
Nach meinem kurzen Bericht zur Medisana Personenwage PSA, habe ich die Herstellerseite mal etwas genauer unter die Lupe genommen. So konnte ich erfahren, dass das Unternehmen seit über 27 Jahren zu den führenden Spezialisten der Gesundheitsvorsorge gehört und durch sein vielseitiges Angebot dem Kunden individuelle Hilfe für junge und ältere Menschen bietet.
In Folge der ständigen Weiterentwicklung der Produkte, plant Medisana eine mobile Revolution der Gesundheitsvorsorge. Wie wäre es beispielweise, wenn man über ein mobiles Gerät seinen Blutdruck, die Körpertemperatur und sogar die Blutzuckermessungen durchführen und die wichtigsten Daten katalogisiert abspeichern könnte? Über eine Auswertung per Software könnte man dann vielleicht auch schon erhöhte Werte einschätzen lassen und sie an entsprechendes Pflegepersonal oder den Hausarzt weiter senden. Wie viel Zeit und Geld müsste man in die Erforschung eines solchen Gerätes stecken? Welche Art von Technik würde man bevorzugen und würde der Preis für den Endverbraucher noch erschwinglich sein?
All diese Fragen könnte man sich stellen, wenn man die Lösung nicht schon längst wüsste: Das iPhone und seine Hardware und Software Applikationen ist des Rätsels Lösung!
Medisana plant für das erste Quartal 2011 die Markteinführung der VitaDock-Serie für iPhone 4, 3GS, 3G, 2G, iPad und iPod touch in Deutschland und Europa. Damit geht Medisana neue Wege, ein Weg in die Zukunft. Die drei Messgeräte-Typen lassen sich direkt mit den Smartphones verbinden und so soll man über das jeweilige Gerät und der passenden Software, Vitalwerte kontinuierlich aufzeichnen können und anhand von persönlichen Datenbanken deren Verlauf überprüfen können. „So können wichtige Gesundheitswerte jederzeit aufgerufen, abgebildet und kommuniziert werden, ob mit dem Arzt, der Familie und Freunden oder Pflegepersonal; ob in sozialen Netzwerken oder individuellen Interessengruppen.“
„CardioDock“, „ThermoDock“ und „GlucoDock“: Was steckt hinter den einzelnen Geräten?
Im Einzelnen handelt es sich um das Blutdruck- und Pulsmessgerät „CardioDock“, das Infrarot-Thermometer „ThermoDock“ und das Blutzuckermessgerät „GlucoDock“. Im iTunes Appstore soll die jeweilige VitaDock Software dann analog erhältlich sein.

„CardioDock“ wurde überwiegend für die Messung zu Hause entwickelt, eigne es sich aber auch optimal für mobile Messungen unterwegs. Die Messwerte werden nach WHO Standard (Weltgesundheitsorganisation der UN) klassifiziert. Umfangreiche Darstellungs- und Auswertungsfunktionen bieten dem Benutzer ganz neue Möglichkeiten sich über sein Selbstbefinden hinaus objektiv über seine Blutdruckwerte zu informieren.

„ThermoDock“ misst sowohl die Körpertemperatur, als auch die Temperatur von Flüssigkeiten, Oberflächen oder der Umgebung. Ausgestattet mit einer innovativen Infrarot-Technologie könne man Messungen schnell und präzise, ohne jegliche Berührung, durchführen.

Eines der interessantesten Applikationen ist „GlucoDock“, das hoffentlich vielen Diabetikern die tägliche Blutzucker Messung erleichtert. Dank flexibler und diskreter Messmöglichkeit und schneller Auswertung, sei „GlucoDock“ das ideale Blutzuckermessgerät selbst für unterwegs. Messergebnisse werden automatisch gespeichert und lassen sich durch zusätzliche persönliche Einträge über beispielsweise die Ernährung oder die Insulineinheiten kennzeichnen.
Hoffentlich halten die Geräte auch im Praxistest das, was sie versprechen und tragen zur mobilen Gesundheit bei. Über Feedback freue ich mich sehr!


