
Wie viele von euch mit Sicherheit wissen, wird ein Großteil der Festplatten auf dem asiatischen Kontinent produziert. Neben China haben sich in den letzten Jahren vor allem in Thailand mehrere Unternehmen angesiedelt, die für sämtliche Hersteller die Produktion der SSDs übernimmt. Verheerende Überschwemmungen in dem asiatischen Staat führten vor kurzer Zeit dazu, dass einige Betriebe vorübergehend ihre Arbeiten auf Eis legen mussten. Nachdem sich aus preislicher Sicht in der ersten Zeit kaum was veränderte, geht es die letzten Tage drunter und drüber. Speziell Kunden die über eine große Datensammlung verfügen, haben bestimmt schon einmal den Kauf einer externen Festplatte in Betracht gezogen. Allerdings ist von einem Erwerb einer Festplatte – sofern dies nicht unbedingt erforderlich ist – aufgrund der aktuellen Lage eher abzuraten.
Anhand eines Preisvergleiches lässt sich feststellen, dass die Platten innerhalb weniger Tage eine Preissteigerung von bis zu 300% erlebten. Die ständigen Preiserhöhungen der Händler sorgten zuletzt sogar dafür, dass Preisvergleiche über ein entsprechendes Vergleichsportal kaum noch möglich sind. Hin und wieder lassen sich mit etwas Glück noch vereinzelte Modelle finden, die für wenig Geld über den Ladentisch gehen. Allerdings werden solche Produkte in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr zur Ausnahmeerscheinung werden. Experten gehen inzwischen davon aus, dass sich die Lage in Thailand frühestens im zweiten Quartal 2012 wieder entspannen wird. Daher ist davon auszugehen, dass sich die Kosten für eine gewöhnliche Festplatte erst im Sommer des kommenden Jahres wieder in einem angemessenen Bereich einfinden werden. Völlig unbekannt ist ein solches Szenario in der IT-Branche aber nicht. Schon zu Beginn des Jahres sorgte die Naturkatastrophe in Japan für Lieferengpässe bei den Speicherchips. Noch heute leiden einige Unternehmen unter den Folgen der Katastrophe. Allen voran die beiden größten Laufwerkhersteller der Welt Western Digital und Seagate konnten ihre Produktionskapazitäten noch immer nicht auf ihren normalen Standard erhöhen.


Kommentare
Unternehmen, die einen hohen Festplattenverbrauch haben wie z. B. Clouds oder auch File Hostings, wird es besonders schwer treffen.
Kommentieren