Wenn man heute einen neuen Rechner kauft, achtet man meißt darauf, das er mindestens 4, 6 oder 8 Kerne hat.
Früher, bei SingleCore CPUs musste man eigentlich nur die Taktfrequenz und den L2Cache vergleichen, hezte hängt die Leistung von viel mehr Faktoren ab. Doch die größte Frage ist: Bringen Multi Core CPUs wirklich mehr Leistung? geht die Formel mehr Kerne=mehr Leistung auf?
Klare Antwort: Nein, sie bringen nicht deutlich mehr Leistung! Dies liegt zum einen daran, dass man nur sehr schwer und uneffektiv Software programmieren kann, die mehrere Sachen gleichzeitig berechnen kann, zum anderen würden SingleCore CPUs jetzt deutlich schneller sein, wenn die Entwicklung nicht zu Multi Core CPUs gegangen wäre.
Ich habe erst kürzilch einen alten Rechner mit einem nichtübertakteten Pentium 4 (3,86 Ghz) unter Windows 7 gegen einen Core 2 Duo und einen Core i-7 antreten lassen, die Benchmarks zeigten zwar deutliche Vorteile für die Multi Core CPUs, dies liegt aber daran, dass die Benchmarks die theoretische Leistung messen, in der Realität die Abläufe aber anders sind und man keinen(!) Unterschied zwischen einem mehrere Jahre alten Pentium 4 und einem topaktuellen 4Kernprozessor merkt. Bei manchen Anwendungen, die auf Single Core CPUs ausgelegt waren, lief der Pentium sogar flüssiger, die multiCores ruckelten stellenwiese.
Was wäre wohl gewesen, wenn man sich damals wieterhin auf die Entwicklung von SingleCores konzentriert hätte? Dann hätten wir heute noch leistungsfähigere PCs!


Kommentare
Es ist immer wieder schön, wenn Fachleute wie der Autor dieses Beitrags sich über die Sachen auslassen, von denen sie so viel Ahnung haben ;)
Schön auch, dass auf die Einführungspreise, die Unterstützung von neuen Features (wie z.B. Vanderpool, QPI und Turbo Boost), den Stromverbrauch und die realistischen Benchmarks eingegangen wurde. Wirklich top, weiter so :D
Es ist immer wieder armselig zusehen, wie Rookies in diesem Forum runtergemacht werden, weil sie einmal nicht der Meinung eines anderen sind. Solche Leute die das tun sollten zuerst mal über sich selbst nachdenken.
Wieso "runtergemacht"? Ich habe lediglich betont, dass ich solche kurze und sinnlose Beiträge einfach toll finde :)
Sorry, sollst dich nicht persönlich angegriffen fühlen, nur Einsteigern bringt konstruktive Kritik mit einzelnen Punkten mehr als generelle, allgemeine Kritik.
Hi,
früher war eben alles besser, ist wahr.
Mein MS/DR-Dos Rechner hat viel schneller gebootet…
Der TE beachtet eines nicht, das die Betriebssysteme immer komplexer werden, die Anwendungen immer Umfangreicher an Feature etc.
Programme, die mehr als einen Prozessor ansprechen gibt es mittlerweile einige, auch Spiele.
In einem hat der TE aber Recht, neue Prozessoren werden in den seltensten Fällen voll ausgelastet, und dies ist auch gut so. Wo kämen wir denn hin, wenn ich mir für 1000,-€ eine CPU kaufe und diese noch nicht einmal alle Programme/Spiele flüssig bedient.
Eines ist aber gewiss, die Tendenz geht zu immer mehr Cores, die je nach Bedarf aktiviert werden und somit Strom sparen helfen bzw. einem die nötige Power zur Verfügung stellen, so fern sie einmal benötigt wird.
mfG Gucky
Danke für deine Erläuterung, aber MultiCore CPUs haben noch einen NAchteil, der Verwaltungsaufwand für mehrere Cores frisst zusätzliche Ressourcen.
Hi,
nur dass das Mehr an Ressourcen mit mehr Speicher, größeren und schnelleren Festplatten etc. wieder ausgeglichen wird. Das Schöne hierbei ist, dass es genauso teuer/preiswert im vergleich zu damals ist. Dies ist ein Punkt, den viele ausser acht lassen.
