
Bereits in der Vergangenheit wurde immer wieder kritisiert, dass die Damen und Herren von Google keine standesgemäße Prüfung der einzelnen Anwendungen vornimmt, bevor diese im Android Market freigegeben werden. Wie sich nun zeigt, ist diese Kritik mehr als berechtigt. Beinahe jede Applikation im Store soll mit Malware verseucht sein! Dieses erschreckende Ergebnis ergab eine Untersuchung des Sicherheitsunternehmens Dasient. Der vorgenommene Test zeigt sich als ziemlich repräsentativ, da laut Angaben des Konzerns mehr als 10.000 Anwendungen aus dem Android Market genauestens unter die Lupe genommen wurden. Da in den letzten Monaten die Marktanteile der Android-Smartphones recht deutlich gestiegen sind, erfreuen sich solche schädlichen Programme bei den Kriminellen immer größerer Beliebtheit. Zwar wurde bereits im Vorfeld darüber spekuliert, dass ein beträchtlicher Teil der Android-Apps mit Malware verseucht sein könnte, acht Prozent ist aber dennoch ein überraschend hoher Wert. Immer wieder sind in diesem jahr Meldungen über verseuchte Android-Apps ans Tageslicht gelangt und solange weiterhin nichts von Google unternommen wird, werden diese auch den Ruf und vor allem die Verkaufszahlen ruinieren. Vorraussetzung — Google unternimmt weiterhin nichts gegen die Pferdchen.
Möglicherweise führt diese weitere Studie bei dem Suchmaschinenbetreiber zu einem umdenken, so dass schon bald Überprüfungen der Apps vorgenommen werden, ehe diese zum Download bereit stehen. Andernfalls ist davon auszugehen, dass sich der Anteil der Malware-Programme in der nächsten Zeit weiter drastisch erhöhen wird. Allerdings sollte diese Meldung wohl auch bei den Android-Kunden für ein Umdenken sorgen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nämlich davon auszugehen, dass lediglich jedes zehnte im Betrieb befindliche Gerät auch tatsächlich ausreichend durch eine Sicherheitssoftware geschützt ist. Sollte ein solches Programm auf dem Smartphone installiert sein, lässt sich die Malware möglicherweise vorzeitig erkennen, ehe ein Schaden entstanden ist.
Viele Kunden wissen zudem auch nicht wirklich Bescheid, was eine solche Malware alles anstellen kann. In der Regel wird von den Malware-Entwicklern bezweckt, dass den Benutzern ein möglichst hoher Schaden oder unnötige Kosten entstehen. Der Großteil der schädlichen Programme aus dem Android Market überträgt die IMEI des Gerätes und die IMSI der SIM-Karte des Nutzers an den Entwickler der Software. Allerdings gibt es noch andere verseuchte Applikationen, die einen wesentlich größeren Schaden verursachen. Eine Variante der Malware ist zum Beispiel, dass an sämtliche Kontakte aus der Kontaktliste ohne Bestätigung eine SMS gesendet wird. Speziell bei Smartphone-Besitzern mit zahlreichen Telefonkontakten, könnte dies schnell zu einem relativ teuren Geschäft werden.


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