x

Einloggen

Hast du noch keinen Account? Jetzt registrieren!

Visual Light Communication – Drahtlos surfen mit der Leselampe

Visual Light Communication – Drahtlos surfen mit der Leselampe
Wer heutzutage im Internet surfen will, benötigt dazu entweder ein Mobilfunknetz oder WLAN. Dank einer neuen Technik namens Visual Light Communication – kurz VLC – könnte für diesen Zweck schon in wenigen Jahren eine schlichte Leselampe ausreichen. Was es mit dieser Technologie der Zukunft auf sich hat, wird nachfolgend etwas genauer erläutert. Auf diese glorreiche Idee gekommen sind die Forscher des Instituts Fraunhofer, die zur Datenübertragung lediglich gewöhnliche LED-Module verwendeten. Doch wie können nun die nötigen Informationen an das Smartphone oder das Notebook übertragen werden? Diese Frage lässt sich eigentlich ganz einfach beantworten. Innerhalb weniger Millisekunden schaltet sich die Lampe immer wieder ein und aus. Dadurch können die Informationen in Bits übertragen werden. Das Ein- und Ausschalten der Lampe funktioniert so schnell, dass das menschliche Auge diese ständige Veränderung in Echtzeit nicht einmal nachvollziehen kann.  

Die Steuerung der LED-Lampe erfolgt via Modulator, welcher an die LED-Lampe angeschlossen wird. Informationen die durch das Ein- und Ausschalten der Lampe gesammelt werden, werden in elektrische Impulse umgewandelt und anschließend wieder zurück zum verwendeten Gerät gesendet. Diese neumodische Technik birgt einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber den bisher verwendeten Methoden. Selbst wenn andere Funknetze in der Nähe erkannt werden, kommt es unter keinen Umständen zu einer Störung bzw. Ausfall der Verbindung. Dies liegt ausschließlich daran, dass der Empfänger nur auf optische Signale reagiert. Erst bei einer Distanz von mehr als fünf Metern zwischen der Lichtquelle und dem Gerät kann es zu Problemen kommen. Von der Geschwindigkeit her, bestehen zwischen dem Surfen via VLC und der Internetnutzung durch LAN oder WLAN nur geringste Unterschiede.

Im besten Falle wird mit der neuen Technik eine Übertragungsrate von 800Megabit/Sekunde erreicht. Um an diese maximale Geschwindigkeit heranzukommen, muss die LED-Lampe so hell wie möglich leuchten. Bei gedämmten Licht funktioniert die Übertragung zwar weiterhin, allerdings muss man in diesem Fall mit einer langsameren Verbindung rechnen. Bis eine Markteinführung tatsächlich spruchreif ist, soll aber auch dieses Problem in den Griff bekommen werden. Durch Zuhilfenahme von Infrarot-LEDs wurde bereits ein erster Lösungsansatz aufgerufen. VLC bietet zudem wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten als ein gewöhnliches Funknetz. Diese Technik könnte sich zu einem späteren Zeitpunkt vor allem an jenen Orten durchsetzen, wo der Gebrauch eines Funknetzes aus diversen Gründen nicht erlaubt ist. Somit könnte in einigen Jahren das Surfen durch eine Lichtquelle beispielsweise in Flugzeugen oder in Krankenhäusern zum Standard werden. Auch für den privaten Gebrauch könnte Visual Light Communication zum Einsatz kommen.   

Ein mehr oder weniger großes Problem gibt es zum aktuellen Zeitpunkt aber noch mit dem Empfangs-Modulator. Einstweilen ist das Teil für den alltäglichen Gebrauch nämlich noch viel zu groß. Aus diesem Grund ist mit der Markteinführung dieser Technik irgendwann zwischen den Jahren 2014 und 2016 zu rechnen. Dann könnte es den dafür notwendigen Empfangs-Modulator auch in Form eines USB-Sticks oder Chips geben. 
1837 Mal gelesen
+4
28. Okt 2011, 13:20

Kommentare

(0)
RSS

Kommentieren

Fett Kursiv Unterstrichen Durchgestrichen   Link Zitieren Code
Ich bin mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.
Zukünftige Kommentare zu diesem Beitrag abonnieren (abbestellbar).
 
Bitte klicke jetzt auf den Bestätigungslink in deiner E-Mail.