Natürlich verlangen neuere Programme nach immer höheren Anforderungen, und dies ist auch gut so, denn sonst würde es keine Entwicklung geben.
Gäbe es keine Spielerenthusiasten, dann würden wir heute noch Pinpong und Tetris am PC spielen.
Die sind es auch, die nach immer mehr Leistung verlangen, ich schließe mich da nicht aus.
Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen, jemals gejammert zu haben, wenn mein gerade erst gekaufter Intel Prozessor aus der extreme Edition, nach einem viertel Jahr schon einen Nachfolger hatte. Dann wird er eben gekauft, wenn er denn auch benötigt wird.
Mein i7 965er ist auch nicht alt geworden, nun werkelt in meinem Rechner ein i7 980er.
Mein Junior hat es gefreut. der erbt nun den 965er.
Es ist nicht bös gemeint, aber nur so geht die Entwicklung weiter so rasant wie bisher.
Nutznießer sind diejenigen, deren Geldbeutel nicht so gefüllt ist, die profitieren ebenso von der schnellen Entwicklung, wo die Softwareindustrie nicht hinterherkommt.
mfG Gucky
Sicher haben auch MultiCores viele Vorteile, doch ich glaube, der Artikel soll zum Nachdenken darüber bewegen, wie Der PC-Markt heute aussähe, wenn SingleCore CPUs weiterentwickelt worden wären, ich denke, dann wären sie in manchen Aufgabengebieten besser als MultiCores in anderen aber schlechter.
Das ist ein Denkfehler.
Bei wieviel GHz sollten die jetzt sein?
Der Einzelcore hat ausgedient. Die Zukunft liegt in den Multicore, die sich dien Arbeit teilen.
mfG Gucky
Wenn du überlegen würdest, dann wären wir jetzt bei SingleCore CPUs mit 4Ghz, die Strukturgröße hat sich mehr als halbiert von 90nm auf 32nm, überleg dir mal wie viele Transistoren dann da drauf passen und was das für eine Rechenleistung ergäbe. Die wäre wegen weniger Verwaltungsaufwand und mehr Platz höher als bei MultiCores.
Hi,
da bin ich mir meinem i7 980 aber schon drüber. Der arbeitet stabil mit 4,2 GHz und es ist sogar noch Luft nach oben. Der Forteil ist, dass alle 6 Cores mit 4,2 GHz laufen und bei bedarf sind es per HT deren sogar 12.
Sehr wichtig ist bei den Multicores aber auch das Betriebssystem.
Dieses muß die Prozessorlasten auch vernünftig verteilen können.
So kann man mehrere Anwendungen laufen lassen, und jede Anwendung (mit Unicode) hat dann ihren eigenen Prozessor.
Je besser das OS skaliert, desto besser laufen die Programme, da das OS die Recourcen auf die jeweiligen Core verteilt.
Man benötigt also nicht zwingend Programme, die mehrere Cores ansprechen, sondern nur ein modernes OS wie Win7 oder OSX.
mfG Gucky
Single Cores CPUs kann man auch übertakten!
Das solltest du nicht außer Acht lassen!
Ok, anscheinend gehen manche hier noch zur Mittelschule. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Physik und Mathe:
Durch die Prozessoren fließt Strom, der eigentlich die Bewegung von freien Elektronen ist. Sie bewegen sich in der Regel mit Lichtgeschwindigkeit, also ca. 300.000km pro Sekunde. Die modernen Chips werden in 32nm Strukturgröße gebaut. Sie sind schon so winzig geworden, dass die Verlustleistung zu einem großen Problem geworden ist. Die Spannung muss immer weiter gesenkt werden, damit die Chips nicht verglühen. Jedoch ist irgendwann ist da auch Schluss, weil der ganze Kern zu unstabil wird.
Aber viel wichtiger ist, dass bei solchen Geschwindigkeiten und so kleinen Einheiten stößrende quantenmechanische Effekte auftreten.
Doch man möchte, dass das Moore'sches Gesetz weiterhin seine Gültigkeit hat, und da kommen die Mehrkern-Prozessoren zum Einsatz. Jedoch irgendwann sind auch die nicht in der Lage dieses Rennen weiter voran zu treiben. Neue Materialien wie Graphit müssen dann zum Einsatz kommen.
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