Die Idee ist simpel, man speichert nur die oft benötigten Systemdateien und Programme auf SSD, der Rest kann auf der gewöhnlichen Festplatte bleiben. Um das zu erreichen kann man NTFS junction point benutzen. Somit kann sich der Ordner auf der SSD befinden. Für das Betriebssystem und den Benutzer scheint sie sich jedoch auf der Festplatte zu befinden.
Es ist offensichtlich, dass man den Trick nicht machen kann während das Betriebssystem läuft, also braucht man entweder ein zweites BS, oder eine LiveCD.
Die unumstrittenen Kandidaten für den Wechsel:
C:\Program Files
C:\Program Files (x86)
C:\ProgramData
Zusätzlich, da ich viel mit Visual Studio und .NET arbeite, habe ich auch C:\Windows\Microsoft.NET und C:\Windows\assembly übertragen
Außerdem wollte ich noch C:\Windows\System32 und C:\Windows\SysWOW64 übertragen, aber das ging nicht auf, da das Betriebssystem dann nicht hochfahren wollte.
Fangen wir also an.
Zuerst fährt man das sekundäre Betriebssystem hoch.
Erster Schritt – Die Ordner auf das SSD kopieren, dabei sollte man die Zugriffsrechte unverändert lassen. Dafür eignet sich zum Beispiel die System-Software robocopy:
robocopy "C:\Program Files" "R:\Program Files" /e /sec /b
robocopy "C:\Program Files (x86)" "R:\Program Files (x86)" /e /sec /b
robocopy "C:\ProgramData" "R:\ProgramData" /e /sec /b
robocopy "C:\Windows\Microsoft.NET" "R:\Windows\Microsoft.NET" /e /sec /b
robocopy "C:\Windows\assembly" "R:\Windows\assembly" /e /sec /b
Nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen ist, braucht man die Ordner nicht mehr auf der Festplatte. An sich kann man die auch einfach umbenennen, für den Fall, dass nicht alles nach Plan läuft ;).
Zweiter Schritt – Man muss einen junction point für jeden Quellordner erschaffen. Dafür kann man Far Manager verwenden, mit ALT+F6 öffnet sich das benötigte Fenster.

Nach dem man alles verschoben hat, sollte man das Haupt-Betriebssystem neu starten, um sicherzustellen, dass alles funktioniert. Danach kann man alles löschen, was man auf das SSD kopiert hat. Übrigens ist das gar nicht so einfach. Das System, welches die Zugriffsrechte verwaltet, ist ziemlich knifflig. Um das zu umgehen habe ich ein kleines Script verwendet:
takeown /F %1 /R /D Y
cacls %1 /E /G administrators:F /T Nachdem das ausgeführt wurde kann man die Ordner löschen.
Fazit:
Nachdem alles abgeschlossen ist kann sich das Ergebnis bei mir sehen lassen. Mein System fährt jetzt 1,5-3 mal so schnell hoch, dafür benötigte ich nur ein SSD mit dem Volumen von 30 Gigabyte, was mich 100 € kostete, übrigens ist der Platz darauf immer noch nicht ausgeschöpft.


Kommentare
Kommentieren