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Ist der Verkauf von alten Smartphones wirklich sicher?

Ist der Verkauf von alten Smartphones wirklich sicher?

In unserer schnelllebigen Gesellschaft vergeht mittlerweile kaum ein Monat, in dem nicht mehrere Smartphones mit neuen Funktionen oder besserer Leistung auf dem Markt gebracht werden. Logischerweise gibt es auch eine ziemlich große Anzahl an Menschen, die immer auf dem neuesten Stand bleiben möchten und deshalb in regelmäßigen Abständen ein neues Mobiltelefon kaufen. Da aber auch das Sparen in den letzten Jahren ziemlich hoch im Kurs steht, entschließen sich einige Leute dazu, ihr altes Smartphones für ein wenig Kleingeld an den Mann zu bringen.

Bei aller Freude über den ein oder anderen Euro sollte man sich dennoch darüber im Klaren sein, dass ein Verkauf nicht unbedingt sicher ist. Dies bedeutet im Klartext, dass es nicht selten der Fall ist, dass zahlreiche private Daten beim Weiterverkauf des Smartphones für den neuen Besitzer sichtbar sind. Dabei nützt es in vielen Fällen auch nichts, wenn diese Daten aus Sicherheitsgründen vor der Übergabe an den nachfolgenden Nutzer gelöscht werden. Bis vor kurzem war ich auch noch der Ansicht, dass diese Meldungen von den Telefonherstellern bewusst verbreitet werden, um den Verkauf von gebrauchten Handys einzudämmen. Dies hätte für den Unternehmen natürlich den Vorteil, dass sich wieder mehr Menschen dazu entscheiden, lieber ein günstiges neues Smartphone kaufen.  

Das es sich aber nicht nur um verzweifelte Aktionen von Handybetreibern handelt, beweisen mittlerweile auch einige Studien. Bei einem Blick auf die Auswertungen der einzelnen Studien könnte man doch schnell von einem möglichen Verkauf absehen. Neben eher harmlosen Daten wie Telefonnummern wurden auf manchen Mobiltelefonen sogar streng vertrauliche Informationen wie Kreditkartennummern oder diverse Kennwörter gefunden. Dass solche Informationen in der Regel aber nicht unbedingt auf dem Mobiltelefon abgespeichert werden sollten, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Im Falle eines Verlustes oder eben eines Verkaufs des Telefons könnte es nämlich durchaus passieren, dass solche Daten in falsche Hände geraten. Die Gefahr von Datenmissbrauch bis hin zu Betrugsversuchen kann dann nicht mehr gebahnt werden. 

Viele Menschen werden sich wohl nun denken, wie man denn nur so blöd sein und sämtliche private Daten auf seinem Handy belassen kann. Dieser Gedankengang ist zwar logisch, doch auch beim manuellen Löschen dieser Daten besteht weiterhin eine akute Gefahr. Oftmals ist es nur eine Sache von wenigen Klicks, bis die gelöschten Informationen für den neuen Nutzer wieder verfügbar sind. Stellt sich nun noch die Frage, ob von einer Weitergabe oder einem Verkauf des Mobiltelefons generell abgesehen werden sollte. Wer sich die paar Euros für das gebrauchte Handy trotz dieser Gefahren nicht entgehen lassen möchte, der sollte zumindest sicherstellen, dass die alte SIM-Karte komplett zerstört wird. 
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3. Apr 2011, 11:11

Kommentare

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ben 3. Apr 2011, 14:42

Guter und wichtiger Beitrag!
Auf meinem HTC Magic (über eBay gekauft) waren tatsächlich noch Fotos des Vorbesitzers…
Grundsätzlich sollte man alle Daten löschen, auf dem internen und erweiterbaren Speicher.
Die Verbindungen zu einem Google Account o.ä. sollte deaktiviert und gelöscht werden.
Und unbedingt sollte man das Smartphone in den Werkszustand versetzten bevor man es aus den Händen gibt.
Vielleicht gibt es auch schon "Shredder" App`s mit denen man vorbeugen kann das gelöschte Daten nicht wieder hergestellt werden.

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Yanestra 9. Apr 2011, 20:57

@ben: Einige Smartphones haben 7 oder mehr Arten von Speicher, die zum Teil von Phone-eigenen Daten mitbelegt werden. Es dürfte sehr schwierig werden — wenn nicht unmöglich sein — die alle von Restdaten zu befreien.


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