
Bei einem Blick auf den Notebook-Markt wird ziemlich schnell ersichtlich, dass dieser mit dutzenden Geräten sämtlicher namhafter Hersteller prallgefüllt ist. Geht es nach dem Chip-Hersteller Intel, sollten demnächst aber auch noch sogenannte Ultrabooks in den Handel kommen. Zur Umsetzung befindet sich das Unternehmen zurzeit auf Suche nach interessierten Konzernen. Die Hardware-Hersteller signalisieren momentan aber praktisch allesamt vornehme Zurückhaltung. Was sind überhaupt die Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Notebook – wie es in 100-facher Ausführung im Handel angeboten wird – und diesen sogenannten Ultrabooks von Intel? Die bei der diesjährigen Computex angekündigten Geräte sollen verhältnismäßig deutlich dünner und leichter sein. Ebenso will der Konzern dafür sorgen, dass die Ultrabooks mit wesentlich höheren Akkulaufzeiten überzeugen können wie dies bei den herkömmlichen Modellen der Fall ist. Dabei sollen an den Akkus keinerlei Veränderungen vorgenommen werden, stattdessen setzt Intel auf spezielle Prozessoren, die sehr energiesparend sind.
Auch zur technischen Ausstattung der kommenden Geräte hat sich das Unternehmen schon seine Gedanken gemacht. Jedes der Modelle soll insgesamt vier Dual-Core-Prozessoren sowie zwei Hauptprozessoren mit je einem Kern beinhalten. So weit hören sich diese Pläne von Intel ja ganz schön, wäre da nicht ein kleines, aber ganz wesentliches Problem. Damit es solche Ultrabooks tatsächlich auf den Markt schaffen, müsste das Unternehmen erst einige Kooperationspartner finden, die solche Geräte produzieren würden. Bereits bei der Computex in diesem Jahr vermeldeten die Verantwortlichen von Intel, dass zumindest sechs unterschiedliche Ultrabooks im Jahr 2011 noch in den Handel gebracht werden sollen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es aber ziemlich unwahrscheinlich zu sein, dass tatsächlich so viele neue Ultrabooks auf den Markt kommen werden. Dies liegt daran, dass bisher mit Asus erst ein Hardware-Hersteller auf den Zug dieser ultraleichten und dünnen Notebooks aufgesprungen ist. Der Produzent stellte sein geplantes Gerät – das UX21 – ebenfalls im Rahmen der Computex vor. Auch wenn dem Modell zweifellos noch der letzte Feinschliff fehlte, konnte sich das bis dato Gebotene durchaus sehen lassen. Mit Asus als Vorreiter hat sich Intel mit Sicherheit erhofft, dass kurze Zeit später weitere Anbieter kooperationsbereit sind.
Durch das Zusammenspiel mehrerer ungünstiger Faktoren traute sich bisher kein weiteres Unternehmen ein weiteres Ultrabook anzukündigen. Aber auch wenn sich Intel den bisherigen Verlauf eher anders vorgestellt hatte, denkt das Unternehmen noch lange nicht ans Aufgeben. In den nächsten Wochen und Monaten soll eine Menge Geld in die Hand genommen werden, um für die geplanten Ultrabooks zu werben. Intel ist inzwischen sogar so weit, dass den Herstellern von Ultrabooks beim Marketing unter die Arme gegriffen wird. In der IT-Branche gilt es aber trotz allem als relativ unwahrscheinlich, dass diese Offensivaktionen Intels auch tatsächlich zum Erfolg führen. Komplikationen könnte es nämlich auch im Bezug auf den Verkaufspreis geben. Wie Intel bereits vor einiger Zeit ankündigte, sollen sämtliche Modelle zu einem Preis von rund 750 Euro angeboten werden. Angesichts der aktuellen Preise für die Prozessoren wird sich ein solcher Preis aber nur schwer realisieren lassen, da die Hardware-Hersteller ansonsten eine zu geringe Gewinnmarge verbuchen können.


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