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Thinclients - klein aber oho!

Sie sind klein, man hört sie nicht und den meisten Leuten fallen sie garnicht auf — Thinclients. Die  meist passiv gekühleten PC's sind ab ca. 40€ auf ebay, Amazon & Co zu haben. Für alle, denen Mainstream zu einfach ist, bieten sie ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Ob als Internetradio, Netzwerkspeicher oder einfach nur zum Basteln, die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, ein kleiner Einblick in das Thema Thinclient soll mit diesem Artikel gegeben werden.
http://images.harlander.com/upload/files/artikelbilder/computer/pc-systeme/fujitsu_siemens/s400/634x200.jpg

1. Was ist so ein Thinclient eigentlich?
Thinclients sind kleine Computer die dafür konzipiert wurden möglichst wenig selbst "zu verarbeiten" und den Großteil der Aufgaben auf einen Server auszulagern. Dadurch sind sie sehr Stromsparend und deshalb auch vergleichsweise leise (meistens sogar komplett lautlos) und kühl, also ideal für den 24/7 Betrieb. Da die Thinclients mit einem Server "zusammenarbeiten" sollten haben sie außerdem eine sehr gute LAN Anbindung.
2. Was brauche ich?
Wie man aus dem Titel schon erahnen kann — einen Thinclient. Prinzipiell käme auch jeder andere (alte) Computer in Frage, er sollte allerdings — wie die Thinclients auch — gewisse Mindestvorraussetzungen mitbringen:
  • 800 Mhz
  • 384 MB RAM (512 MB empfohlen)
  • LAN
  • 6-8 GB Festspeicher (CF Karte, USB-Stick,...)

Hierbei gilt umso mehr, umso besser — außer beim Stromverbrauch. Günstige Exemplare erhält man ab ca. 40€ auf eBay Amazon & Co., man sollte darauf achten dass das Netzteil dabei ist und möglichst viel RAM verbaut wurde. Etwas Zeit, Motivation und Entdeckergeist sollten natürlich auch dabei sein.

3. Wie stelle Ich das alles an?
  • Es empfielt sich den Client mit einer 8GB CF Karte auszustatten: Deckel auf, Karte wechseln, Deckel zu, fertig.
  • Um möglichst viele Dinge mit dem Client anfangen zu können benötigt man auch softwareseitig einen soliden Unterbau: Aus eigener Erfahrung empfehle ich Lubuntu, durch die Nähe zu Ubuntu hat man ein rießiges, gut erklärtes Wiki + Forum, das keine Fragen offen lässt. Als vollwertiges Betriebssystem ist es sehr gut auf alle möglichen Herausforderungen anpassbar und benötigt dabei nur sehr wenig Leistung.
  • Der allgemeine Aufbau sollte kein Problem darstellen, zur Installation empfielt sich (logisch) ein Bildschirm, Maus + Tastatur. Diese werden später nichtmehr benötigt. Eine Internetverbindung ist von Vorteil. Zur Installation sei an dieser Stelle auf das Ubuntu-Wiki verwiesen. Sollten hier Fragen offen bleiben sollte Google diese mühelos beantworten können.
  • Um den Client später "fernsteuern" zu können empfielt sich xrdp. Einfach ein Terminal öffnen und "sudo apt-get install xrdp" eingeben, bestätigen, Passwort eingeben, fertig. Außerdem sollte man dem Client eine statische IP zuweisen um ihn wiederzufinden. Anschließend kann man unter Windows mit einer Remotedesktopverbindung den Client steuern.
  • Nach der Installation stehen einem alle Möglichkeiten offen:

3.1 Ein Netzwerkspeicher
Hierfür sollte man eine Externe Festplatte parat haben, diese wird einfach über USB angeschlossen und direkt beim starten des Clients eingebunden, zum lesen empfielt sich hierfür dieser Artikel.
Außerdem muss man Samba installieren um Dateien im Netzwerk freizugeben (Artikel 1 und Artikel 2). Für diese Artikel sollten sich Linuxneulinge Zeit lassen.

3.2 Das Internetradio
Hierfür schließt man den Client einfach über den Klinkenanschluss an die Lautsprecher an und öffnet via Remotedesktop das Internetradio seiner Wahl. Viele Internetradios bieten außerdem beispielsweise mp3 Streams zum Download an — diese kann man dann via Autostart öffnen lassen.

3.3 Der Downloadrechner
Man kennt es ja, der neuste Film ist endlich zum Download erhältlich (natürlich legal), doch das herunterladen dauert und dauert. Einfach mit dem Client via Remoteverbindung Abends den Download starten und am nächsten morgen befindet sich der heruntergeladene Film fertig auf der Festplatte oder dem USB — Stick. Völlig geräuschlos und ohne die Internetleitung zu blockieren.

Dies sind natürlich nur Beispiele, was man mit dem Client alles macht bleibt einem selbst überlassen — Möglichkeiten gibt es viele.

Über Wünsche, Anregungen & Komentare würde ich mich freuen ;)
3069 Mal gelesen
+3
11. Dez 2012, 23:41

Kommentare

(4)
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koe 12. Dez 2012, 13:42

Hi Pidagad,

interessanter Artikel! So ein 'Thinclient' als 'Downloadrechner', wie von Dir vorgestellt ist mal eine echte Überlegung wert. ;)

Weiter so!

Gruß,

koe

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cagliari 12. Dez 2012, 15:24

Die Idee mit dem Internetradio ist sehr cool!

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Pidagad 12. Dez 2012, 17:00

Vielen dank schonmal für die netten Kommentare,
mein eigener Client hat sich durch den ChipOnline — Adventskalender schon bezahlt gemacht, 15GB Spiele runterladen war absolut kein Problem. Wenn ich jetzt noch etwas mehr Zeit zum Musikhören finde kann ich zum Internetradio auch noch mehr schreiben ;)

lg
Pidagad

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mhettich 12. Jan 2014, 17:32

Coole Sache! So kann man einen alten Rechner weiter nutzen statt ihn zu entsorgen. Daumen hoch!


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