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Unternimmt Panasonic einen neuen Versuch am Handy-Markt?

Unternimmt Panasonic einen neuen Versuch am Handy-Markt?

Auf die Frage nach Handy- und Smartphone-Produzenten gibt es mittlerweile ein ganzes Dutzend an möglichen Antworten. Von Apple über RIM bis hin zu Sony Ericsson sind nahezu unzählige Anbieter in Deutschland am Markt. Bereits vor mehreren Jahren hat sich Panasonic aus dem Geschäft mit den Mobiltelefonen zurückgezogen. Dies ist aber nur bedingt richtig. Auch wenn sich Panasonic in den letzten Jahren hierzulande vor allem durch Fernseher und andere Elektronik-Geräte einen Namen gemacht hat, vertreibt das Unternehmen im Land der aufgehenden Sonne immer noch Handys. 

Zwei neue Modelle für Senioren
Nachdem in diesen Tagen die beiden Modelle KX-TU301 und KX-TU311 vorgestellt wurden, scheinen nun die Spekulationen über ein Comeback der Japaner in Europa wieder angeheizt zu werden. Fest steht allerdings, dass man mit diesen beiden Geräten definitiv nicht den europäischen Markt erobern kann. Dies hat aber nicht damit zu tun, dass Panasonic die Ideen oder Möglichkeiten fehlen, sondern vielmehr damit, dass die Handys in erster Linie für Personen älterer Generationen hergestellt wurden. Deshalb verzichtet der Konzern bei Entwicklung der Mobiltelefone auch gänzlich auf irgendwelche neumodischen Funktionen wie GPS oder WLAN. Da Menschen fortgeschrittenen Alters das Gerät vorwiegend zum telefonieren verwenden, wurde auch so ziemlich die ganze Aufmerksamkeit auf dieses Attribut gelegt. Beim KX-TU301 sowie beim KX-TU311 bedarf es keiner großen Einarbeitungszeit, um davon Gebrauch machen zu können. Sollten der Umgang mit den Tasten auf der Tastatur schwer fallen, so können Telefonnummern auch bequem via Spracheingabe eingegeben werden.

Ansonsten bieten die zwei Modelle noch drei gesonderte Tasten, mit denen die Lautstärke, die Freisprecheinrichtung sowie die LED-Taschenlampe gesteuert werden. Da ältere Menschen mitunter auch zu zittrigen Händen neigen und das Gerät unter Umständen das ein oder andere Mal zu Boden gehen könnte, spielt auch der Faktor Robustheit eine große Rolle. Selbst wenn das Produkt aus dem Stand herunterfällt, wird es diesen in den meisten Situationen unbeschadet überstehen. Mit dem Alter steigt natürlich leider Gottes auch das Risiko eines Sturzes in den eigenen vier Wänden. Wenn es wirklich einmal in eine solche Notsituation kommen sollte, verfügen die zwei Handys über einen speziellen Notruf-Knopf. Durch einen einzigen Klick werden jene Personen angerufen, mit denen zuletzt ein Gespräch geführt wurde. Dabei braucht man sich keine Sorgen machen, wenn eventuell die ein oder andere Person nicht direkt erreicht werden kann. Das Mobiltelefon wurde so programmiert, dass im Falle des nichterreichens direkt die nächste Person aus der Anrufliste angeklingelt wird. Zusätzlich versendet das Gerät auch von selbst eine Kurznachricht, in der auf die prekäre Lage hingewiesen wird. Die Modelle – sowohl das KX-TU301 sowie das KX-TU311 – können zudem mit einem Hörgerät benutzt werden.

Versucht sich Panasonic noch einmal in Europa?
Nun wurde aber genügend über die beiden Produkte aufgeklärt. Nicht selten kam in der Vergangenheit das Gerücht auf, wonach Panasonic in Deutschland und anderen europäischen Ländern mit neuen Produkten aus dem Handy- und Smartphone-Bereich an den Start gehen könnte. Eine offizielle Ankündigung seitens des Unternehmens gibt es zwar noch nicht, aus dem direkten Umfeld sollen diese Pläne aber zuletzt bestätigt worden sein. Abgesehen von diesen Meldungen gibt es auch den ein oder anderen weiteren Hinweis, der auf ein Europa-Comeback von Panasonic schließen lässt. Bei der diesjährigen IFA in Berlin machte der ein oder andere Prototyp die Runde. Inwieweit diese Produkte alle weiterentwickelt werden und in welchen Gebieten sie vertrieben werden sollen, steht allerdings noch in den Sternen. In weiterer Folge ließ der Konzern mit einer relativ interessanten Pressemitteilung aufhorchen. Darin war zu lesen, dass neben den beiden Mobiltelefonen in den kommenden Wochen und Monaten noch wesentlich mehr Neuerungen auf die Konsumenten zukommen werden. Ob hiermit eine eventuelle Rückkehr nach Europa gemeint war, darüber kann nur spekuliert werden. Hätte Panasonic am europäischen Handy-Markt überhaupt eine Chance? Nun ja, diese Frage beschäftigt mit Sicherheit auch viele vorsitzende Personen bei Panasonic. Immerhin war das Unternehmen nun schon seit mehreren Jahren nicht mehr in unseren Gefilden aktiv, so das speziell jüngere Personen den Hersteller und dessen Produkte erst „kennenlernen“ müssten.

Da es doch einen relativ großen Anteil an Handy-Besitzern gibt, die mit ihrem Anbieter mehr oder weniger zufrieden sind, könnte sich vor allem der Einstieg problematisch gestalten. Gerade auf dem Handy- und Smartphone-Markt macht die Mund-zu-Mund Propaganda definitiv etwas aus. Da es in Deutschland und anderen europäischen Ländern so gut wie keine Personen gibt, die mit solchen (modernen) Geräten von Panasonic vertraut sind, fällt dieser Faktor fürs Erste auf jeden Fall einmal weg. Um also tatsächlich eine Chance gegen die zahlreichen Konkurrenten zu haben, müssen sich die Produkte der Japaner zumindest in einem Teilbereich von den restlichen Smartphones abheben. Dies würde unter Umständen durch einen wesentlich günstigeren Preis, oder etwaigen technischen Neuerungen oder hervorragender Hardware funktionieren. Dies dürfte jedoch leichter gesagt als getan sein. Immerhin stehen die Entwickler des Unternehmens vor dem Problem, dass sie wohl zunächst Erfahrungswerte auf dem europäischen Smartphone-Markt sammeln müssten. Es bleibt also vorerst abzuwarten, ob Panasonic tatsächlich diesen Schritt geht und ob dieser möglicherweise von Erfolg gekrönt ist.  
 
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24. Sep 2011, 17:45

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