
Es gibt so viele Programmiersprachen, dass ich mittlerweile die Übersicht verloren habe. Vermutlich hat jede dieser Sprachen Stärken und Schwächen, doch kann ich Ihnen weder sagen, welche es sind, noch unter welchen Umständen eine spezielle Sprache, die Beste für einen bestimmten Job ist. So benutzen Viele zum Beispiel noch Fortran, obwohl mir weisgemacht wurde, dass diese Sprache so ausgestorben wie die Dinosaurier ist. Angesichts der verblüffenden Anzahl von lebendigen Nischensprachen, erscheint es merkwürdig, dass ein mächtiger Unternehmenstitan wie Microsoft, mit ihrer gigantischen Installationsbasis von C# und Visualbasic .NET, sich mit einer neuen Sprache ins Programmierungsgetümmel stürzt. Und doch tun sie genau dies mit F#, die in Visual Studio 2010 als vollunterstützte Sprache verfügbar ist.
F# wurde von Microsoft Research Mitarbeiter Don Syme entwickelt und ist eine Variante von ML. F# sowie ML ist eine funktionale Sprache.
Doch warum genau F# besser ist als ML oder OCaml oder andere funktionale Sprachen ist noch unklar. Als Laie schätze ich, dass das zugrundeliegende .NET Framework von F# es zu einem stärkeren Herausforderer auf dem bereits überfüllten Gebiet der Programmierungssprachen macht. Man sprach von enormen Einsparungen von Codelinien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die neue Sprache tatsächlich auf gleiche Weise Einsparungen ermöglicht, so wie es die Liste von unterstützenden Bibliotheken, die Teil des .NET Frameworks sind, es den Programmierern ermöglicht, Duplikate zu reduzieren und schlankere Codes zu schreiben.
Da ich kein professioneller Programmierer bin, habe ich einen Vollzeit-Programmierer, der ein Freund von mir ist, gefragt, wie er das sieht. Obwohl er nicht wirklich mit F# vertraut ist, merkte er doch an, dass die Unterstützung von F# für den Bereich der sprachintegrierte Anfrage und für Lambda-Ausdrücke von großer Bedeutung ist; er benutzte sogar das Wort „transformativ".
Es mag vielleicht eine Weile dauern bis Programmierer einsehen, dass F# eine gute Wahl für jede Form des Programmierens ist, angesichts der Übersättigung mit verfügbaren Alternativen.
Also, zusätzlich zu „traditionellen" .NET Sprachen, allen PHP, Java und das gute, alte Perl, hofft Microsoft F# zur Webentwickler-Party mitbringen zu können…
„Es ist ganz klar eine Frage der Nische", so schloss mein Freund seine Bemerkungen ab. Da Microsoft keine bedeutenden Werbeanstrengung für F# als Teil des Visual Studio 2010 geleistet hat, bin ich geneigt ihm zuzustimmen. Und ich schätze Microsoft tut dies auch.


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