Kommentare
Für all diese Messungen gibt es bereits professionelle und mobile Geräte, welche zum Beispiel vom Deutschen Roten Kreuz schon seit Jahren eingesetzt werden. Diese Funktionen jetzt in ein Mobiltelefon zu stecken, halte ich persönlich für absolut überflüssig. Das iPhone hat bald schon mehr überflüssige Funktionen als ein Schweizer Taschenmesser. Demnächst bauen sie womöglich einen Rasierapparat ein… :) Gruß HD
Naja, iPhone kann man schnell zum Arzt mitnehmen und den Verlauf zeigen. Dann muss man nicht alle anderen Geräte mitschleppen. Die können dann zu Hause bleiben.
Ja sicher, die Voraussetzung für diesen Luxus ist aber das 1000€ iPhone. Jedoch kostet ein Blutdruckmessgerät mit allem drum und dran nicht mehr als 100€. Blutzuckermessungen werden dann auch bei den meisten entweder ambulant behandelt, oder werden von der Krankenkasse auf Antrag bereitgestellt.
Mit der Unterstützung von Unternehmen wie Medisana sind die Apple Produkte schon auf einem guten Weg sich in die multimediale Elite ein zu reihen. Sicherlich gibt es auch viele unnütze Funktionen bei vielen anderen Apps. Besitzer der oben genannten Apple Produkte müssen sich aber kein einzelnes Gerät auf der Basis von 100€ mehr kaufen, sondern können beispielsweise ihr iPhone mit dem jeweiligen Dock erweitern. Zu den Preisen ist derzeit leider noch nichts bekannt.
Die meisten Leute die ihren Puls messen müssen sind über 60 Jahre alt und der größte Teil dieser Leute benutzt leider keine iPhones! Selbstverständlich ist es für einen iPhone Besitzer praktisch, jedoch glaube ich kaum das ein großer Teil von den 20 — 40 Jährigen (Hauptuser vom iPhone) Menschen ihren Puls messen müssen. Außerdem wissen wir nicht wie viel Medisana für den Spaß verlangt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Funktionen nicht umsonst sein werden (iPhone 1000€ + xxx an € für Medisana, wo es doch viel günstigere und gute Geräte gibt? C´mon...). In 20 — 30 Jahren könnte ich mir so etwas gut vorstellen, da ich als cooler Opa sicherlich auch noch mit meinem iPhone rumkurven werde, aber zur heutigen Zeit? Ich glaube es wird ein riesen Flop. Gruß HD
ich finde einige deiner Punkte nicht ganz zutreffend, es gibt z.B. gute iPhones für einen schmalen Kurs gebraucht gekauft (ich habe selber ein 3G für 250 Euro gekauft und bin voll damit zufrieden, hoffentlich wird es bald ein 3GS ;-) ), darum direkt 1000 Euro auf den Tisch zu legen muss nicht sein. Das die Geräte auch nur für "Rentner" wichtig sind, halte ich auch nicht für richtig. Bin selber 32, habe zwar selber kein Diabetes, nur im Bekanntenkreis gibt es den ein oder anderen. Auch wenn die Person schon länger mit Diabetes leben muss, ist es nicht unbedingt immer angenehm für Sie. Vielleicht hilft so eine Lösung auch hier weiter.
Natürlich ist hier sicherlich auch noch nicht das letzte Wort gesprochen, nur die Richtung gefällt mir persönlich. Mit einem Ford Granada kommst du auch gut von A nach B, aber ob es komfortabel ist, da bin ich mir nicht ganz sicher ;-)
Also dass nur über 60jährige diese Geräte finde ich für absoluten Quatsch, da es viele Diabetiker gibt, die täglich ihren Blutzucker messen wollen und müssen. Das Handy hat man doch sowieso so gut wie immer dabei, warum also zwei Geräte oder mehr mitschleppen?? Außerdem kann man mit einem normalen Blutzuckermessgerät niemals so genau die Insulineinheiten/Blutzuckerergebnisse/Blutzuckerzwischenwerte/Blutzuckerdurchschnitte anziegen lassen und dokumentieren. Tut man dies in einem "DiabetisTagebuch" verschwendet dieses wiederrum Platz und außerdem kann man selbst handschriftlich nicht so genau machen.
Da es in den folgenden Jahren immer mehr Diabetiker (Typ 1) gibt, die noch im Jugendlichen Alter sind finde ich diese Erfindung sehr praktisch und denke, dass es ein kein Flop wird. Denn auch ich werde zu denjenigen gehören, die sich VitaDock/GlucoDock holen werden.
Also ich finde es ne gute idee und überlege es mal bei meiner Krankenkasse einzureichen. Bin Typ 1 Diabetiker und finde es somit keine schlechte idee da es mich immer stärt ein zweites gerät mit zunehmen.
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