Bereich anstrebt, der möglicherweise sein Kerngeschäft eliminiert.

Während flashbasierte Geräte nach wie vor teurer sind, wenn man die Kosten pro Megabyte betrachtet, sind sie gemäß Mosleys Aussage rund 50% effizienter. SSDs haben einen klaren Vorteil gegenüber Hard Drives, wenn man die Lese- und Schreibgeschwindigkeit von Daten betrachtet. Seagates Geräte können Daten mit 30.000 „operations per second“ lesen und mit 25.000 „operations per second“ schreiben. Damit sind sie etwa 100 Mal schneller als ein Hard Drives. Auf Grund dieser Geschwindigkeiten verwendet Seagate bereits Flash Chips in seinen Hard Drives. Die meisten davon dienen als Puffer für die temporäre Speicherung von Daten, auf die schnell zurückgegriffen werden muss.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Seagate das Festplattengeschäft aufgibt, da sie Geräte mit den sich drehenden Scheiben immer noch 93% des gesamten Speicher-Marktes dominieren und für 10,6 Exabytes Speichervolumen verantwortlich sind. Ein Exabyte ist eine sehr große Zahl: genau genommen eine Milliarde Gigabytes. Bislang haben SSDs den Markt ausgeweitet, indem sie in den leichtesten Netbooks zum Einsatz kamen, die um einiges kleiner sind als Laptops und darauf ausgelegt sind, im Internet zu surfen. Doch Seagates Strategie zeigt, dass Flash-Speicher auch in Servern zum Einsatz kommen können. Das Unternehmen konzentriert sich auf Single-Layer-Cells, was bedeutet, dass es die Speicherzellen vertikal anordnet, so wie es auch Intel und andere tun. Dies liegt daran, dass man sich auf eine höchst zuverlässige Technologie fokussieren will, nicht auf die weit verbreitetste. Durch ein eigenes Chip-Design, hat Seagate Flash-Speicher entwickelt, die keine Daten verlieren, wenn es zu einem Stromausfall kommt. Seagate hat im September mit der Auslieferung der Pulsar-Einheiten im großen Volumen begonnen.

Während Seagate im Vergleich zur Konkurrenz spät dran zu sein scheint, sagt Mosley, dass der Markt im Aufkeimen ist und dass nach und nach weitere Flash-Produzenten eintreten werden, wenn der Markt bereit ist. Intel und Hitachi arbeiten an ähnlichen Produkten, haben bislang jedoch noch keine Auslieferungen auf dem SDD-Markt veranlasst.
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5. Jan 2010, 08:31

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