
Fast jeder namenhafte Hardware-Hersteller hat in den vergangenen Wochen und Monaten zumindest ein Tablet auf den Markt gebracht, welches auf der für Tablet spezialisierten Version 3.x alias Honeycomb von Android basiert. Eine der wenigen Ausnahmen stellt in diesem Fall das chinesische Unternehmen Lenovo dar. Der Konzern welcher sich derzeit am PC-Markt auf dem Vormarsch befindet, will dies allerdings schon in Kürze ändern. In diesen Tagen stellte Lenovo nämlich zwei Modelle vor, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen. Zusätzlich wurde auch noch ein Gerät vorgestellt, welches mit Microsoft Windows 7 laufen soll. Zunächst einmal ein Blick auf die beiden Honeycomb-Tablets.
Hierbei handelt es sich um die Geräte IdeaPad K1 und ThinkPad. Dabei merkte der chinesische Anbieter an, dass die beiden Geräte unterschiedlichen Zwecken dienen sollen. Während das IdeaPad Tablet K1 speziell für den Endverbraucher und zur privaten Nutzung entwickelt wurde, soll das ThinkPad vor allem in der Berufswelt zum Einsatz kommen. In gewissen Bereichen sind sich die beiden Tablets aber dennoch relativ ähnlich. Neben dem Betriebssystem – jeweils Android 3.1 – kommen auch beide Geräte mit einem 10,1 Zoll großen Display und einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Ebenso gehören ein Nvidia Tegra 2 Prozessor mit einer Taktung von einem GHz zur Grundausstattung der mobilen Endgeräte.

Dazu wird es jedes Modell in drei unterschiedlichen Ausfertigungen geben. Die Unterschiede beziehen dabei ausschließlich auf den internen Speicher. Den potentiellen Kunden stehen dabei 16, 32 und 64 GB Varianten zur Verfügung. Ansonsten gibt es auch keinerlei Unterschiede im Bereich der Datenverbindungen. Sowohl das ThinkPad wie auch das IdeaPad K1 verfügen über WLAN-n und Bluetooth sowie eine Rückseiten- und eine Frontkamera mit zwei bzw. fünf Megapixel. Einige Wochen oder Monaten nach dem Release wird Lenovo aber noch eine weitere Variante des ThinkPad in den Handel bringen. Diese soll dann neben WLAN auch die Möglichkeit einer 3G-Datenverbindung ermöglichen. Selbstverständlich gibt es aber auch einige technische Ausstattungen, die bei den Modellen nicht völlig ident sind. Wesentliche Unterschiede lassen sich etwa bei den Schnittstellen feststellen. Das Lenovo IdeaPad K1 verfügt standardmäßig über einen micro-USB-Anschluss sowie einen Mini-HDMI-Anschluss. Das andere Android-Tablet von Lenovo verfügt zwar ebenfalls über diese zwei Schnittstellen, hat aber zusätzlich auch noch einen USB-Port eingebaut.
Eine Besonderheit des ThinkPad Tablet ist zudem auch noch die die Integration von Stylus. Dies sorgt dafür, dass auf dem Gerät sämtliche Notizen binnen weniger Augenblicke per Handschrift vermerkt werden können. Ob diese Möglichkeit aber tatsächlich in allen Programmen verfügbar sein wird, steht noch nicht fest. Um die Verwendungszwecke der beiden Modelle noch ein zusätzliches Mal zu unterstreichen, haben die Entwickler von Lenovo unterschiedliche Software installiert. Beim ThinkPad kommen hauptsächlich Programme zum Einsatz, die im beruflichen Alltag Verwendung finden könnten. Beim IdeaPad K1 kommt hingegen eher Unterhaltungssoftware zum Zug. Unterschiedliche Werte soll es auch im Bezug auf die Akkuleistungen geben. Hier hat das ThinkPad mit zehn Stunden gegenüber dem K1-Tablet mit acht Stunden ziemlich eindeutig die Nase vorne. Wie das Unternehmen im Rahmen der Präsentation ankündigte, sollte das IdeaPad K1 irgendwann zwischen Juli und September in den Handel kommen. Bisher steht mit 500 US-Dollar nur ein Preis für den amerikanischen Raum zur Verfügung, bei einer direkten Umrechnung in Euro können wir aber von einem Preis von etwa 349 Euro ausgehen.
Diese Preisangabe bezieht sich übrigens auf die 32 GB-Variante. Somit wird es definitiv noch eine günstigere und eine teurere Ausfertigung des Tablets geben. Was das Release des Think Pad Tablet angeht, beschränkt sich der Konzern da schon auf einen wesentlich genaueren Zeitpunkt. Den aktuellen Plänen zufolge, erscheint das Gerät zwischen dem 16. und dem 31. September diesen Jahres im europäischen Handel. Auch in diesem Fall gibt Lenovo die unverbindliche Preisempfehlung umgerechnet mit etwa 350 Euro an. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass hier von der 16 GB-Variante ausgegangen wird. Somit lässt sich wohl allgemein sagen, dass das ThinkPad ein wenig teurer sein wird als das IdeaPad K1. Wer auf seinem Tablet zusätzlich Stylus nutzen möchte, der muss umgerechnet noch einmal knapp 21 Euro drauflegen. Abseits der beiden Honeycomb 3.1 Tablets kündigte das Unternehmen wie oben bereits erwähnt auch ein Modell an, welches mit dem aktuellen Betriebssystem von Microsoft laufen wird.
Dieses Tablet kommt inklusive Intel-CPU mit einer Taktung von 1,5 GHz sowie einem Arbeitsspeicher von bis zu 2 Gigabyte. Das stärkste und teuerste Modell kommt zudem auch noch mit einem internen Speicher von 64 GB. Zur weiteren Ausstattung des IdeaPad P1 – wie das Windows 7 Modell heißen wird — gehören WLAN-n, USB 2.0, eine Webkamera, Bluetooth und ein microSD-Slot. Im Gegensatz zu den beiden Android-Tablets hinkt die Akkulaufzeit beim P1 Modell aber ein wenig hinterher. Rund sechs Stunden ohne Stromversorgung kommt das Gerät aus. Im direkten Vergleich mit anderen Tablets auf dem Markt, bedeutet dies eher einen Rang im unteren Durchschnitt. Offen ist zudem noch, zu welchem Preis das Tablet in den Handel kommen wird. Das Release ist für eines der letzten drei Monate diesen Jahres geplant.


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